Monatsarchiv April 2021

#ichmachnichtmehrmit

Ehrlich gesagt kotzt mich unsere Gesellschaft, unser sog. „gesellschaftliches Leben“, dieses ständige „Gegeneinander“, diese „Lagerbildung“, seit Jahren schon an. Und „Corona“ macht es nicht besser. Das Gegenteil ist der Fall.

Ich bin inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem ich beschlossen habe, bei diesem ganzen Irrsinn nicht (mehr) mitzumachen. Schon gar nicht mehr bei Diskussionen, bei denen es absehbar ist, in „welche“ Richtung sie gehen …

Gefühlt werden nämlich keine Meinungen mehr ausgetauscht, sondern nur noch gewertet. Und dies vorzugsweise in der Form, dass derjenige, der sie artikuliert – möglichst unterhalb der Gürtellinie – bloßgestellt wird, um dann in einer der zahlreichen Schubladen zu landen. Derer haben wir inzwischen zahlreiche und Dank vieler intoleranten Mitmenschen werden sie nicht weniger. Ich mag diese zahlreichen Schubladen hier nicht aufführen, weil ich nicht nur ihre Beschriftung, sondern allein ihre Existenz abstoßend finde.

Nein, die Spezies „Mensch“ ist m.E. nun einmal nicht nur „edel, hilfreich und gut“ und das, was sie tut, wenn ihre dunkelste aller dunklen Seiten zum Vorschein kommt, auch nicht „unmenschlich“. Der „Mensch“ sollte m.M.n. endlich mal begreifen, dass beides zu ihm gehört und es letztendlich seine Entscheidung ist, „was“ er „wann“, „wie“ und „wo“ lebt (Vielleicht stimmt diese Stammesgeschichte der Cherokee den ein oder anderen mal nachdenklich?!).

Ich war (und bin es immer noch) fassungslos ob des sog. „Bevölkerungsschutzgesetzes„, das letzte Woche durch Bundestag und Bundesrat durchgepeitscht wurde. Ich greife mir nicht nur aus vielerlei (juristischen) Gründen an den Kopf, sondern auch ob der „Peter-Prinzip“ Vertreter, die dieses, trotz berechtigter verfassungsrechtlicher Kritik, nonchalant durchgewunken haben. Da frage ich mich doch allen Ernstes, ob die „Herrschaften“, die sich „Volksvertreter“ schimpfen, tatsächlich noch alle Tassen im Schrank haben. Allein beim durchlesen der Plenarprotokolle wird mir schlichtweg speiübel.

Zeitgleich mit dem Durchwinken dieses unsäglichen Gesetzes (22.04.2021) startete die Videokampagne #allesdichtmachen. Zahlreiche Schauspieler (ursprünglich waren es um die 50) kritisierten dieses Gesetz in knapp 2-minütigen Videobeiträgen in ironisch-, sarkastisch-, sowie zynischer Form. Ich finde diese Aktion – nach wie vor – hervorragend inszeniert.

Als ich mir die einzelnen Videobeiträge ansah, dachte ich mir schon, dass diese Aktion „im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ 🥳, wie eine Bombe einschlagen wird.

Sie schlug ein … und zwar so, dass selbst einem Frankfurter SPD Stadtrat, die Hutschnur „platzte“ (Seit 2017 übrigens auch „Senator“ im hiesigen „Büdinger Carneval Club e.V.“).

Ja, diese(r) „tweet“ des „Genossen“ Duin war schon „Hammer“.

Abgesehen davon, dass ich mich langsam schon gar nicht mehr frage, „was“ da eigentlich für „Typen“ in einem Rundfunkrat sitzen, „siegt“ nach wie vor dessen Ideologie über seine (vermutlich durch den „Shitstorm“ hervorgerufene) „Selbstkritik“.

Zumindest scheint sich dieser „Herr“ in der, sich vor Empörung überschlagenden und zur „Attacke“ auf die Protagonisten der #allesdichtmachen Aktion blasenden, „Proletentwitterblase“ wohl in angemessenerer Gesellschaft als der eines Rundfunkrates zu befinden?!

Auch, wenn einige Schauspieler (manche wegen der vehementen Kritik, andere, weil sie – lt. Presse – bedroht wurden) ihre Beiträge zurückgezogen haben, bin ich den Initiatoren und Teilnehmern dieser Videoaktion dankbar. Sie haben mit dieser Aktion ins Schwarze getroffen 🙏.

