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Statements

Ein interessantes Statement,

das dieser Verein „Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt e.V.“ am 12.03.2021 via „facebook“ veröffentlicht hat.

Am 13.03.2021 kommentierte der „Verein“: „Ein ergänzender Hinweis: Selbstverständlich wurden auch die übrigen Fraktionen der demokratischen Parteien im Büdinger Stadtparlament eingeladen, sich am Wahlaufruf zu beteiligen. Die FDP Büdingen hat dies abgelehnt. Die Pro Vernunft Büdingen hat bislang nicht geantwortet.“

Da nicht erwähnt wird, „wer“ „für“ den „Verein“ kommentiert, ist davon auszugehen, daß dies die Person ist, die gemäß § 5 TMG genannt ist. In diesem Fall also wohl der „Vorsitzende“.

Selbiger kommentierte (ebenfalls am 13.03.2021) auf dem privaten Profil eines SPD’lers, der dieses Statement dort öffentlich teilte, als Antwort auf einen Kommentator: „… auch wenn es rethorisch gemeint war, gebe ich gerne noch etwas Hintergrundinfo, da es durchaus relevant ist. Die AfD wurde nicht gefragt und hätte selbst Gelegenheit sich zu äußern. Pro Vernunft hat sich nicht äußern wollen und die FDP hat sich explizit dagegen entschieden. Das gibt natürlich Spielraum für Spekulationen.

Dass sich „Hinweis“ und „Hintergrundinfo“ in – nicht unwichtigen – Nuancen unterscheiden, führe ich an dieser Stelle nicht weiter aus, da es – für mich – uninteressant ist.

Wesentlich interessanter als das „Statement“ an sich, ist für mich eher das dazugehörende Bild.

Vorab:
Gottseidank ist eine FDP auf diesem „Bildchen“ nicht zu finden – noch dazu i.V. mit „diesem“ Verein. Ich bin eigentlich sehr positiv vom liberalen Format, das die hiesige FDP in letzter Zeit mehr und mehr durch ihr sachliches Auftreten zurückgewinnt, angetan und sehe daher auch keinerlei Spielraum für etwaige Spekulationen, nur weil eine Fraktion „Format“ (und „Weitsicht“?) beweist und sich der „Wahlkampfaktion“ eines (gemeinnützigen) Vereins nicht anschließt. Wie man „klare Kante“ zeigt, sollte doch jedem überlassen bleiben.

Kurz, präzise und prägnant der, am 12.03.2021 veröffentlichte, Wahlaufruf der FDP Büdingen. Verständlich – in 2 Sätzen – alles gesagt. Geht also auch ohne Wahlk(r)ampfgeschwurbel, sprich‘ „Wahlkampfparolen“ und „Selbstbeweihräucherung“.

Dieses „Bild“

ist aus zweierlei Gründen für mich sehr aufschlussreich.

Einerseits, weil es meine – im politischen Spektrum – vermutete (linkspolitische) Verortung dieser Fraktionen nunmehr „offiziell“ bestätigen dürfte.

Andererseits das – nunmehr offizielle – „Bekenntnis“ der abgebildeten Fraktionen zu diesem Verein.
Sollte es also zukünftig um Zuschüsse / Förderungen dieses Vereins in der Stadtverordnetenversammlung gehen, weiß man zumindest, welche Fraktionen den Saal wegen Befangenheit verlassen und darüber nicht abstimmen werden. Dazu bedarf es vermutlich – in diesem Fall – noch nicht einmal einer Mitgliedschaft in diesem Verein.

Zumindest lässt dieser Sachverhalt doch „Spielraum für Spekulationen“ … 😉

Und Tschüss …

Ein Mittwoch Nachmittag gegen Februarende in Büdingen.
Ich hab‘ tierisch Kohldampf und hüpfe, nachdem ich meinen Filius bei einem Termin abgesetzt habe, schnell beim Metzger rein, um mir 3 belegte Semmeln zu holen. Leider nur noch 1 da. Die freundliche Mitarbeiterin schlägt mir vor, schnell zum „Naumann“ zu laufen und noch 2 Semmeln zu holen, damit meine Bestellung ausgeführt werden kann.

Gesagt, getan.
Bin allerdings etwas irritiert, weil man den Seitenein- und nicht den Vordereingang, der einwandfrei funktioniert, nutzen soll. Betrete einen vollkommen dunklen Laden und frage mich, ob überhaupt geöffnet ist. Es ist ca. 15h … ergo normale Öffnungszeit.

Kein Mitarbeiter hinter der – durch Plexiglas „Corona gesicherten“ Verkaufstheke, vollkommen dunkler Laden, mit Ausnahme von mir, keine anderen Kunden. Nachdem nach – gefühlten – 5 Minuten immer noch keiner kommt, mache ich durch Rufen auf mich aufmerksam.

Nachdem eine junge Dame endlich hervorkam, wies sie mich auf das Fehlen einer Maske hin. Ich erklärte Ihr, daß ich davon „befreit“ sei und nur 2 Brötchen holen wolle. Daraufhin erklärte sie  mir, daß die Hausdirektive besagt, daß Kunden ohne Maske nicht bedient werden. Hätte sie mir mitgeteilt, daß sie mir keine Brötchen verkaufen wolle, hätte ich dies – aufgrund des Hausrechts (§858 BGB ff.) i.V. mit dem sog. Kontrahierungszwang – akzeptieren müssen. Da jedoch der Verweis auf die Hausdirektive „Kunden ohne Masken werden prinzipiell nicht bedient“ folgte, dürfte dies – vermutlich nicht nur in meinem Fall – juristisch zwiespältig sein.

Abgesehen von der Tatsache, daß ich – aufgrund zahlreicher negativen Erfahrungen – die Dienstleistungen der hier ansässigen Naumann – Filialen schon seit längerem nicht mehr in Anspruch nehme und nur im Notfall darauf zurückgreife, hat mich dieser „Vorfall“ zumindest in meiner Entscheidung bestätigt, nunmehr gänzlich auf andere Berufskollegen auszuweichen. Einem Kontrahierungszwang unterliegt eben – vice versa – auch ein Verbraucher nicht. Man muss ja nicht unbedingt dort sein Brot kaufen.

Und, falls nunmehr – reflexartig – der Vorwurf laut wird, daß man dies doch direkt mit dem Betroffenen klären soll … Ist ebenfalls erfolgt. Via Mail schilderte ich die obige Sachlage, wies – vollkommen wertfrei und informativ – auf ggf. juristische Widersprüche hin und bat, doch zumindest diese Hausdirektive nach außen hin kenntlich zu machen. Als Antwort erhielt ich eine – durch einen Juristen aufgesetzt – Antwort retour, dessen Inhalt mich sehr amüsierte, da – in meinem speziellen Fall – äußerst widersprüchlich, da darauf m.E. nicht eingehend.

