Monatsarchiv Juni 2021

Regenbogen

eine durch Regentropfen oder Aerosol verursachte Lichtbrechung, die sich als optische Naturerscheinung“ mit 7 Farben (Rot, Orange, Gelb, Grün, Hellblau, Dunkelblau, Violett) „bemerkbar macht„.

So die nüchterne wissenschaftliche Beschreibung eines unbeschreiblich schönen Naturereignisses, das mich jedesmal wieder aufs Neue begeistert.

Was mich allerdings ganz und gar nicht begeistert, ist mal wieder das, wofür dieser herhalten muss.

Sprich‘, was aktuell [Stichwort: UEFAEM-Stadion in MünchenRegenbogenfarben] mal wieder abläuft und auch Büdingen nicht verschont:

Dass es nicht „Peace“ sondern i.V. mit dieser Fahne „PACE“ lautet, dürfte vermutlich den wenigsten auffallen. Ebensowenig dürfte es auffallen, daß diese Fahne falsch herum ist. Was der lachende Smiley auf der anderen Regenbogenfahne soll, weiß vermutlich auch nur die Stadt. Hauptsache mit „Regenbogen“ und „Zeichen setzen“ dabei. Symbol- und Eventpolitik halt.


Selbstredend, daß auch die, m.M.n. üblichen, „Baizuo“ wieder mal ganz vorne mit dabei sind …

Erich Spamer
Erich Spamer Bürgermeister
Hat die Stadt Büdingen nicht ein paar 🏳️‍🌈 Flaggen? Wäre vielleicht ein guter Zeitpunkt, diese mal zu zeigen.

Posted by Boris Winter on Tuesday, June 22, 2021

Ich frage mich, was passiert, wenn das „Verbot“ der UEFA missachtet wird? Ist das jetzt seit Neuestem schon so, dass turbokapitalistische Verbrecherorganisationen Vorschriften machen dürfen?
#fckuefa

Posted by Boris Winter on Tuesday, June 22, 2021

Selbstredend, daß man sich nicht nur auf die Farben der internationalen Friedensbewegung sowie der sog. „LGBT-Szene“ beschränkt, sondern mit der „Philadelphia Pride„-Fahne (2017 kamen „Black and People of Color“ mit einem schwarzen und einem braunen Streifen dazu) alles „politisch korrekt“ abdeckt. „All Inclusive“ sozusagen.

Posted by Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt on Tuesday, June 22, 2021


Wir sind inzwischen im Juni … „Pride Month“ … wie jedes Jahr im Juni … wo waren eigentlich die Regenbogenfahnen im letzten Jahr? Wo in den letzten Jahr(zehnt)en davor?

Sollte es also all diesen „Baizuo“ wirklich um „Diversität und Gleichberechtigung“ gehen, stellt sich mir die Frage, warum bis dato eigentlich nicht kritisiert wurde, daß diese seit 01.06.2021 im Stadtbild gänzlich fehlen?

Screenshot: Kreis-Anzeiger v. 23.06.2021

Selbst der Kreis-Anzeiger hatte sich – just am 23.06. [EM Vorrundenspiel Deutschland : Ungarn] – dazu hinreißen lassen, seine Website am oberen Rand in Regenbogenfarben zu tauchen. Einen Tag später war dann auch die Regenbogenleiste wieder weg.

„Pride Month“ auch hier „Fehlanzeige“.

Um „Diversität und Gleichberechtigung“ i.V. mit dem „Pride Month“ geht es aber aktuell eigentlich auch gar nicht.

Dieser Regenbogen-Empörungs-Aktionismus am 23.06. diente m.E. einzig dazu, öffentlich Kritik am kürzlich verabschiedetem ungarischen Gesetz zu üben.

[Dieses „verbietet“, lt. Berichterstattung, „„Werbung“ für Homosexualität oder Geschlechtsumwandlungen bei Minderjährigen„. Lt. dem ungarischen Außenminister lege dieses Gesetz jedoch lediglich fest, „dass Eltern bis zum 18. Lebensjahr ihrer Kinder die exklusiven Rechte zur Erziehung hinsichtlich der sexuellen Orientierung hätten„.

Dass dieses Gesetz, mit dem auch ein „Pädophilen-Register“ geschaffen werden soll, mehrheitlich von den „Baizuo“ nebst Journaktivisten im Volltext überhaupt gelesen wurde, wage ich mal zu bezweifeln. In der täglichen Berichterstattung sucht man einen Verweis auf die Veröffentlichung im ungarischen Amtsblatt eher vergebens. Dieser Verweis findet sich jedoch in der ungarischen „infostart“ v. 22.06.2021, die – nicht uninteressant – auch diejenigen (europäischen) Länder aufführt, die diese Gesetzverabschiedung verurteilen, bzw. nicht verurteilen.]

