Briefwahl

Briefwahl

Das erste Mal, daß ich via Briefwahl bei einer Kommunalwahl teilnehme. Ich muß sagen, daß dies – gerade in diesem Jahr – eine gute Entscheidung war. Ich habe schlichtweg „keinen Bock“ auf irgendwelche Diskussionen, Einschränkungen à là „Maske“, „AHA-Regeln“, etc. pp., nur weil diese „Corona-Paniker“ immer noch unterwegs sind (Ich glaube, wenn man denen erzählt, daß das Virus ab 1m Höhe ansteckend ist, fangen sie auch noch an zu kriechen. Die Leut‘ scheinen inzwischen wirklich so „verblödet“ zu sein?!)

Ergo schien mir die Briefwahl – aus vorgenannten Gründen – eigentlich doch als ganz vernünftige, sowie wesentlich „entspanntere“, Alternative.

Die Zusendung der Briefwahlunterlagen seitens der Stadt Büdingen erfolgte erstaunlicherweise auch prompt nach Eingang meines formlosen Antrags via Email. Diese schnelle Erledigung ist ja nun aufgrund der außerordentlichen Umstände eines Hochwassers, das auch unsere Stadtverwaltung nicht verschont hat, nicht selbstverständlich. Hierfür also erst einmal ein herzliches „Dankeschön“.

Kumulieren und Panaschieren“ habe ich inzwischen echt „drauf“. Kreistags-, Stadtverordneten– sowie Ortsbeiratswahl waren erstaunlicherweise „ratzfatz“ erledigt. Zwischendurch immer mal wieder eine Tasse Kaffee zur Beruhigung (bei so manch‘ Kandidaten muß man aufpassen, daß man sich nicht vor Schreck verschluckt). Alles in den Umschlag, ab in den Briefkasten … Feddisch!

Gut, daß ich das schon mal als erledigt abhaken kann. Mit ein bisserl Abstand lässt es sich doch gleich wesentlich entspannter aufregen … 😇

Ja, ich gebe zu, daß mich zahlreiche kommunalpolitische Protagonisten – Fraktions- / Parteiübergreifend – mit ihrer Selbstdarstellung aufregen und meinen Adrenalinpegel sekundenschnell von 0 auf 100 in die Höhe schnellen lassen.

Wie z.B. kürzlich die suboptimale „Performance“ einer „FWG Wetterau“.

Das kommunalpolitische Universum dieser „FWG Wetterau“ dürfte zumindest zahlreiche Äußerungen manch‘ Büdinger Protagonisten erklären, wenn man diese politische Verortungen mal näher betrachtet …

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte!
Bei der Kommunalwahl gilt es die Richtung für die nächsten Jahre daheim einzuschlagen.
#hessenverbessern #bürgerwillen durchsetzen

Posted by FREIE WÄHLER Hessen on Thursday, February 4, 2021

Daß – im Gegensatz zur Realität des aktuellen Kreistags – z.B. weder „FDP“, „NPD“ oder „Piratenpartei“ in diesem „Universum“ existieren, ist demnach „wie“ genau aufzufassen?

Eigentlich sollte man sich inzwischen weder wundern noch aufregen, herrscht doch – gefühlt – im Wahlk(r)ampf das Pippi Langstrumpf Motto: „Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt“. Dies allerdings „Parteiübergreifend“, um im Duktus dieser Wählergemeinschaft zu bleiben (Dass Fraktionen nicht identisch mit Parteien sind, scheint sich in diesen Kreisen vermutlich wohl auch noch nicht herumgesprochen zu haben?!).

Dieses „Universum“ … zumindest für manch‘ Büdinger Protagonisten dieser „Wählergemeinschaft“ mit ihrem unermüdlichen „Blöken gegen Rechts“ vermutlich der „Place to be“ … kann man, muß man aber wohl nicht verstehen.

„Sprüche“, „Hashtagslogans“ und immer wiederkehrende Themen, die bis dato nicht in den Griff bekommen wurden, scheinen zumindest noch wahlkampftauglich zu sein, wenn man sie partout nicht lösen kann (will?!).

Wenn man doch wenigstens noch die „heiße Luft“, die während eines Wahlk(r)ampfs so produziert wird, konstruktiv nutzen könnte … Dann würd‘ dieses ganze Wahlkampfgetöse ja wenigstens noch Sinn machen …

Positiv an dem diesjährigen Kommunalwahlkampf ist allerdings, daß man von Wahlwerbung, Wahlkampfständen und plötzlichen Haustürbesuchen verschont bleibt.

Kommunalwahlkampf in diesem Jahr: Digital. Internet und sozialen Netzwerken sei Dank.

Hat u.a. den positiven Nebeneffekt, daß alle Listen nunmehr ihre Kandidaten mit Bild und kurzer Vita vorstellen. Erstmals erhält man dadurch zumindest mal die Möglichkeit, die zahlreichen Namen auf dem Stimmzettel zumindest mal mit einem „Bild“ verknüpfen zu können.

Wer sich allerdings für die hiesige Kommunalpolitik interessiert, benötigt m.E. sowieso diese übliche und immer wiederkehrende Phrasendrescherei eines Wahlkampfes nicht. Auch sind einem die Kandidaten mehrheitlich bekannt. Viele davon auch noch persönlich.

In Anbetracht der Tatsache, daß viele Gewerbetreibende seit einem Jahr um ihre Existenz kämpfen, einige es beruflich vermutlich nicht schaffen werden – in Büdingen und Umgebung viele Menschen zusätzlich noch mit den Folgen des Hochwassers zu kämpfen haben – , ist es mehr als wohltuend, weder Wahlkampfstände noch diesen üblichen Straßenwahlkampf an Haustüren ertragen zu müssen. Auch von den üblichen Wahlkampfveranstaltungen bleibt man in diesem Jahr verschont. Und – mal ganz ehrlich – wer braucht schon diese Billigst-Wahlkampfgeschenke?

Zumindest haben die Druckereien in dieser Zeit mit dem Drucken der Wahlplakate ein wenig ihr Auskommen und so manche Kandidaten das Glück, daß sich der Unmut über die aktuelle Lage nicht an einem Wahlkampfstand oder der Haustür entlädt.


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Über den Autor

hinteregger administrator

Zugereister Austrianer, der seine ganz persönlichen Ansichten zu seinen (realen sowie virtuellen) Alltagserlebnissen in und um seine Wahlheimat Büdingen (Hessen) wiedergibt. "Granteln" seinerseits inklusive 😉

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