Sei’s drum. Ich antwortete relativ kurz, mit Dank für die Zeit, sowie Kenntnisnahme dieser Hausdirektive nebst Hinweis, daß ich es als falsch empfinden würde, „über“ die Firma in der Öffentlichkeit zu sprechen, als mich damit direkt auch an diese zu wenden.

2021-03-04 Bäckerei Naumann, HIT Markt
Bild: H. Messerschmidt (privat) – Bäckerei Naumann, HIT Markt Büdingen

Finde ich gut, weil sich jeder nunmehr sein eigenes Bild machen kann und entscheiden kann, wie er damit umgeht.

Meine Entscheidung ist relativ einfach … „Und Tschüss!“ …

Bild: (H. Messerschmidt) – Bäckerei Naumann, Berliner Str., Büdingen

Aktualisierung(en):

18.03.2021 – Info seitens einer Mitbürgerin erhalten, daß die, hier aufgeführten, Hinweisschilder aus sämtlichen Filialen entfernt wurden. Des Weiteren wurde sie, nach eigener Aussage ihr Attest offen tragend, ohne weitere Hinweise seitens des Verkaufspersonals bedient.

Grüne #fakenews

Die Büdinger Grüne befinden sich vermutlich nicht nur im Kommunalwahlkampf, sondern wohl im (hochgeschaltetem) Modus eines Bundestagswahlkampfes?!

Anders wäre die Aussage

Bezahlbarer Wohnraum ist ein Grundrecht

Posted by Büdinger Grüne on Monday, February 15, 2021

wohl nicht zu erklären?!

Dass natürlich keinerlei Antwort auf die Nachfrage des Artikels im GG, aus dem sich dieses angebliche „Grundrecht“ ergibt, kam, dürfte sowohl in der – auf Gegenseitigkeit basierenden – Antipathie als auch in dem „Nicht Vorhandensein“ eines solchen Artikels im GG begründet sein. Mit „Fakten“ ist das so eine „grüne“ Sache …

Die Aussage: „Bezahlbarer Wohnraum ist ein Grundrecht“ ist demnach eine Falschaussage, weil nun einmal kein Grundrecht.

Wird auch dadurch nicht richtiger, daß es immer wieder von Protagonisten des linkspolitischen Spektrums propagiert wird. Die Linke [vorm. SED] ist sowohl 2010 als auch erneut 2020 mit ihrem Antrag auf Änderung des GG qua Schaffung Art. 14a „Grundrecht auf bezahlbaren Wohnraum“ gescheitert.

#fakenews … „grün“ produziert und hoffentlich baldigst von den Baerbock’schen „Kobolde“ entsorgt.

Briefwahl

Das erste Mal, daß ich via Briefwahl bei einer Kommunalwahl teilnehme. Ich muß sagen, daß dies – gerade in diesem Jahr – eine gute Entscheidung war. Ich habe schlichtweg „keinen Bock“ auf irgendwelche Diskussionen, Einschränkungen à là „Maske“, „AHA-Regeln“, etc. pp., nur weil diese „Corona-Paniker“ immer noch unterwegs sind (Ich glaube, wenn man denen erzählt, daß das Virus ab 1m Höhe ansteckend ist, fangen sie auch noch an zu kriechen. Die Leut‘ scheinen inzwischen wirklich so „verblödet“ zu sein?!)

Ergo schien mir die Briefwahl – aus vorgenannten Gründen – eigentlich doch als ganz vernünftige, sowie wesentlich „entspanntere“, Alternative.

Die Zusendung der Briefwahlunterlagen seitens der Stadt Büdingen erfolgte erstaunlicherweise auch prompt nach Eingang meines formlosen Antrags via Email. Diese schnelle Erledigung ist ja nun aufgrund der außerordentlichen Umstände eines Hochwassers, das auch unsere Stadtverwaltung nicht verschont hat, nicht selbstverständlich. Hierfür also erst einmal ein herzliches „Dankeschön“.

Kumulieren und Panaschieren“ habe ich inzwischen echt „drauf“. Kreistags-, Stadtverordneten– sowie Ortsbeiratswahl waren erstaunlicherweise „ratzfatz“ erledigt. Zwischendurch immer mal wieder eine Tasse Kaffee zur Beruhigung (bei so manch‘ Kandidaten muß man aufpassen, daß man sich nicht vor Schreck verschluckt). Alles in den Umschlag, ab in den Briefkasten … Feddisch!

Gut, daß ich das schon mal als erledigt abhaken kann. Mit ein bisserl Abstand lässt es sich doch gleich wesentlich entspannter aufregen … 😇

Ja, ich gebe zu, daß mich zahlreiche kommunalpolitische Protagonisten – Fraktions- / Parteiübergreifend – mit ihrer Selbstdarstellung aufregen und meinen Adrenalinpegel sekundenschnell von 0 auf 100 in die Höhe schnellen lassen.

Wie z.B. kürzlich die suboptimale „Performance“ einer „FWG Wetterau“.

Das kommunalpolitische Universum dieser „FWG Wetterau“ dürfte zumindest zahlreiche Äußerungen manch‘ Büdinger Protagonisten erklären, wenn man diese politische Verortungen mal näher betrachtet …

Bilder sagen mehr als 1.000 Worte!
Bei der Kommunalwahl gilt es die Richtung für die nächsten Jahre daheim einzuschlagen.
#hessenverbessern #bürgerwillen durchsetzen

Posted by FREIE WÄHLER Hessen on Thursday, February 4, 2021

Daß – im Gegensatz zur Realität des aktuellen Kreistags – z.B. weder „FDP“, „NPD“ oder „Piratenpartei“ in diesem „Universum“ existieren, ist demnach „wie“ genau aufzufassen?

Eigentlich sollte man sich inzwischen weder wundern noch aufregen, herrscht doch – gefühlt – im Wahlk(r)ampf das Pippi Langstrumpf Motto: „Ich mach mir die Welt, widde widde wie sie mir gefällt“. Dies allerdings „Parteiübergreifend“, um im Duktus dieser Wählergemeinschaft zu bleiben (Dass Fraktionen nicht identisch mit Parteien sind, scheint sich in diesen Kreisen vermutlich wohl auch noch nicht herumgesprochen zu haben?!).

Dieses „Universum“ … zumindest für manch‘ Büdinger Protagonisten dieser „Wählergemeinschaft“ mit ihrem unermüdlichen „Blöken gegen Rechts“ vermutlich der „Place to be“ … kann man, muß man aber wohl nicht verstehen.

„Sprüche“, „Hashtagslogans“ und immer wiederkehrende Themen, die bis dato nicht in den Griff bekommen wurden, scheinen zumindest noch wahlkampftauglich zu sein, wenn man sie partout nicht lösen kann (will?!).

