Halali?

Halali?

Ein Kommentar …


Aus „6“ mach „2“ … Am 10.10. geht’s nunmehr in die 2. Runde … Stichwahl

Grafik: votemanager / ekom21

Im Allgemeinen sollte so eine Direktwahl ja eigentlich nichts mit „Partei“ zu tun haben. Eigentlich …

Da „Schubladendenken“ jedoch zur Zeit ziemlich „en vogue“ ist, erleichtert dies wohl für die Mehrheit der Wähler die Entscheidung. Man muss sich nicht mit der Person, sprich‘ dem Kandidaten und seinen Qualifikationen und erst recht nicht mit den Aufgaben eines Bürgermeisters als Verwaltungschef beschäftigen.

Man legt parteipolitische Inhalte – der Einfachheit halber – auf den Kandidaten um.

So mancher Kandidat profitiert von diesem „Desinteresse“ des Wählers an seinen eigentlichen persönlichen, beruflichen, sowie fachlichen Qualifikationen. Auch gehört die Unkenntnis des Wählers über die eigentlichen Aufgaben eines Bürgermeisters mit ins „Politische Kalkül“.

Man sieht halt nur, -was man sehen will.
„Leider“, kann ich da nur – kopfschüttelnd – sagen, zumal bei dem ein oder anderem Kandidaten nachweislich die Mankos überwiegen. Aber hey … In Zeiten, in denen das „Peter-Prinzip“ bei „politischen“ Karrieren zum üblichen modus operandi gehört, ist es nicht verwunderlich, wenn ein Ortsverband „seinen“ Kandidaten für dieses Amt dermaßen „pusht“ …

Dem Fazit des Kreis-Anzeigers „Die Wahlergebnisse von Stefan Zielenkiewitz (parteilos, 1,57 Prozent) und des rechtsextremen Daniel Lachmann (NPD, 3,90 Prozent) taugen allenfalls als Randnotizen eines langen Büdinger Wahlabends.1Zitat: Petra Ihm-Fahle und Björn Leo, „Harris gegen Majunke – Showdown in Büdingen„, Kreis-Anzeiger v. 26.09.2021 [€] ist kaum etwas hinzuzufügen, da es den Nagel ziemlich auf den Kopf trifft. Von beiden war kaum etwas zu vernehmen. Der eine wurde ignoriert, der andere ignorierte.

Der Mann voller Ideen2Zitat: Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz – ein Mann voller Ideen„, Kreis-Anzeiger v. 16.09.2021 [€], der sich qualitativ in Pole-Position3Zitat: Petra Ihm-Fahle und Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz sieht sich qualitativ in Pole-Position„, Kreis-Anzeiger v. 09.09.2021 [€] sah, ist am 30.07. als Tiger gesprungen, um letztendlich am 26.09. als Bettvorleger zu landen?!


Am 10. Oktober heißt es nun also „Harris“ vs. „Majunke“.

Sollte Majunke allerdings weiterhin propagieren, „in die Fußstapfen“ von Spamer treten zu wollen, wird ihn dies vermutlich diese Stichwahl kosten. Es hat ihn m.E. bereits schon bei diesem ersten Wahlgang ca. 10% der Wählerstimmen gekostet.

Wer in die Fußstapfen anderer tritt, hinterlässt keine eigenen Spuren4Zitat: Wilhelm Busch. Und um die eigenen sollte es eigentlich gehen.

Will er das Feld wirklich einem „Politzögling“ ohne jegliche Führungserfahrung mit suboptimaler Vorsitztätigkeit in einem Beirat für Wirtschaftsförderung überlassen, dessen hauptberufliches Karriere – EEG nach 27 Jahren lediglich durch eine Nulllinie gekennzeichnet ist?

Er hat – im Vergleich zu Harris – einen absolut pfiffigen, erfrischend offenen, sowie „modernen“ Wahlkampf geführt, in dem er u.a. Fragen von Mitbürgern in den Vordergrund stellte und sich öffentlich mit diesen – z.B. auch in seinen Videos, die er via der sozialen Netzwerke lancierte – auseinandersetzte.

Während sich sein Kontrahent schon monatelang in aller Seelenruhe warmlaufen konnte, war er, nachdem Spamer aus heiterem Himmel seine Kandidatur zurückzog, plötzlich „Bürgermeisterkandidat“, musste innerhalb kürzester Zeit seinen Wahlkampf auf die Beine stellen.

Dank zahlreicher Mitstreiter konnte er einen Wahlkampf führen, der seinem Namen gerecht wurde und – man kann es nicht anders sagen – sehr gut initiiert war.

Indem man allerdings – angeblich – „in die Fußstapfen“ desjenigen treten will, der seinen langjährigen Mitstreitern aus heiterem Himmel trotzig alles vor die Füße geworfen hat, tritt man nicht nur dieses positive und absolut respektable Engagement seiner Mitstreiter in die Tonne, sondern vermasselt sich ggf. auch die Chance auf dieses Amt.

Da dürfte es dann auch herzlich wenig helfen, pressewirksam zur „Aufholjagd“5Björn Leo, „Rückenwind und Optimismus Kommentar: Alles andere als ideal„, Kreis-Anzeiger v. 28.09.2021 8€] blasen zu wollen.

Mann des Ausgleichs6Petra Ihm-Fahle und Björn Leo, „Ulrich Majunke: Ich bin ein Mann des Ausgleichs“, Kreis-Anzeiger v. 10.09.2021 [€] hin oder her … Wer everybody’s Darling sein will, ist sehr schnell everybody’s Depp.

Das Schweigen des Amtsinhabers ob Majunkes Wahlergebnis‘ dürfte doch ebenfalls für sich sprechen?!

Da kann man auch ruhigen Gewissens mal klare Kante zeigen, indem man seinem Unmut über solch‘ Trotzreaktion freien Lauf lässt und entsprechend kommuniziert. Die Art und Weise, die sich der Amtsinhaber am 02.07.20217Es folgt eine persönliche Erklärung von Bürgermeister Spamer: Er habe sich entschlossen, nicht mehr als Bürgermeister zu kandidieren. Er wünsche Herrn Harris viel Erfolg für seine Kandidatur. Er bedanke sich für die Zusammenarbeit und bitte um Verständnis, dass er heute nicht weiter an der Sitzung teilnehmen werde.“ | Niederschrift Stadtverordnetenversammlung v. 02.07.2021 „geleistet“ hat, ist unterste Schublade. Sollte man auch nicht schönreden.

Ergo sollte sich Majunke nunmehr entscheiden, ob er gleich das „Halali“ verbläst und uns allen den Urnengang erspart oder das Amt wirklich will und zur „Begrüßung“ und „Aufbruch zur Jagd“ bläst …

Über den Autor

hinteregger administrator

Zugereister Österreicher, der seine ganz persönlichen Ansichten zu seinen (realen sowie virtuellen) Alltagserlebnissen in und um seine Wahlheimat Büdingen (Hessen) wiedergibt. "Granteln" seinerseits inklusive 😉

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