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#ichmachnichtmehrmit

Ehrlich gesagt kotzt mich unsere Gesellschaft, unser sog. „gesellschaftliches Leben“, dieses ständige „Gegeneinander“, diese „Lagerbildung“, seit Jahren schon an. Und „Corona“ macht es nicht besser. Das Gegenteil ist der Fall.

Ich bin inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem ich beschlossen habe, bei diesem ganzen Irrsinn nicht (mehr) mitzumachen. Schon gar nicht mehr bei Diskussionen, bei denen es absehbar ist, in „welche“ Richtung sie gehen …

Gefühlt werden nämlich keine Meinungen mehr ausgetauscht, sondern nur noch gewertet. Und dies vorzugsweise in der Form, dass derjenige, der sie artikuliert – möglichst unterhalb der Gürtellinie – bloßgestellt wird, um dann in einer der zahlreichen Schubladen zu landen. Derer haben wir inzwischen zahlreiche und Dank vieler intoleranten Mitmenschen werden sie nicht weniger. Ich mag diese zahlreichen Schubladen hier nicht aufführen, weil ich nicht nur ihre Beschriftung, sondern allein ihre Existenz abstoßend finde.

Nein, die Spezies „Mensch“ ist m.E. nun einmal nicht nur „edel, hilfreich und gut“ und das, was sie tut, wenn ihre dunkelste aller dunklen Seiten zum Vorschein kommt, auch nicht „unmenschlich“. Der „Mensch“ sollte m.M.n. endlich mal begreifen, dass beides zu ihm gehört und es letztendlich seine Entscheidung ist, „was“ er „wann“, „wie“ und „wo“ lebt (Vielleicht stimmt diese Stammesgeschichte der Cherokee den ein oder anderen mal nachdenklich?!).

Ich war (und bin es immer noch) fassungslos ob des sog. „Bevölkerungsschutzgesetzes„, das letzte Woche durch Bundestag und Bundesrat durchgepeitscht wurde. Ich greife mir nicht nur aus vielerlei (juristischen) Gründen an den Kopf, sondern auch ob der „Peter-Prinzip“ Vertreter, die dieses, trotz berechtigter verfassungsrechtlicher Kritik, nonchalant durchgewunken haben. Da frage ich mich doch allen Ernstes, ob die „Herrschaften“, die sich „Volksvertreter“ schimpfen, tatsächlich noch alle Tassen im Schrank haben. Allein beim durchlesen der Plenarprotokolle wird mir schlichtweg speiübel.

Zeitgleich mit dem Durchwinken dieses unsäglichen Gesetzes (22.04.2021) startete die Videokampagne #allesdichtmachen. Zahlreiche Schauspieler (ursprünglich waren es um die 50) kritisierten dieses Gesetz in knapp 2-minütigen Videobeiträgen in ironisch-, sarkastisch-, sowie zynischer Form. Ich finde diese Aktion – nach wie vor – hervorragend inszeniert.

Als ich mir die einzelnen Videobeiträge ansah, dachte ich mir schon, dass diese Aktion „im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ 🥳, wie eine Bombe einschlagen wird.

Sie schlug ein … und zwar so, dass selbst einem Frankfurter SPD Stadtrat, die Hutschnur „platzte“ (Seit 2017 übrigens auch „Senator“ im hiesigen „Büdinger Carneval Club e.V.“).

Ja, diese(r) „tweet“ des „Genossen“ Duin war schon „Hammer“.

Abgesehen davon, dass ich mich langsam schon gar nicht mehr frage, „was“ da eigentlich für „Typen“ in einem Rundfunkrat sitzen, „siegt“ nach wie vor dessen Ideologie über seine (vermutlich durch den „Shitstorm“ hervorgerufene) „Selbstkritik“.

Zumindest scheint sich dieser „Herr“ in der, sich vor Empörung überschlagenden und zur „Attacke“ auf die Protagonisten der #allesdichtmachen Aktion blasenden, „Proletentwitterblase“ wohl in angemessenerer Gesellschaft als der eines Rundfunkrates zu befinden?!

