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Herzblatt

Eine Glosse …

Irgendwie hat so ein Bürgermeisterwahlkampf doch was von „Herzblatt„. Finden Sie nicht auch?

Die Kandidaten stellen sich vor, zeigen sich von ihrer Schokoladenseite, versuchen, charmant sowohl zu beeindrucken als auch von sich zu überzeugen. Für den krönenden Abschluss sorgt – nach Susis amüsanter Zusammenfassung – die Frage, wer denn nun das Herzblatt sein soll. Im Anschluss verbringt man miteinander einen Tag und zieht eine Woche später vor laufender Kamera ein Fazit, ob’s „Top“ oder „Flop“ war.

Ähnlich verhält es sich mit den Kandidaten eines Bürgermeisterwahlkampfs.

Nachdem ein Wahlkampfausschuss die bisherigen Bewerber mit der Zulassung öffentlich (sozusagen „amtlich“) zu Kandidaten erklärt hat, beginnt damit die sog. „heiße Phase“, sprich‘: „Schaulaufen“ à là vorstellen, beeindrucken, überzeugen.

Auf welchen Kandidaten der ein oder andere schlußendlich abfährt, ist – wie so vieles im Leben – wohl reine Geschmackssache und hat im Allgemeinen mehr mit Sympathie / Antipathie denn nüchterner und pragmatischer Wahl aufgrund beruflicher Qualifikation zu tun.

Nachdem der derzeit Amtierende Anfang Juli vollkommen überraschend erklärte, nicht mehr kandidieren zu wollen, sah es doch kurzfristig aus, als hätte man nur noch das, was man allgemein als „Qual der Wahl“ bezeichnet.

Dies hat sich jedoch seit dem 30/07/2021 geändert, so daß nunmehr offiziell 6 Kandidaten im Rennen sind und Susi an dieser Stelle wohl fragen würde:

„So, lieber Wähler. Wer soll denn nun Dein Herzblatt sein?“

Kandidat 1, der brave Vorzeigeschwiegersohn, mit dem es sicher nicht langweilig oder einsam wird, da seine politischen Freunde – stets bemüht, ihn ins rechte Licht zu rücken – immer dabei sind und dem eigentlich nur noch die Tattoos „Jules“ und „Rooobeeert“ auf den Unterarmen1„Männlich und markant – fehlt nur noch das Tattoo. An dieser Stelle ein Vorschlag: Sollte Harris die Wahl gewinnen, dann könnte er sich doch in geschwungener Schrift die Namen „Robert“ und „Jules“ auf die Unterarme tätowieren lassen.“ Björn Leo: „Politik ist sexy“, Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, S. 26 fehlen, um „Männlich und markant2Björn Leo: „Politik ist sexy“, Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, S. 26 den Rathausstuhl zu erobern oder

Kandidat 2, der mehr „Ecken und Kanten3Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14 hat, als man es an seiner „Körperkontur ablesen kann4Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14, „keine Politik für Fürsten, Investoren und Unternehmen machen5Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14will und nicht zu den „bequemsten politischen Weggefährten6Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14 gehört, jedoch gerne beim Riwwelkuchenbacken7FB Seite „Rolf Kleta Bürgermeisterkandidat für Büdingen hilft oder

Kandidat 3, der nette Bursch‘ vom Berg, der mit Bits und Bytes jongliert, wie kein anderer, „rational statt ideologisch“ „infrastrukturelle Bedürfnisse wie Energieversorgung und Mobilität mit der Umwelt in Einklang bringen8[Schwerpunkt „Infrastruktur und Umwelt“, Website Robin Mai will, um mit diesen „idealen Startmöglichkeiten9Schwerpunkt „Soziales“, Website Robin Mai in neue digitale Sphären zu schweben oder

Kandidat 410Zum Zeitpunkt dieser Glosse war eine offizielle Website des Kandidaten, auf der er sein Wahlprogramm vorstellt, nicht aufzufinden, der pöse „hünenhafte“ Purche, mit dem es – ob Strickjacke, Longsleeve11Klaus Nissen: „Landrat wirft Nazis raus“, Der neue Landbote v. 27.03.2015 | „Noch mehr Flüchtlinge“, Der neue Landbote v. 28.11.2015 oder Anzug – sicher nicht langweilig wird, da er für einen Eklat12Petra Ihm Fahle, „Eklat im Büdinger Parlament wegen fehlender Maske“, Kreis-Anzeiger v. 31.08.2020 [€]nach dem anderen13[Petra Ihm-Fahle, „NPD sorgt für Eklat im Büdinger Parlament“, Kreis-Anzeiger v. 31.05.2021 [€] sorgt und sicher gerne die Leiter hält, wenn man ihm beim Plakate aufhängen (und die hängen immer hoch) hilft oder