Da kommt das EM Vorrundenspiel Deutschland : Ungarn natürlich gerade recht. Sozusagen Punktgenau.

„Sport“ war, ist und wird nie unpolitisch sein. „Sport ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zum Zweck!

Vom „Flitzer mit Regenbogenfahne“ während der ungarischen Nationalhymne, Abwenden ungarischer Fans bei der deutschen Nationalhymne, „homophobe Sprechchöre ungarischer Ultras„, „Herzchen“ war zumindest politisch alles dabei und „Nein“ – Achtung: Zynismus – die deutsche Fußballnationalmannschaft ist auch nicht politisch, sondern konzentrierte sich gänzlich aufs Spiel. Nicht auszudenken, mit welcher Torbilanz dieses Spiel für die Deutschen geendet hätte, hätten sie ihren Fokus auf den spielerischen Part dieser Partie gelegt. So „zitterte“ man sich spielerisch also gerade noch zu einem „Unentschieden“, das verhinderte, die Heimreise antreten zu müssen.

Kleiner „Fun Fact“ am Rande: Die UEFA tauchte ihr Logo am 23.06. in Regenbogenfarben. Soviel also zu „„aufgrund ihrer Statuten [ist die UEFA] eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen“„. Solche Widersprüche muss man nicht verstehen.

Übrigens: „Regenbogenfahnen“ sucht man in diesem „Pride Month“ hier in Büdingen vergebens. Also nix mit solidarischem „Zeichen setzen“ in Sachen „Diversität und Gleichberechtigung“.

Und falls man sich dann doch noch dazu entschließen sollte – hier sei an den 28.06.1969 erinnert – dann bitte nicht nur vor öffentlichen Gebäuden, wie z.B. der Stadtverwaltung, sondern auch bitte vor / bei der kath. Kirche, Biblische Gemeinde, DITIB, Erstaufnahmeeinrichtung, Flüchtlingsunterkünften, etc., etc., pp. … wenn schon, denn schon …


Beitragsbild: Gordon Johnson / Pixabay

Seniorenbeiratswahl

Und da ist es, das Malheur …

Da bekamen die wahlberechtigten Mitbürger ab 60 ihre Wahlunterlagen für die Seniorenbeiratswahl im Juli und standen vermutlich erst einmal mehrheitlich davor wie der sprichwörtliche „Ochs vorm Berg“.

Die Stadt hat zwar mit einem pfiffigen und „hypen“ „Flyer“ diese Wahl beworben, eine Seite mit einer Kurzvorstellung der Kandidaten existierte zum Zeitpunkt der Versendung der Briefwahlunterlagen jedoch nicht [Stand: 13.06.2021].

Somit wohl erst einmal ein wenig Verwirrung, denn die Namen allein dürften für so eine Wahl nicht ausreichend sein.

Am 14.06.2021 hat die Stadt Büdingen dann die ersten 4 / 13 Kandidaten öffentlich via „facebook“ vorgestellt.

Kurze Zeit (ca. 2 – 3 Tage) später schaltete sie dann ihre Kandidaten-Website für die Seniorenbeiratswahl frei.

Daher, zu der nunmehr veröffentlichten offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt Büdingen, ergänzende Verweise / Bemerkungen / Verlinkungen (Kandidatenliste dem Amtsblatt Nr. 26 v. 28.05.2021, S. 118 entnommen), die ggf. auch meinerseits noch bis zur Wahl weiter aktualisiert werden:

1. Eichenauer, Monika, geb. 1954
Für den Kreis-Anzeiger vor Ort unterwegs

2. Rieger, Christel, geb. 1946
Vorsitzende des Sängerkreises Büdingen

3. Meige, Horst, geb. 1951
Schriftführer OB Wolferborn

4. Schubert, Sigrun, geb. 1942
Ehrenamtsagentur Büdingen

5. Schierhorn, Karl Wilhelm, geb. 1949
FWG, Magistrat

6. Rita Eckert, geb. 1953
ProVernunft | BL Eckartshausen

7. Assel, Berthold, geb. 1942
MGV 1884 Wolferborn e.V. (u.V.d.R.)

8. Wolfgang Jeensch geb. 1950
Vonhausen, u.a. Dorfwerkstatt Vonhausen

9. Wagner, Gertraud, geb. 1948
SPD (kandidierte auf Platz 14)

10. Willbrand Ihmig, geb. 1952
ehem. Stadtverordneter, Fraktion NPD

11. Borck, Michael, geb. 1955
SPD (kandidierte auf Platz 21)

12. Dr. Griethe, Hans Peter, geb. 1942
FWG, leitete seinerzeit den ersten Wahlkampf des heute (noch) amtierenden Bürgermeisters