Auch, wenn einige Schauspieler (manche wegen der vehementen Kritik, andere, weil sie – lt. Presse – bedroht wurden) ihre Beiträge zurückgezogen haben, bin ich den Initiatoren und Teilnehmern dieser Videoaktion dankbar. Sie haben mit dieser Aktion ins Schwarze getroffen 🙏.

Lt. h.M., benötigt man nicht nur ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie, um sich so feiner Stilmittel wie „Ironie, Sarkasmus und Zynismus“ zu bedienen, sondern auch, diese zu verstehen. Treffender hätte man m.E. die Missstände in diesem Land, die gesellschaftliche Spaltung, die Kluft, die sich aufgetan hat, die manipulative Politik dieses Landes, wohl nicht aufzeigen können. 


Beitragsbild: Gerd Altman / Pixabay

Auf’m woodway

[Oder: Anglizismen sind einfach doof]

Zeit für einen „Frühjahrsputz“ (der anderen Art)

Sie haben Ihre „shapewear“ beim letzten „Sale“ zum absoluten „special price“ bekommen? Ihr „Outfit“ liegt immer im „Trend“? Sie haben den letzten „Shitstorm“ auf einen „celebrity“ gar nicht mitbekommen? Das „trash Fernsehen“ ist nicht mehr zu ertragen und das „voting“ für „Best Christmas City“ haben sie auch verpasst? Um sich vor der „Spider App“ zu schützen, haben Sie Ihrem „Smartphone“ ein „Hardcover“ verpasst? An „meetings“ nehmen Sie zur Zeit vom „Home Office“ aus teil?

Sie konnten das oben genannte Beispiel ohne Probleme verstehen? Herzlichen Glückwunsch. Sie sprechen perfekt Denglisch.

Diese Unart, englische Termini zu verwenden, gar zu „verdeutschen“, geht mir schon lange auf den Nerv.

Wenn ich z.B. „Landeselternbeirat schlägt Alarm wegen Homeschooling“ oder „Homeschooling: Überlastung und neue Chance“ in der deutschen Presse lese, komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Ist „Hausunterricht“ etwa zu profan, zu „Deutsch“?

Auch „Homeoffice“ gehört seit längerem schon zu meinen absoluten „Favoriten“.

„Heimarbeitsplatz“ oder „Büro zuhause“ klingt wohl nicht „international“ genug? „Mache heute Home Office“ klingt vermutlich auch „besser“ – „moderner“ – als „Ich arbeite heute von zuhause aus“?!

Auch minimieren wir z. Zt. („Corona“) nicht unsere sozialen Kontakte und halten räumlich Abstand voneinander, seitdem das öffentliche Leben heruntergefahren wurde, sprich‘ viele Gewerbetreibende ihren Betrieb qua Verordnung einstellen mussten, sondern praktizieren seit dem „Lockdown“ („Sperrung“) „social distancing“ („räumliche Distanzierung“).

Klingt doch ziemlich bescheuert alles. Geht aber noch weiter.

Der „Autorenclub Wetterau“ betreibt z.B. z.Zt. einen „Shutdown Blog„, ein Münchner Merkur titelt „Exit-Plan aus dem Corona-Shutdown“ (zu Deutsch: Ausstiegsplan aus der Corona Stilllegung).

Was. soll. das? Klingt nicht nur lächerlich, sondern wirkt – durch die Bank weg – auch so.

EIS TO GO ERLAUBEN, ZUM ERHALT DER EISDIELEN WÄHREND CORONA„, lautet z.B. eine Petition, die beim Hessischen Landtag eingereicht werden soll und über deren Titel ich via der sozialen Netzwerke „gestolpert“ bin. Mit „Straßenverkauf für Eisdielen während Corona erlauben“ war der Petent wohl in seiner Muttersprache „überfordert“?

Über diese „coffee-to-go“, „takeaways“ und „toppings“, „Hipster“, „Nerds“ und „Club-Mate“ – Mentalität kann ich echt nur noch verständnislos mit dem Kopf schütteln.