Wenn man doch wenigstens noch die „heiße Luft“, die während eines Wahlk(r)ampfs so produziert wird, konstruktiv nutzen könnte … Dann würd‘ dieses ganze Wahlkampfgetöse ja wenigstens noch Sinn machen …

Positiv an dem diesjährigen Kommunalwahlkampf ist allerdings, daß man von Wahlwerbung, Wahlkampfständen und plötzlichen Haustürbesuchen verschont bleibt.

Kommunalwahlkampf in diesem Jahr: Digital. Internet und sozialen Netzwerken sei Dank.

Hat u.a. den positiven Nebeneffekt, daß alle Listen nunmehr ihre Kandidaten mit Bild und kurzer Vita vorstellen. Erstmals erhält man dadurch zumindest mal die Möglichkeit, die zahlreichen Namen auf dem Stimmzettel zumindest mal mit einem „Bild“ verknüpfen zu können.

Wer sich allerdings für die hiesige Kommunalpolitik interessiert, benötigt m.E. sowieso diese übliche und immer wiederkehrende Phrasendrescherei eines Wahlkampfes nicht. Auch sind einem die Kandidaten mehrheitlich bekannt. Viele davon auch noch persönlich.

In Anbetracht der Tatsache, daß viele Gewerbetreibende seit einem Jahr um ihre Existenz kämpfen, einige es beruflich vermutlich nicht schaffen werden – in Büdingen und Umgebung viele Menschen zusätzlich noch mit den Folgen des Hochwassers zu kämpfen haben – , ist es mehr als wohltuend, weder Wahlkampfstände noch diesen üblichen Straßenwahlkampf an Haustüren ertragen zu müssen. Auch von den üblichen Wahlkampfveranstaltungen bleibt man in diesem Jahr verschont. Und – mal ganz ehrlich – wer braucht schon diese Billigst-Wahlkampfgeschenke?

Zumindest haben die Druckereien in dieser Zeit mit dem Drucken der Wahlplakate ein wenig ihr Auskommen und so manche Kandidaten das Glück, daß sich der Unmut über die aktuelle Lage nicht an einem Wahlkampfstand oder der Haustür entlädt.


Einspruch!

Quel Scandal! Da hat doch der Wahlleiter der Stadt Büdingen die Liste der „FDP“ Büdingen (5) unterhalb der Liste der „AfD“(4) positioniert.

Geht vermutlich wohl gar nicht. Daraufhin hat die „FDP“ „Einspruch gegen die Gestaltung des Stimmzettels“ beim Wahlleiter eingelegt. Dies mit der Begründung, daß diese Anordnung ggf. mit dem „Grundsatz der fairen Wahl“ unvereinbar ist.

„Den“ kannte ich allerdings bisher noch nicht. Mir waren bisher nur die Wahlrechtsgrundsätze aus Art. 28 Abs. 1, Satz 2 GG und Art. 38 Abs. 1, Satz 1 GG, sowie aus §1, Hessisches Kommunalwahlgesetz (KWG) bekannt. Aber gut … wir sind in Büdingen. Hier gibt’s demnach dann wohl auch den „Grundsatz der fairen Wahl“ …

Sei’s drum … Wir haben schließlich Kommunalwahlkampf und der „FDP Büdingen“ mißfällt nun einmal die Anordnung ihrer Liste unterhalb der einer „AfD“. So zumindest wirkt es auf mich.

Der Einspruch der „FDP“ ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar, da besagter Stimmzettel gem. den amtlichen Vordrucken (Hier: „KW Nr. 13.2 – Musterstimmzettel – Stand: 01. September 2020„) angefertigt wurde.

Der Wahlleiter hat demnach die Möglichkeit, sich für 1/3 Musterstimmzettel – Varianten zu entscheiden und hat sich wohl in diesem Fall für die KW Nr. 13.2 entschieden. Auf der Seite des hessischen Landeswahlleiters kann man im übrigen die zur Auswahl stehenden Musterstimmzettel nachschauen 😉

Daß hier ggf. mit der Anordnung auf dem Stimmzettel der (ominöse) „Grundsatz der fairen Wahl“ n i c h t eingehalten wird, dürfte daher wohl nicht erfüllt sein, denn die Kandidatenlisten wurden entsprechend der Reihenfolge ihrer Listenplätze ordnungsgemäß angeordnet.

Eine Anordnung gem. der politischen Ausrichtung wird prinzipiell bei Musterstimmzetteln n i c h t vorgenommen. Dies aufgrund der bereits genannten Wahlgrundsätze.

Ergo auch: Wahrung der politischen Neutralität, der eine subjektive Verortung der politischen Ausrichtung der zu wählenden Listen wohl zuwider laufen würde?

👉 Hier geht’s zum Einspruch der FDP Büdingen


Lippenbekenntnisse

Diese Nachricht dürfte wohl bei zahlreichen Büdinger Protagonisten für Schnappatmung gesorgt haben:

Kommunalwahl 2021: AfD tritt erstmals in Büdingen an“ titelte der Kreis-Anzeiger Mitte Dezember des letzten Jahres. Und wer nun im Glauben ist, daß dieser Artikel auch bildlich einen Bezug zu den AfD-Kandidaten herstellt, irrt. Nein, kein Bild, z.B. des AfD-Spitzenkandidaten R. Wassiliew, sondern ein verwitterter und zerschlissener Aufkleber der „Antifa-BI“ auf einem Laternenpfahl in der Vorstadt. Aufschrift: „Gemeinsam gegen Nazis!“

Schelm, wer Böses dabei denkt. In diesem Fall zu dem allzu offensichtlichen „Wink mit dem Zaunpfahl“ (hier wohl eher: „Laternenpfahl“) zu dem Wetterauer Kreisbeigeordneten, MdL und Sprecher des Wetterauer AfD Kreisverbands, Andreas Lichert, der sich im o.a. Artikel zur Kandidatur seiner Partei in Büdingen äußert.

Dass die Partei ihre Kandidaten erst noch bekannt geben wird, ist – in Anbetracht derer, die ob dieser Mitteilung vermutlich schon jetzt Schaum vorm Mund haben – nachvollziehbar. Gleichzeitig ist es aber auch symptomatisch für die aktuelle politische Atmosphäre. Nicht nur hier bei uns.

Was ist das für eine „Demokratie“, in der Kandidaten mit ihrer Kandidatur auf einer politischen Liste, Angst vor Restriktionen, ggf. sogar persönlichen Angriffen, haben müssen?

Den Anfang macht – wen wundert’s – unmittelbar zu Beginn dieses neuen Jahres, ein Artikel, der durch eine „Antifa-BI“ geprägt ist: „Büdingen hingegen habe nun mit AfD und NPD mit gleich zwei Listen der extremen Rechten zu kämpfen. „Die Konkurrenz zwischen AfD und NPD, die sich inhaltlich und von der Zielgruppe her überschneiden, wird die NPD hoffentlich weiter Stimmen, Mandate und damit verbunden auch Gelder kosten“, hofft die Antifa-Bi. Für alle demokratisch und antifaschistisch eingestellten Menschen sei es nun wichtig, der hessischen Neonazi-Szene in ihren Hochburgen inhaltlich etwas entgegen zu setzen und die Wählenden über die Hintergründe der Parteien aufzuklären.