Kandidat 514Zum Zeitpunkt dieser Glosse war eine offizielle Website des Kandidaten, auf der er sein Wahlprogramm vorstellt, nicht aufzufinden, der hoch motivierte „Macher15Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€], der – ca. ein ½ Jahr hier lebend und daher mehrheitlich unbekannt – sein großes Netzwerk gleich selber mitbringt, um seine Visionen in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln,16Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] weil „inaktiv zu sein17Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] nun mal nicht „sein Ding18Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] ist oder aber ist es 

Kandidat 6, der hemdsärmelige Handwerker, der anpacken will19„Ulrich Majunke will „anpacken für ganz Büdingen“, PM v. 06.08.2021, Kreis-Anzeiger, es gewohnt ist, klare Entscheidungen zu treffen20„Als Unternehmer sei er es gewohnt, klare Entscheidungen zu treffen“, Björn Leo, „Ulrich Majunke will – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€], „mit offenem Visier nach vorne21„“Ich gehe mit offenem Visier nach vorne“, sagt er im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger. Und fügt selbstbewusst hinzu: „Ich kann Bürgermeister.““ Björn Leo, „Ulrich Majunke – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€]geht, „kein Mann für schlechtes Wetter ist22 Björn Leo, „Ulrich Majunke – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€] und sich sowohl für die jüngsten Einwohner als auch Lebensexperten23Video Ulrich Majunke einsetzen will.

So, lieber Wähler. „Wer“ soll denn nun für die nächsten sechs Jahre Dein Herzblatt sein?


Beitragsbild: Here and now, unfortunately, ends my journey on Pixabay / Pixabay

Hühnermobil

Vor kurzem habe ich in einer FB-Gruppe gefragt, wo man – vorzugsweise in der Kernstadt (wegen der Fahrerei) – ggf. auch in unseren Büdinger Ortsteilen eigentlich landwirtschaftliche Erzeugnisse kaufen kann. So die ganze Palette aus Milcherzeugnissen (Butter, Milch, etc.), Gemüse, Fleisch (Rind, Schwein, Wild, Geflügel, Lamm, Ziege, etc.), Obst, etc. etc. pp. 

Zu meinem großen Erstaunen war die Resonanz – sagen wir mal – „sehr verhalten“. Keine Ahnung warum, aber entweder wollte oder konnte man mir schlichtweg (aus Unkenntnis) nicht antworten. Irgendwie peinlich, denn wir leben hier „auf dem Land“ und es gibt doch einige land- und forstwirtschaftliche Betriebe hier.

Das brachte mich auf die Idee, einfach auf diesem Blog eine kleine Serie in der Kategorie „Frisches Büdingen“ zu starten, da ich sicher nicht die einzige bin, die die familiäre Ernährung (gesundheitsbedingt) ein wenig umstellen will. Also werde ich mich nach und nach mal auf Spurensuche begeben 😉.

Da ich bereits seit knapp einem Jahr schon Hühnereier vom Hühnermobil hole, lag es einfach nahe, Yvonne Michel anzusprechen und zu fragen, ob ich Fotos machen und diese veröffentlichen dürfe. Ich hab‘ mich echt gefreut, als sie mir sofort antwortete und sogar anbot, mich ins Gehege mitzunehmen. Also: Ab ins Auto, vorher die Eier geholt („Eier PickUp“ in der Mühltorstr. 31), dann zum Hühnermobil (L3010, gegenüber Parkplatz Freibad der Stadt Büdingen).

Kurze Zeit später stand ich mittendrin … im umzäunten Gehege des Hühnermobils, inmitten einer Schar von Hennen, über die „Torsten“, „René“ und „Reinhard“ – mit Argusaugen und geschwellter Brust – wachen.

Die Hennen … absolut „tiefenentspannt“ liegen sie in ihren Sandkuhlen, nehmen in aller Ruhe ein „Sandbad“, wälzen sich, reinigen in aller Ruhe ihre Gefieder. Ob wir da durchstapfen oder nicht … vollkommen wurschtig. „Da hinten wachsen auch wild Kürbis und Tomaten“ sagt Yvonne Michel schmunzelnd und deutet auf ein riesiges Stück saftiges Grün.