In dem Deutschland, „in dem wir gut und gerne leben“ (zumindest wenn es nach der CDU geht), hat man sowieso inzwischen das Gefühl, daß die eigene Muttersprache eher verpönt ist. Geht sogar soweit, daß man irgendwie das Gefühl hat, sich sogar für diese schämen zu müssen.

Wenn sich selbst ein deutscher Bundespräsident bei seiner Rede am 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers in Ausschwitz in der Gedenkstätte Yad Vaschem gegen seine Muttersprache entscheidet, sagt das doch schon einiges aus. Hat m.E. auch nix mit „Respekt“ zu tun.

Lt. Spiegel „entschied [er] sich komplett gegen die deutsche Sprache. Er begrüßte die Anwesenden auf Hebräisch und sprach dann englisch weiter. Er habe den verbliebenen Opfern ersparen wollen, die Sprache der Täter hören zu müssen, hieß es zur Begründung„.

Kann man so sehen, muß man aber nicht so sehen und sollte man eigentlich auch anders sehen.

Selbstverständlich hat sich auch die deutsche Umgangssprache aus vielen anderen Sprachen weiterentwickelt. Dies hat sie mit vielen anderen Umgangssprachen gemein.

Aus diesem Grund hat sich „Deutsch“ zu einer wundervollen Sprache mit einem Wortschatz von ca. 300 – 500.000 Worten (darüber ist man sich aufgrund verschiedener Zählweisen nicht so ganz einig) entwickelt und bietet damit zahlreiche Möglichkeiten, sich auszudrücken.

Kaum zu glauben, daß wir von diesem reichhaltigen Wortschatz, lediglich einen Bruchteil davon alltäglich nutzen [Lt. einiger schlauen Leute gebrauchen wir im Alltag davon angeblich nur 12.000 – 15.000 Worte.]

Nahezu unverändert, die sog. Fachsprachen, wie sie z.B. Juristen-, Theologen-, Psychologen-, Pädagogen-, Soldaten-, Techniker-, Piloten, Mediziner, tagtäglich anwenden. Ein präziser Fachwortschatz erleichtert nicht nur die Kommunikation innerhalb dieser Berufsgruppen, sondern ist für die tägliche Arbeit unerlässlich.

Das, was wir in unserer Umgangssprache als „Fremdwörter“ („adäquat“, „dekadent“, „denunzieren“, „echauffieren“, „implizieren“, „infantil“, etc. pp.) bezeichnen, hat seinen Ursprung in verschiedenen Sprachen, wie z.B. Latein, Griechisch, Französisch oder Italienisch. Vice Versa findet man viele deutsche Worte in anderen Sprachen, wie z.B. Polnisch, Russisch, Bosnisch, Serbisch, Kroatisch.

Nein, für unsere (deutsche) Sprache sollte man sich wirklich nicht schämen.

Schämen sollte man sich eher für dieses „Denglisch“. Das klingt nicht nur peinlich, sondern ziemlich bescheuert. Kauderwelsch halt.

Das andere Extrem ist dann dieser Jugendjargon (zu engl.: „Slang“), der sich aus Deutsch-Türkisch-Arabisch zusammensetzt. „Chabos wissen, wer der Babo ist!“ klatschte ein Kommunalpolitiker 2014 auf sein Wahlplakat, um damit die Jugend anzusprechen. Dass er sich damit eher – aus diversen Gründen – blamierte, ist diesem Artikel zu entnehmen.

Und wenn irgendwelche Sprachforscher z.B. bei „Ey, Alder. Is‘ ja hamma. Isch geh nachher Aldi“ einen wichtigen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung sehen, weiß ich nicht, an „wem“ ich mehr zweifele. Mein Verständnis kommt hier an seine Grenzen.