Dass Büdingen bei der kommenden Kommunalwahl nun „mit AfD und NPD mit gleich zwei Listen der extremen Rechten zu kämpfen habe“ hat wohl kaum etwas mit „Fakten“ zu tun?!

Als „rechtsextrem“ festgestellt ist objektiv einzig eine NPD. Nämlich durch das BVerfG i.R. des Parteiverbotsverfahrens v. 17.01.2017. Die Aussage, daß „mit AfD und NPD mit gleich zwei Listen der extremen Rechten“ ist also falsch und wird auch m.M.n. nicht dadurch „geheilt“, indem man von „extremen Rechten“ und n i c h t von „Rechtsextremen“ spricht.

Die AfD prinzipiell als extrem Rechts zu verorten, ist eine rein subjektive Meinung. In diesem Fall die eines Vereins, deren Verbreitung durch eine – diesem wohlwollend gegenüberstehende – Presse stattfindet. Das Vermischen „objektiver“ und „subjektiver“ Aussagen ist inzwischen Gang und Gäbe. Gerade dann, wenn es dazu dient, „Feindbilder“ zu schaffen.

[Selbstverständlich hat die AfD, wie die anderen Parteien auch, extreme Flügel.]

Wenn etwas oft genug wiederholt wird, neigt der Mensch dazu, es auch zu glauben. Dasselbe machen wir übrigens auch, wenn wir uns etwas merken / erlernen wollen, wiederholen wir es ständig, um es uns einzuprägen. Somit ist die ständige Wiederholung einer Anapher (hier z.B.: „Rechtsextrem“, „extreme“, „Rechte“) ein wirklich mächtiges und nicht zu unterschätzendes Werkzeug in der Beeinflussung unserer Wahrnehmung.

„Richtig“ wird eine „Meinung“ durch ihre ständige Wiederholung sicher nicht. Auch nicht in diesem Fall. Wenn man allerdings lang genug mit Dreck wirft, wird schon was hängenbleiben. Gerade bei „einfachen Gemütern“. Und die scheinen – gefühlt – in der Mehrheit zu sein (Was sie eigentlich nicht sind. Sie erscheinen nur „lauter“).

Auch die, im Artikel konstruierte, direkte „Konkurrenz“ zwischen einer AfD und NPD anlässlich der kommenden Kommunalwahl, dürfte den tatsächlichen Begebenheiten faktisch widersprechen, da zahlreiche Listen antreten und diese faktisch somit alle in „Konkurrenz“ miteinander stehen. Dies sind hier bei uns in Büdingen „CDU“, „FDP“, „FWG“, „Gruene“, „NPD“, „ProVernunft“, sowie nunmehr – erstmalig – „AfD“.

Dass die „inhaltlichen“, sowie „Zielgruppen“ „Überschneidung“ nicht näher erläutert wird, sondern – wie üblich – in Form von „Behauptungen“ in den Raum gestellt werden, ist halt „Programm“.

Obwohl im darauf folgenden Satz direkt zur „hessischen Neonazi-Szene“ zugeordnet, spekuliert doch eine „Antifa-BI“ öffentlich darauf, daß die Präsenz einer AfD der NPD „weiter Stimmen, Mandate und damit verbunden auch Gelder kosten wird“.

Nicht uninteressant. Die AfD als Mittel zum Zweck der Verdrängung einer NPD aus ihren politisch – mutmaßlichen – „Hochburgen“, bei gleichzeitiger Ankündigung deren „Bekämpfung“. Dies könnte man zumindest inhaltlich aus dem üblich alarmistischen Dystopie-Duktus à là

Für alle demokratisch und antifaschistisch eingestellten Menschen sei es nun wichtig, der hessischen Neonazi-Szene in ihren Hochburgen inhaltlich etwas entgegen zu setzen und die Wählenden über die Hintergründe der Parteien aufzuklären„.

schließen.

Es wird wohl auch noch viel Wasser den Seemenbach hinunterfließen müssen, um dieses – äußerst befremdliche – Demokratieverständnis, das dieser Verein hier an den Tag legt, auch nur Ansatzweise nachvollziehen zu können. Und damit ist weder dessen seinerzeitige Weigerung der Unterzeichnung der Demokratieerklärung noch die damalige „Liaison zwischen dem Vorsitzenden der Antifa-BI Wetterau und einem VS-Spitzel in der NPD“((„VS-Aktivität in Hessen“, Verfasser: „enttäuschung“ v. 12.12.2008, erschienen auf de.indymedia.org/2008/12/235765.shtml, inzwischen gelöscht)) gemeint, sondern das linkspolitische – bis linksextrem – geprägte Politmilieu, in dem sich dieser politideologisch bewegt und sich in dessen Duktus niederschlägt.

Preise, wie z.B. den 2008 erhaltenen Ehrenamtspreis der Wetterauer SPD, 2012 „Zivilcourage vereint“, sowie „Mitglieder, darunter auch die Grünen, die Linken und die Jusos“ dürfte vorangegangene Schlußfolgerung bezüglich „politischem Milieu“ mehr bestätigen denn in Frage stellen.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß sich eben jener dystopische Duktus einer Antifa-BI ein paar Tage später in Form einer Pressemitteilung des Vereins „Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt“ – inhaltlich nahezu deckungsgleich übernommen – im „Kreis-Anzeiger“ wiederfindet.

Während die „Antifa-BI“ die NPD im Visier hatte, nimmt sich das „Bündnis“ nun die AfD vor. In derselben Weise selbstbewusst und in moralisch überlegener Pose titelt dies in seiner Pressemitteilung: „Es wird Zeit, dass sich demokratische Parteien distanzieren„.

So weit, so schlecht.

Der „extrem rechte Block“

Der Verein „fürchtet“, „Der extrem rechte Block im Büdinger Stadtparlament könnte sich zukünftig auf drei Fraktionen verteilen. So verstehen wir die Ankündigung der AfD, zur Kommunalwahl in März nun auch in Büdingen anzutreten“, sagt Bündnis-Vorsitzender Boris Winter.“

Bitte wie?

Von welchen zwei Fraktionen, die demnach aktuell einen „extrem rechten Block“ in der Büdinger Stadtverordnetenversammlung bilden, spricht dieser Winter, der erstmalig auf der Liste der SPD kandidiert, denn hier ohne diese zu benennen?

Und was veranlasst ihn dazu – im Vorfeld dieser Kommunalwahl – die Liste der AfD reflexartig diesem ominösen „extrem rechten Block“ zuzuordnen, sowie deren Kandidaten – unbekannterweise – pauschal als „extrem rechts“ vorzuverurteilen? Gerade dieses Bündnis propagiert doch, „die politische Diskussion und den Bürgerdialog fördern, sowie Vorurteile abbauen und für einen respektvollen Umgang untereinander sorgen„?