13. Supp, Norbert, geb. 1944
SPD


Aktualisierung per 02.08.2021:

Das amtliche Endergebnis der Seniorenbeiratswahl wurde nunmehr festgestellt. Bei einer Wahlbeteiligung von (nur) 18,96% wurden

  1. Monika Eichenauer
  2. Christel Rieger
  3. Rita Eckert
  4. Wolfgang Jeensch
  5. Horst Meige
  6. Wilhelm Schierhorn
  7. Michael Borck

in den Seniorenbeirat gewählt.

Wer mag, kann sich die Ergebnisse hier anschauen.

Xanthippen

„Xanthippe war ein böses Weib, Der Zank war ihr ein Zeitvertreib.“1Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961, „Xanthippe

Ein sonderbares „Fundstück“, das sich da – aus welchen Gründen auch immer – in meinen Nachrichtenüberblick gespült hat, zumal ich mit Fußball & Co. so gar nichts am Hut habe.

Wäre darin nicht eine Autorin aus Büdingen erwähnt gewesen, zu deren Repertoire sowohl Rechtschreib- und Grammatikfehler als auch das Blockieren jeglicher Kritik(er) auf diesem sozialen Netzwerk zählen, hätte ich vermutlich weitergescrollt.

Kurzzeitig hat es dieses Fundstück doch zumindest geschafft, mein Interesse zu wecken. Ergo habe ich mir das mal näher angeschaut, zumal mir eine der beteiligten Protagonistinnen gänzlich unbekannt ist.

Das Bild, das sich für mich – nach kurzer Recherche – ergab, ist allerdings wenig schmeichelhaft. Selbst bei kritischer Betrachtung einer Bericht erstattenden Regenbogenpresse.

Beide Protagonistinnen scheint demnach wohl mehr zu einen, als zu trennen?!

Wer also an „Niveaulimbos“ Gefallen findet, dem sei bei diesem „Zickenkrieg“ viel Spaß und gute Unterhaltung gewünscht.

Gegenstand des Disputs (ausgehend von den Beitragsinhalten beider „Damen“):

Die Enthüllung der Akte Assauer – Der Verrat an einer Legende“ von Britta Assauer, Herausgeber: NIBE-Media, 280 Seiten, bei amazon am 21.05.2021 erschienen, bei NIBE-Media seit 31.05.2021.

Akte Assauer: Verrat an einer Legende“ von Britta Assauer / Katja Schneidt, Herausgeber: Independently published (auch als „Self-Publishing“ bezeichnet – „Self-Publishing-Autoren und -Autorinnen veröffentlichen ihre Bücher und eBooks nicht über einen klassischen Buchverlag, sondern bringen sie selbst auf den Markt.„), 258 Seiten, 03.05.2021.

Wenn eine Co-Autorin Rudis Schicksal mit Füßen tritt…

Auf vielfachen Wunsch, habe ich mich jetzt doch entschieden,…

Posted by Britta Assauer on Saturday, June 5, 2021

Wer mich kennt weiß, dass ich mich nicht an öffentlichen Schlammschlachten beteilige aber das Frau Assauer nachweislich…

Posted by Katja Schneidt on Sunday, June 6, 2021

Liebe Frau Assauer. Liebe Grüße von meinem Hund, den ich laut Ihrer Aussage auf ihrer Facebookseite, gerade auf meinem…

Posted by Katja Schneidt on Monday, June 7, 2021

Ich möchte mich bei den Menschen bedanken, die mich darauf Aufmerksam machen, dass Frau Assauer meine private…

Posted by Katja Schneidt on Thursday, June 17, 2021

Manchmal macht man Fehler…
Der ein oder andere hat ja mitbekommen, dass ich zusammen mit der Kurzzeitehefrau von Rudi…

Posted by Katja Schneidt on Tuesday, June 22, 2021

Aktualisierung per 20/07/2021

Liebe Betty. Du bist eine unglaublich tolle Frau. Wenn dein Vater Rudi Assauer was gemacht hat, dann richtig und du bist…

Posted by Katja Schneidt on Tuesday, July 20, 2021


Beitragsbild: Peggy und Marco Lachmann-Anke / Pixabay