[Gerade bei der Jugend, bzw. dieser Generation „Schneeflocke“ oder „Z“. Wie auch immer Sie diese nennen möchten. Rechtschreibung und Grammatik scheint sich bei dieser Generation mehrheitlich sowieso inzwischen nur noch – „twittermäßig“ – auf 140 Buchstaben, sog. „Emoticons“ und dem Netzjargon à là „OMG“, „YOLO“, „LOL“ zu reduzieren?!]

Ich habe selten eine Bevölkerung erlebt, die ihre eigene Muttersprache so hartnäckig „kleinkriegen“ will, wie die Deutschen. Schämen sie sich so sehr für ihre Sprache, daß sie dieses „Kauderwelsch“ – so selbstverständlich – praktizieren?

Hand in Hand mit diesem ganzen Kauderwelsch geht auch diese Unart des „Duzens“, in Mitteilungen, Werbung, ja selbst in Stellenanzeigen. Wird hier das englische „You“ fälschlicherweise generell als „Du“ übersetzt oder soll hier einer auf (linkspolitisch) „modern“ gemacht werden?

Mag vielleicht an meiner Erziehung liegen, aber die Freiheit, „wer“ mich „duzt“, will ich mir nicht nehmen lassen. Dies gilt sowohl im privaten als auch (erst recht) im geschäftlichen Bereich. Das „Du“, z.B. im geschäftlichem Bereich durch einen Dritten „zwangsverordnet“ zu bekommen, obwohl – gerade bei Bewerbungsgesprächen – formal nach wie vor das „Sie“ Gang und Gäbe ist? (Anfreunden könnte ich mich ja vielleicht noch mit dem „Hamburger Sie„). Mag man meine Ansicht „altmodisch“ nennen. Dann ist dem halt so.

Dieses Sprachgeschwurbel inklusive seiner Nebeneffekte ist m.E. weder „europäisch“ noch „international“, sondern so stil- und niveaulos wie die Tennissocke in Sandalen.

Mit diesem „Denglisch“ ist man m.E. zumindest auf dem Holzweg, macht sich lächerlich und darf sich daher auch nicht wundern, wenn einem das Gegenüber nicht (mehr) ernst nimmt.


Bild: mohamed_hassan / Pixabay

Ausgebremst

„Ohne Moos nix los“ … das mussten per dato wohl auch Vorstände zahlreicher „Demokratieinitiativen“, die sich ausschließlich durch öffentliche Gelder finanzieren, feststellen.

Was ist passiert?

Die Bundestagsfraktion der CDU / CSU möchte, lt. Spiegel v. 31.03.2021, „den Entwurf für das von der SPD geforderte Demokratiefördergesetz“ nicht unterstützen. Begründung: „Unionsabgeordnete hätten zu viele Bedenken, mit dem avisierten Gesetz >>zu linke<< Organisationen zu unterstützen.

Zumindest die ersten Reaktionen aus Büdingen könnten derlei Bedenken bestätigen?!

Empörung bei den unermüdlichen Kämpfern für „Demokratie und Vielfalt“ …“,

Ja super, liebe CDU/CSU! Muss erst wieder der nächste Mord passieren, sich die nächste rechtsradikale Terrorzelle…

Posted by Boris Winter on Wednesday, March 31, 2021

sowie deren „Unterstützern„:

Da muss die CDU gewaltig dazulernen . . .

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-csu-unionsfraktion-bremst-demokratiefoerdergesetz-aus-a-6fef4874-c411-4bbb-ab2e-64cb1f06976a

Posted by Büdinger Grüne on Wednesday, March 31, 2021

Blöd nur, daß sich im Zuge des Kommunalwahlkampfes, gerade eine CDU Büdingen noch mit diesen „fraternisierte„. Aber gut, war halt Wahlkampf.

Da wird sich die CDU Büdingen wohl in der Bundesparteizentrale mal informieren müssen, wie „zu links“ bei einer – inzwischen linksgedrifteten – CDU / CSU zu verstehen ist?!