Findet diese politische Diskussion, sowie das Abbauen von Vorurteilen und die Sorge um einen respektvollen Umgang untereinander etwa bereits schon in einem (personell noch unbekannten) politischen Konkurrenten seine Grenzen oder folgt Winter damit nur „treu“ der linkspolitischen Politideologie seiner Partei, deren Bundesvorsitzende sich u.a. im Juni des letzten Jahres öffentlich zur Antifa bekannt hat, was ihr – in dieser Pauschalität – Kritik einbrachte?

Es darf daher spekuliert werden, daß der Zeitpunkt der Stellungnahme dieses Vereins – unmittelbar nach Erscheinen dieses Artikels – nicht „rein zufällig“ gewählt wurde.

Auch, daß „Fraktionen“ – und von nichts anderem sprechen wir hier in unserer Stadtverordnetenversammlung – eben nicht identisch mit „Parteien“ sind, sollte er, wenn er schon in diese Stadtverordnetenversammlung hineingewählt werden will, doch zumindest wissen?!

[Die Stadt Büdingen weiß dies zumindest seit 2017. Da durfte sie Lehrgeld zahlen, als sie im Normenkontrollverfahren der NPD vor dem VGH Kassel unterlag. Der VGH erklärte damals die Entschädigungssatzung der Stadt Büdingen, die den Ausschluss von Fraktionszuwendungen für die Büdinger NPD-Fraktion zur Konsequenz hatte, nämlich kurzerhand für unwirksam und führte weiter aus, daß die „politische Anschauung von gewählten Stadtverordneten, die sich zu Fraktionen zusammengeschlossen hätten, daher auch kein sachgerechtes Kriterium für die Zuteilung von Fraktionszuwendungen sei.“ (Az.: 8 C 459/17.N).]

Bislang würden sich erst zwei Kandidaten bekennen

Dass eine Kandidatur auf einer Parteiliste inzwischen einem „Bekenntnis“ gleichkommt, ist selbst mir neu. Es steht wohl jedem frei, über den Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe seiner Kandidatur selber zu entscheiden. Es sollte diesem „Herrn“ daher zu denken geben, daß sich bisher nur zwei Kandidaten entschieden haben, ihre Kandidatur für die AfD-Liste öffentlich zu machen. Den Grund für eine solche Entscheidung „liefert“ z.B. gleichzeitig „sein“ Verein.

Jochen Amann

Einer der Kandidaten, der seine Kandidatur „öffentlich“ gemacht hat. Mit dem Ergebnis, daß sich der stellvertretende Vorsitzende, Lothar Euler, der auf Listenplatz 15 der CDU Büdingen kandidiert, wohl veranlasst sah, diesen in die Nähe einer „Querdenker“-Bewegung zu rücken. Dies, weil Amann in den letzten Monaten sowohl mit „Auftritten als (Haupt-) Redner bei verschiedenen Veranstaltungen aus dem Umfeld der Querdenker-Bewegung“ als auch der Gründung einer „sogenannten Bürgerbewegung“ „aufgefallen“ ist.

„Stasi-Methoden“?

Moment mal! Steht ein Herr Amann etwa unter „Beobachtung“ eines „Bündnis“ und muß sich für seine (privaten / ehrenamtlichen) Engagements auch noch „vor“ diesem rechtfertigen? Ernsthaft jetzt? Was ist denn das für eine krude Sichtweise von „Zivilcourage“?

Dass sich dieser Verein veranlasst sieht, ungefragt Dritte zu maßregeln oder zu belehren scheint wohl der übliche modus operandi zu sein. Zivilcourage also nur, wenn es den „Maßgaben“ dieses Vereins entspricht und auf dessen Wellenlänge liegt? „Das“ muß und sollte niemand unwidersprochen hinnehmen.

[Dass es, neben vielen anderen engagierten Firmen, auch ein Jochen Amann mit seiner Firma war, der ebenso unentgeltlich wie maßgeblich bei der Montage der Übungsanlage einer mobilen Brandmeldeanlage im Brandschutzzentrum in der Orleshäuser Straße mitgearbeitet hat, scheint diesem „Herrn“ wohl entgangen zu sein? Ist wohl deshalb, da dies zu Beginn des letzten Jahres war, nicht mehr im „Beobachtungsraster“ der „letzten Monate“ erfasst worden?!]

„annähernd gleiches Gedankengut wie die NPD“

Dass Lichert „den Wählerinnen und Wählern suggeriert, dass die AfD bei annähernd gleichem Gedankengut salonfähiger sei als die NPD“, lässt sich wirklich aus „Es gibt viele Bürger, die nicht zufrieden sind, aber nicht NPD wählen wollen. Jetzt haben sie eine echte Alternative““) schlußfolgern?

Ich fasse diese Äußerung eher so auf, daß Bürger nicht mehr ungültig (oder gar nicht) wählen, nur weil sie unzufrieden sind, sondern mit der AfD nunmehr eine Alternative zu den bestehenden Listen angeboten bekommen. Dies, um ggf. auch eine „Trotzwahl“, die Büdingen 2016 in helle Aufregung und kurzfristige „Schockstarre“ versetzte, zu vermeiden?!

Dass im gleichen Atemzug der AfD ein „annähernd gleiches Gedankengut wie die NPD“ unterstellt wird, sollte man als „übliche“ und inzwischen überstrapazierte Wahlk(r)ampfpropaganda, wie sie nur allzu gerne vom linkspolitischem Lager propagiert wird, betrachten.

Diese – aus dem Mund Eulers (CDU) – regt daher weder auf noch erstaunt es. Ist doch auch die Übernahme dieses linkspolitischen Duktus logische Konsequenz einer – ehemals stockkonservativen altehrwürdig rechtspolitischen – Partei, die unter der „Raute-Flagge“ Jahr um Jahr weiter in das linkspolitische Fahrwasser gesteuert wurde.

Man sollte sich halt nur bewusst sein, „was“ und „wen“ man in diesem Moment eigentlich vertritt. „Verein“ oder „Partei“. Und in diesem Fall dürfte es doch wohl eher „Partei“ denn „Verein“ sein?!

Distanzierung

Es wird höchste Zeit, dass sich alle in Büdingen vertretenen demokratischen Parteien deutlich von den antidemokratischen, diskriminierenden und menschenverachtenden Tendenzen distanzieren. Bei diesem gesellschaftlich so immens wichtigen Thema sollten alle echten Demokraten über die Parteigrenzen hinweg Einigkeit zeigen.

Man sollte Uwe Knecht, der auf der Liste der Grünen kandidiert, für die Veröffentlichung dieser Forderung eigentlich dankbar sein. Hier wird doch endlich mal „Gesicht gezeigt“. Dies aber weder für Toleranz und Vielfalt noch für politische Diskussion und Bürgerdialog und am allerwenigsten für Demokratie.