Auch durfte ich endlich mal die Hennen kennenlernen, die die grünen Eier fabrizieren 😉

[Dass ich in meinem Leben zum allerersten Mal grüne Eier beim erstmaligem Einkauf beim Hühnermobil gesehen habe, darf ich auch keinem erzählen. Auch nicht von meinem ungläubigen Blick, als mir Yvonne Michel freudig erzählte, daß auch „lila Eier“ im Repertoire sind. Wenn die Hennen so weitermachen und bereits für „Farbe“ sorgen, erspart man sich zu Ostern vielleicht bald das Färben 😉 ]

Fuchs und Habicht haben sich in der Vergangenheit bereits ebenfalls an diesem reich gedeckten Tisch bedient, erzählt Yvonne Michel. Eine Wildkamera habe man installiert, um zu eruieren, wo der Fuchs eigentlich genau durchkomme. Daraufhin habe man – auch weil die Hennen über den Zaun in den Graben der Landstraße geflogen seien – erst einmal die Umzäunung erhöht. Letztendlich müsse man halt aber nun einmal damit rechnen, daß ab und an die Natur ihren Lauf nimmt und der gackernde Nahrungsmittellieferant selber zur Nahrung wird.

Mein persönliches Fazit:

Ich hole dort gerne die Hühnereier – einfach, weil sie lecker sind. Ich weiß, wo sie herkommen und nun hatte ich auch die Möglichkeit, die „Produzenten“ in ihrem Zuhause näher kennenzulernen. Was will man eigentlich mehr?

Es gefällt mir auch, daß ich 24/7/365 die Möglichkeit habe, die Eier zu holen. Nicht aus einem Automaten, sondern gekühlt aus dem Isokarton. Auf einer roten Kommode stehend, drappiert von selbstgemachten Fruchtaufstrichen. Die Kasse … die Kasse ist ein Loch in der Kommode. Also: Passend Kleingeld sollte man dabei haben 😉 . Finde ich irgendwie „charmanter“ als so einen Automaten (der sicher praktisch und vielfältige Möglichkeiten bietet, aber irgendwie „steril“ wirkt – mein Empfinden).

Prima fand ich auch, daß die Eier (die wohl noch etwas „kleingeraten“ sind) der Junghennen, eine Zeitlang für € 2,– der 10-er Pack angeboten wurden, obwohl der Aufwand derselbe ist. Fand ich sehr fair.

Ich habe im persönlichen Gespräch mit Yvonne Michel soviel Informationen erhalten, für die ich wirklich dankbar bin, weil ich wieder einiges lernen durfte. Hatte ich geglaubt, ich würde der Umwelt was Gutes tun, indem ich z.B. die Eierkartons zum Zwecke der Wiederverwendung retourniere, wurde ich eines Besseren belehrt. Die Wahrscheinlichkeit, daß gebrauchte Eierkartons mit Keimen und Krankheitserregern, wie z.B. Salmonellen, infiziert sind, ist zu hoch. Kartonage kann auch nicht entsprechend den Hygienevorschriften wiederverwendbarer Verpackung gereinigt werden.

[Ergo: Eierkartons werde ich dann halt zukünftig wegschmeißen. Hinsichtlich Hygiene / Wiederverwendung irgendwie noch nachvollziehbar; was die Produktion von weiteren Müll betrifft, irgendwie jedoch „hirnrissig“ oder?.]

Dass dem Cousin die Rinder (Limousine, Charolais) hinter dem Hühnermobil gehören, ist wohl ein kleiner „Wink“ und wird daher – hoffe ich mal – einer meiner nächsten Ausflüge werden 😉

Auch, daß es Hundehalter gibt, die zwar ordentlich den Hundekot mit dem Hundekotbeutel entfernen, diesen jedoch dann in den Feldern der Landwirte entsorgen, werde ich noch mal näher hinterfragen. Soooo war das mit den Hundekotbeuteln eigentlich nicht gedacht.

Ich habe viele viele Eindrücke gewinnen dürfen und wenn ich jetzt am Hühnermobil vorbeifahre, ertappe ich mich dabei, wie ich bewußter nach den Hühnern schaue und mich frage, ob „Mutter Michel“ schon die Eier eingesammelt hat.

„Ei ❤️ you“ … treffender hätte man dies wohl kaum auf den Punkt bringen können. Der Name ist „Programm“ 😉