Lt. h.M., benötigt man nicht nur ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie, um sich so feiner Stilmittel wie „Ironie, Sarkasmus und Zynismus“ zu bedienen, sondern auch, diese zu verstehen. Treffender hätte man m.E. die Missstände in diesem Land, die gesellschaftliche Spaltung, die Kluft, die sich aufgetan hat, die manipulative Politik dieses Landes, wohl nicht aufzeigen können. 


Beitragsbild: Gerd Altman / Pixabay

„B33THOV3N AND3RS“

Herzlichen Glückwunsch der Musik- und Kunstschule Büdingen zum (verdienten) 🥇1. Platz (und einem Preisgeld i.H. v. € 5.000,–)🏆 beim Videowettbewerb „B33TH0V3N…AND3RS“, ausgerichtet vom Bundesmusikverband Chor und Orchester e.V. (BMCO) 🥳.

Videobeitrag der Musik- und Kunstschule Büdingen:


Beitragsbild: Ri Butov / Pixabay

Negativ

Mit der öffentlichen Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen anlässlich der kommenden Bürgermeisterwahl in unserem Amtsblatt, dürfte der Wahlkampf wohl nunmehr „offiziell“ eröffnet sein.

Aus „Benjamin Harris – Ihr Kommunalpolitiker für Büdingen“ wurde daher an diesem Wochenende wieder – wie 2015 bereits schon – „Benjamin Harris – Ihr Bürgermeisterkandidat für Büdingen„, ergänzt nunmehr um die Einladung, ihn auch via „WhatsApp“ direkt zu kontaktieren.

Diesmal kandidiert Harris zumindest nicht mehr als „unabhängiger“ Kandidat von CDU und SPD, sondern als BM-Kandidat seiner eigentlichen politischen Heimat, der CDU Büdingen. Die seinerzeitige „Liaison“ zwischen CDU und SPD dürfte man daher wohl eher als „Zweckgemeinschaft“ bezeichnen, die die BM-Wahl gerade mal so überdauerte.

Der „Erklärbär“ für den „Bürgertest“ und auch eines der hiesigen Testzentren – hier das DRK-Testzentrum in der Düdelsheimer Straße unserer Kernstadt – soll es als Wahlkampfauftakt also nun sein …

Mein Fazit für den Test ist, daß, ja, die wenigen Minuten, die ich dort verbracht habe, viel Sicherheit für jeden geben. Derjenige, der sich hat testen lassen, aber auch für die Allgemeinheit. Dabei wird den meisten Leuten wahrscheinlich bestätigt werden, daß sie sich nicht mit Covid-19 infiziert haben. Der Test ermöglicht es aber, daß Infizierte, bevor sie selbst an sich Symptome feststellen, ähm, dies mitgeteilt bekommen und dadurch auch nicht andere Menschen anstecken, bzw. nicht zur Verbreitung der Pandemie beitragen. Deswegen meine Empfehlung: Geht zum Testzentrum, lasst Euch testen und damit habt Ihr dann Gewissheit. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

„Negativ“ … so also sein Testergebnis an diesem Tag. Ist es nicht wunderbar?

Wird vermutlich auch zahlreiche Mitbürger geben, die sein Fazit teilen und entsprechend „beklatschen“ werden. Sich testen zu lassen dient ja schließlich dem Wohl der Allgemeinheit oder?!

Dass ein Testergebnis genauso „Falsch-negativ“ wie „Falsch-positiv“ sein kann, wird dabei gänzlich ausgeblendet. Kein Test ist zu 100% sicher. „Durch Antigen-Schnelltest werden praktisch nur diejenigen positiv getestet, die eine hohe Viruslast haben und mutmaßlich ansteckend sind. Der Test identifiziert also infektiöse Patienten. Wenn er den Patienten vorbehalten bliebe, die symptomatisch sind, könnte er eine deutliche Verbesserung und Beschleunigung gegenüber dem aktuellen Labor-PCR-Verfahren darstellen.

„Negativ“ … so allerdings auch mein persönlicher Eindruck dieser (suboptimalen) „Performance“ dieses Kandidaten, der m.E. Steuergelder verschwendet, indem er sich, wie so viele andere auch, „asymptomatisch“ testen lässt. Selbstdarstellung auf Kosten der Allgemeinheit.


Beitragsbild: Maklay62 / Pixabay