„Wer“ oder „was“ antidemokratisch, diskriminierend und menschenverachtende Tendenzen aufweist, hat ein gemeinnütziger Verein schon mal nicht zu entscheiden. „Dies“ obliegt letztendlich einer Judikative.

Antidemokratische Tendenzen „schlägt“ man im politischen Diskurs sachlich mit Argumenten und nicht mit Politparolen. „Parteiendemokratie“ heißt das Zauberwort.

„Demokratie“ bedeutet auch offenen Austrag, bzw. auch den offenen Streit der unterschiedlichsten politischen Standpunkte. Dieser fand in der Vergangenheit hauptsächlich in den Parlamenten, sowie politischen Gremien statt, hat sich jedoch im Laufe der Zeit mit der zunehmenden Digitalisierung peu à peu auch in die sozialen Netzwerke verlagert.

Das grundlegende Wesen besteht also demnach in der Nähe, bzw. direkten Auseinandersetzung und n i c h t in der Distanz. Schon allein zu einer solchen aufzurufen, widerspricht einer Demokratie, die auch den offenen Streit der unterschiedlichsten Standpunkte beinhaltet, mit dem Ziel dadurch einen gemeinsamen Konsens zu schaffen.

Tartuffe

Es hätte mich, ehrlich gesagt, nicht gewundert, wenn sich dieser Verein mit einer eigenen Liste zur Kommunalwahl aufgestellt hätte. Das wäre zumindest ehrlicher gewesen, als unter dem „Deckmantel“ eines gemeinnützigen Vereins „Politik“, sowie „Stimmungsmache“ zu betreiben und einen Kandidaten einer missliebigen Partei öffentlich zu diskreditieren.

[Ob sowohl die politische Betätigung dieser Vorstandsmitglieder – so sie denn gewählt werden – als auch ihre Zugehörigkeit zu politischen Parteien im Einklang mit Vereinszweck und Gemeinnützigkeit stehen, mögen ggf. Finanzamt / Amtsgericht i.R. einer Prüfung feststellen.]

So kandidiert nun jedes einzelne – hier zu Wort gekommene – Vorstandsmitglied auf der Liste seiner politischen Heimat. Und das darf und soll es auch, ohne Restriktionen z.B. durch Arbeitgeber oder öffentliche Verunglimpfung durch einen Verein befürchten zu müssen.

Eine Freiheit und Toleranz, die diese Personen nicht müde werden, zu propagieren, für sich als selbstverständlich erachten, dies jedoch Kandidaten einer politischen Konkurrenz nicht zugestehen.

Die Ziele des Vereins, dem sie vorstehen und die zugleich Vereinszweck sind, ad absurdum geführt.

Lippenbekenntnisse …


Aktualisierung:

Dass hier von einem „extrem rechten Block“ – ohne Benennung der Fraktionen – gesprochen wurde, hatte genau „das“ zum Ziel: Dass eine Fraktion reagiert. Da ist „Pro Vernunft“ in die ausgelegte Falle getappt, wie dem Kreis-Anzeiger v. 14.01.2021, „Büdinger Bündnis und Pro Vernunft im Clinch“, zu entnehmen ist [Anm.: Artikel hinter Bezahlschranke].

Wenn 3,27 cm fehlen …

Gerne möchte ich Euch noch ein paar Impressionen von der im September stattgefundenen Mitgliederversammlung mit meiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten zeigen.“((Begleittext zum Video, Benjamin Harris, 20.11.2020))

https://www.facebook.com/161098417272968/videos/300984247739918

Die Länge dieses Zollstocks entspricht den 8.698 Stimmen, die vor 5 Jahren bei der Stichwahl abgegeben wurden. Und diese 3,27 cm entsprechen den 142 Stimmen, die damals zum Wahlerfolg gefehlt haben. Meine Damen und Herren. Ich habe Wort gehalten. Die Hälfte der Büdinger Bürger hat sich für mich entschieden und ich habe darin einen großen Vertrauensvorschuss gesehen …

Mag vielleicht daran liegen, daß ich immer hellhörig werde, wenn jemand mit Zahlen – noch dazu so „dramatisch“ – „jongliert“.

Die „Realität“ dieser Stichwahl v. 11.10.2015 sah zumindest so aus:

Die Länge dieses Zollstocks entspricht den 8.698 Stimmen, die vor 5 Jahren bei der Stichwahl abgegeben wurden.

Der Fehler liegt zumeist in der Annahme eines falschen Gerüsts. So auch hier. Die Länge dieses „Zollstocks“, mit dem er diese Stichwahl so eindrucksvoll „visualisiert“, hätte demnach nicht 8.698 Stimmen entsprechen dürfen, sondern 8.600, da „gültige“ Stimmen (98 Stimmen, bzw. wahlberechtigte Büdinger Bürger haben nämlich seinerzeit erneut zum Ausdruck gebracht, daß keiner der beiden ihnen zusagt und „wählten“ daher „ungültig“).

Und diese 3,27 cm entsprechen den 142 Stimmen, die damals zum Wahlerfolg gefehlt haben.

Und Simon sagt: Wieder falsch!
142 Stimmen fehlten damals, um mit Erich Spamer gleichzuziehen. Um zu gewinnen, hätte es mindestens 143 Stimmen gebraucht (Da sieht man mal, wie wichtig 1 einzelne Stimme doch sein kann 😉).

Wenn also der Zollstock den 8.600 gültigen Stimmen entspricht (=100%) – was er tun sollte, denn diese sind schließlich relevant – fehlten ergo 143 Stimmen oder, um bei Harris zu bleiben: „3,33 cm“ … (Es wären übrigens auch 3,30 cm bei 142 Stimmen …). Gut, „knapp daneben ist auch vorbei“ …

Auch haben sich nicht „Die Hälfte der Büdinger Bürger …“ für einen Benjamin Harris entschieden, sondern – bei einer Wahlbeteiligung von 52,20% ./. 1,13% ungültige Stimmen – 49,17% der gültigen Stimmen wahlberechtigter Büdinger Bürger. Hätte sich die Hälfte der (wahlberechtigten) Büdinger Bürger für ihn entschieden, hätte er nämlich – Richtig! – die Wahl gewonnen.

Nun, es scheint nicht nur mit der Mathematik, sondern auch mit der englischen Sprache – trotz amerikanischer Wurzeln – wohl ab und an ein bisserl zu hapern („headhunter“ statt „headquarter“ für „Firmenzentrale“ / „Hauptsitz“ – zwischenzeitlich korrigiert, jedoch nach wie vor falsch geschrieben („headhquarter“)) … vermutlich auch an einigem anderen …

https://fb.watch/1UZnBtZ-BO/

„Danke“ jedoch für einen weiteren – doch – sehr „aufschlussreichen“ Einblick in die „Welt“ eines BM Kandidaten, sowie eines „Nominierungsparteitag Bürgermeisterkandidatur“.

„Er kann’s nicht lassen“

Mit der Veröffentlichung ihrer Kandidatenliste für die kommende Kommunalwahl nebst Bekanntgabe ihres BM-Kandidaten, hat die FWG Büdingen nunmehr die – zeitweise „bizarren“ personellen – Spekulationen in ihren Reihen beendet.

Bürgermeister

Es dürfte daher wohl auch keine allzu große Überraschung sein, daß der Amtierende nunmehr noch einen drauflegt, indem er – Überraschung ! – erneut (für eine vierte Amtszeit) kandidieren will.

Hierzu braucht es persönliche Stärke, Energie und Durchsetzungsvermögen. Eigenschaften über die Erich Spamer in einem besonderen Maße verfüge und die nach den Worten der 1. Vorsitzenden Sabine Dönges in den nächsten Jahren sehr wichtig sein werden. „Gerade im Hinblick auf die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise brauchen wir einen erfahrenen Steuermann. Einen Bürgermeister, der mit Fleiß und Fachwissen die Geschicke unsere Kommune lenkt“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Thomas Appel.

Würde ich ihn nicht kennen, würde ich vor Ehrfurcht doch glatt den Hut ziehen.
Da ich ihn kenne, wird mir – auf gut österreichisch – ob solcher Lobeshymnen gerade der „Oasch wassrig“ …

„Wenn mich das Alter auch nicht schützt vor Torheit, doch wohl für Kindischsein“((William Shakespeare, „Antonius und Cleopatra“, Erster Akt, dritte Szene)) ist eigentlich auch zur Zeit alles, was mir gerade dazu einfällt.

Kandidaten

Ergänzend zu den, im Kreis-Anzeiger aufgeführten 15 Kandidaten, veröffentlichte der Pressesprecher und stv. Fraktionsvorsitzende, Thomas Appel, via seines Facebook Profils ergänzend weitere Nominierte der FWG Kandidatenliste. Vorab erst einmal 37/56 …

1. Erich Spamer, 2. Ulrich Majunke, 3. Sabine Dönges, 4. Sabine Kraft-Marhenke, 5. Tim Strehm, 6. Reiner Marhenke, 7. Kathrin Knaf, 8. Thomas Appel, 9. Marcus Niederwieser, 10. Christian Ulrich, 11. Mathias Wiegand, 12. Ernst Henke, 13. Klaus Bräutigam, 14. Mathias Mäser, 15. Michael Herdt, 16. Stefanie Lange Bielinski, 17. Henning Nitzsche, 18. Wilhelm Schierhorn, 19. Jörg Sebulke, 20. Maike Szuppa-Neun, 21. Kirsten Knab, 22. Ulrich Imhof, 23. Christian Brand, 24. Jeanine Kremer, 25. Steffen Tomann, 26. Niklas Gilberg, 27. Christian Franz, 28. Alexander Kropatsch, 29. Ulrich Wacker, 30. Klaus Schwarzhaupt, 31. Holger Lorenz, 32. Peggy Wolf, 33. Thomas Gilberg, 34. Peter Maschke, 35. Rudi Bornträger, 36. Dr. Thomas Dittrich, 37. Armin Gottmann

„Und täglich grüßt das Murmeltier“

Es ist nicht nur ermüdend, sondern inzwischen etwas nervend. Immer wieder diese Unart, einen hauptamtlichen (noch dazu amtierenden BM) zwecks Stimmensammlung auf den ersten Listenplatz zu setzen, nur um dann das Mandat weiterzugeben. Ist aber wohl Fraktions- als auch Parteiübergreifend der übliche modus operandi und leider auch immer wieder erfolgreich.

Mal ehrlich: Welcher hauptamtliche Wahlbeamte ist schon so blöd und tauscht sein (gut dotiertes) Amt gegen ein ehrenamtliches Mandat in einer Stadtverordnetenversammlung, bzw. einem politischen Gremium?
Richtig! Keiner! Ergo: Warum wählt man ihn dann überhaupt?

Würde der Wähler dieses dämliche – immer wiederkehrende – Spielchen endlich durchschauen, würde er sich aufs „kumulieren und panaschieren“ konzentrieren und diesen ersten Listenplatz ignorieren. So weit denkt der Wähler aber nicht, sondern setzt – in gewohnter Manier – sein Kreuz bei der Fraktion seines Herzens, um sich das – etwas zeitaufwendigere – „Kumulieren und Panaschieren“ zu ersparen, bei dem man eigentlich erst einmal genau diesen Kandidaten streicht. Einfach so, weil er einfach keine Lust mehr hat, sich so offensichtlich verar***en zu lassen?!


Maskenpflicht

Das Virus ist „intellent“ …
Ab 19h macht’s also „Heia“ und wird erst wieder am nächsten Morgen ab 08h aktiv. Muß einem ja auch mal gesagt werden.


Wenn sich Menschen in unserer kleinen Stadt – gerade in unserer gemütlichen kleinen Altstadt – auf offener Straße unter freiem Himmel begegnen, schätzt es vermutlich π * 👍 die Entfernung ab, checkt „Mindestabstand“ und „Maske“ und entscheidet sich dann intuitiv, ob es aktiv wird oder nicht. Da es irrsinnig „intellent“ ist, checkt es vorher auch noch schnell die politische Ideologie des mutmaßlichen „Opfers“ – wägt also auch „Coronajünger“ gg „CovIdiot“ ab – und legt dann los … oder eben auch nicht.


Da es „Heia“ macht, können wir uns demnach also ganz geschmeidig ab 19h – unmaskiert – zum gemütlichen „Sit in“ – mit gebührendem Abstand – bei irgendeinem „Glühwein-Pop-up“ treffen … 😜 … 🤦‍♂️

Wow!
Spaß beiseite …
Die „Großstadt“ Büdingen im Wetteraukreis setzt also nunmehr die neueste CoKoBeV (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) des Landes Hessen um. Ihr bleibt auch nichts anderes übrig, da nun einmal „Verordnung“.

Bild: Dorothea Lohfink

Dass im Eifer des Gefechts Fehler passieren, ist menschlich. So wird es vermutlich auch bei dem (selbst hergestellten?) „Hinweisschild“ passiert sein, bei dem jeglicher Vermerk auf den (legitimen) Urheber, sowie dem Anlass (Hier: „Verordnung“) fehlt. Dies einfach, weil diese „Hinweisschilder“ im öffentlichen Raum („wild“) angebracht wurden.

Daher kann man m.E. diesen „Hinweis“ zur Kenntnis nehmen oder auch nicht. „Handeln“ muß man aber – da keinerlei Bezug zu einer rechtlichen Grundlage, sowie einer evtl. OWi hergestellt wird – wohl eher nicht.

Und „Nein“, da kann (und sollte) man – auch wenn gerne dann auf die „chaotischen Zeiten“ verwiesen wird – als Bürger eben halt auch nicht mal „Fünfe gerade sein lassen“.

So zumindest sehe ich das und lasse mich gerne eines Besseren belehren.


Bild: Lohfink, D. (Privat) – mit freundlicher Genehmigung –

Ka·ta·s·t·ro·phe

Vorab: Sowohl vom Alter als auch gesundheitlich gehöre ich zur sog. „Risikogruppe“. Hier in Hessen sind alle Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können und das durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen (Empfehlung HMSI), von dieser „Maskenpflicht“ ausgenommen.

Einkaufen in „Corona-Zeiten“ … ein Erlebnis der ganz besonderen Art oder „Spießrutenlauf“?!

Ganz klar: Beides!

Seit knapp einem halben Jahr haben wir im benachbarten Ortsteil Wolferborn die Möglichkeit, frisches Gemüse und Obst beim Hofstüberl zu kaufen. Das Sortiment wird peu à peu erweitert und es finden sich dort mehrheitlich frische regionale Produkte. Bestellungen können via WhatsApp aufgegeben werden. Man kann diese selbst abholen oder sich auch anliefern lassen. Man erspart sich daher auch Diskussionen wegen „Maskenpflicht“, etc., weil man sich inzwischen kennt und das Gegenüber bereits Bescheid weiß. Hier wird halt noch miteinander „gebabbelt“. Einer der Vorteile, wenn man auf dem Land lebt. Entspannt halt.

Frische Eier hole ich auch nach wie vor beim Hühnermobil in Büdingens „Kernstadt“, von dem ich ja bereits berichtet habe. Ebenfalls total entspannt.

Ja, auch bei unserem LIDL hole ich so einiges. Seit den Kontaktbeschränkungen und (seit 27.04.2020) „Maskenpflicht“ ist nicht nur der dortige Einkauf ein Erlebnis der „besonderen Art“, sondern auch all‘ das, was man auf dem Weg dorthin / retour so alles zu sehen bekommt.

Sicherheitsdienst und Desinfektionsmittel

Nachdem ab dem 16.03.2020 sukzessive alles hinuntergefahren, bzw. nach und nach geschlossen wurde, „überwachte“ ein Sicherheitsdienst – im Eingangsbereich des LIDL postiert – den „Sicherheitsbstand“ der einkaufenden Klientel. Betreten also nur noch mit Einkaufswagen. Soweit o.k.

Es „steigerte“ sich die Wochen darauf, daß der – inzwischen „maskierte“ Sicherheitsdienst und mit Desinfektionsflasche ausgestattet – der einkaufenden Klientel am Eingang sowohl die Hände als auch den Handlauf der Einkaufswagen desinfizierte. Wieder später fand man eine Desinfektionsflasche bei den Einkaufswagen, so daß man die Möglichkeit bekam, Hände und Handlauf des Einkaufswagens selber zu desinfizieren.

Die Desinfektionsflasche, die bislang bei den Einkaufswagen vorzufinden war, ist nun leider nicht mehr da. Ergo: Keine Möglichkeit, Hände und Einkaufswagen zu desinfizieren. O.k.

Da ich – wie bereits erwähnt – unter diejenigen falle, die von dieser „Maskenpflicht“ befreit sind, stapfe ich also mit Filius in den LIDL hinein, um den üblichen Großeinkauf zu erledigen.

Sicherheitsmann weist mich lediglich auf den Einkaufswagen hin. Ich zeige kommentarlos auf Filius, der diesen hat. Filius ist es megapeinlich, daß ich „unmaskiert“ bin. Erkläre ihm daher zum x-ten Mal, daß ich keine brauche. Verwundert stellt er fest, daß mich niemand während des Einkaufs darauf anspricht. (Bitte nicht in Panik verfallen! Ich hatte extra ein Halstuch mit dabei, falls ich einen Husten- oder Niesanfall bekommen sollte.)

Im LIDL – stickige Luft – unerträglich nicht nur für mich. Selbst Filius wettert gg. seine Einwegmaske, stöhnt, keine Luft zu bekommen. Unerträglich auch für ihn – ist kurz davor, sich diese „Maske“ herunterzureißen. Tut es jedoch nicht.

Von wegen „Sicherheitsabstand“

Auffällig, daß dieser dann unter den Einkaufenden so gar nicht eingehalten wird. Es wird sich einfach vorbeigedrängt, um an die Regale zu kommen und vor den Kühltruhen wird man fast weggedrängt. Kurz warten ist wohl nicht. Geduld ist (k)eine Tugend.

An der Kasse die Kassiererin, die uns schon länger kennt. Freundlich bittet sie mich um das Anlegen einer Maske. Ich verneine und teile ihr mit, daß ich von dieser Maßnahme gesundheitlich ausgenommen bin. Akzeptiert sie, weil ich ihr das bestätigte, was sie eh‘ schon seit längerem bei mir vermutet hatte .

Draußen:
Filius entledigt sich seiner Maske. Wirft diese in Mülleimer, hat hochroten Kopf, steht erst einmal einen kurzen Augenblick einfach da, um tief Luft zu holen, wettert dann wie ein Rohrspatz gegen diesen Blödsinn mit der Maskenpflicht. Kurze Einkäufe o.k., bei längerem Einkauf wie diesem, schlichtweg unerträglich.

Auf dem Heimweg

Kurzer Zwischenstopp bei Apotheke und Optiker – Filius erledigt noch kleinere Einkäufe, ich sitze im Auto und beobachte das Treiben auf der Straße.

Viele Leute unterwegs (parkte unweit Sparkasse). Das Geile daran: Diese „Deppen“ (Pardon, aber anders kann ich es echt nicht mehr bezeichnen) tragen diese Masken auch noch im Freien und gehen damit spazieren … Einer zieht die Maske hoch, fährt sich mit dem Finger in den Mund, puhlt darin rum, zieht Maske wieder runter und trocknet seine Finger an Maske und Jacke. Geil!

Ich lasse es an dieser Stelle, mich über solche aufzuregen, die mit Gesichtsmaske und Einweghandschuhen hinterm Steuer sitzen, aussteigen, einkaufen und – selbstverständlich – damit wieder einsteigen. Lohnt nicht. Mit normalem Menschenverstand ist das nicht zu begreifen.

Ich frage mich, wie ich vielleicht mal meinem Enkel erklären soll, daß wir es doch tatsächlich geschafft haben, auf dem Mond zu landen, die heutige Technik zu entwickeln, jedoch unfähig sind, mit Gesichtsmaske und Einweghandschuhen richtig umzugehen.

Ich sitze daher kopfschüttelnd im Auto und komme zu dem Schluß, daß ich wohl irgendwie im falschen Film gelandet bin.

Aber gut. In Anbetracht einer solchen Führung ⤵ darf man sich – ob solch‘ eines Verhaltens – wohl nicht wirklich wundern?!


Symbolbild: Janet Meyer / Pixabay