Und beim „Büdinger Bündnis“ wird man wohl darüber nachdenken müssen, zukünftig vielleicht doch erst einmal Mitgliedsbeiträge zu erheben? 🤔

Aktualisierung:

Nun versucht man, das Zentralorgan der SPD mit seiner Kritik an der CDU teilend, den moralischen Zeigefinger mit erhebend, den Geldhahn weiter am sprudeln zu halten … Und „Nein“, es handelt sich hierbei nicht um einen Aprilscherz.

Viele Menschen zeigen Gesicht gegen #Rechtsextremismus, #Rassismus und kämpfen für unsere #Demokratie, meist…

Posted by Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt on Thursday, April 1, 2021


Beitragsbild: OpenClipart-Vectors / Pixabay

Horrorstrecke

Nun soll es also erneut eine Geschwindigkeitsbegrenzung „richten“, wie dem heutigen Artikel (hinter Bezahlschranke) „Stadt Büdingen fordert erneut Tempolimit für Landstraße nach Rinderbügen“ im Kreis-Anzeiger zu entnehmen ist?!

„Geschwindigkeitsbegrenzung“ … obwohl „die bis November 2014 geltende Begrenzung auf Tempo 80″ schon „nicht zu einer Verringerung der Wildunfälle geführt habe“?! 🤔

Was die Wildunfälle betrifft, so ist da nun einmal rundherum Wald – der steht da nicht erst seit gestern. Und die Landstraße geht da nun einmal durch (auch nicht erst seit gestern). Wild wechselt nun einmal – zahlreiche Warnschilder weisen auch darauf hin. Nachdem das Wild nicht lesen kann, beratungsresistent gegen die StVO ist, bleibt also nur – in logischer Konsequenz – der Autofahrer, der diese Strecke unterschätzt, eigenes Fahrkönnen überschätzt, abgelenkt ist, auf sein Smartphone schaut, angetrunken fährt oder auch – „der“ Hit schlechthin – die „Damen“, die sich während der Fahrt schminken.

So hart es klingen mag, aber da hat Hessen Mobil mit der Aussage recht: „Und wer unter Alkoholeinfluss gegen Bäume fahre, könne auch nicht durch Geschwindigkeitsbeschränkungen gerettet werden.

Ich kenne die Strecke, seitdem ich hier in Büdingen lebe und war seinerzeit ebenfalls „Führerscheinneuling“ als ich herkam. Die Strecke ist gefährlich und hat es in sich, gerade für Fahranfänger, die (noch) keinerlei Erfahrung haben, welche physikalischen Kräfte im Fall der Fälle wirken. Ich bin die Strecke mit eindringlicher Warnung meiner seinerzeitigen Arbeitgeber, in deren Haushalt ich lebte, vor der Gefährlichkeit und den Tücken dieser, tagtäglich gefahren. Aquaplaning mit 50km/h war’s bei mir damals. Ich konnte den Wagen gerade noch rechtzeitig abfangen. Dies, Dank täglich auferlegter Fahrübungen eben jener Arbeitgeber. Der Schreck saß tief und war mir eine Lehre. Wie man merkt, bis heute in mein Gedächtnis „eingebrannt“.

Aus eigener Erfahrung bringt eine Geschwindigkeitsbegrenzung gar nix. Auf dieser Strecke ist nun einmal grundsätzlich „Vorsicht“ angesagt, sei es „Aquaplaning“, nasses Laub, Wildwechsel, Frost, eingeschränkte Sicht durch Nebelschwaden (Seemenbachtal), etc. – egal zu welcher Jahreszeit.

Eine Sanierungsbedürftigkeit dieses Streckenabschnitts – wie im Artikel ebenfalls angesprochen – kann ich ebenfalls so nicht sehen. Eine Erneuerung der Fahrbahnmarkierungen wäre allerdings wirklich mal erforderlich und längst überfällig.

Hinweisschilder (sog. „Schock-Schilder“), die auf die Gefährlichkeit der Strecke hinweisen (zzgl. Anzahl (ggf. sogar Bild (?)) und Alter der Todesfälle) dürften m.E. abschreckend vermutlich langfristig mehr bringen, als eine Geschwindigkeitsbegrenzung oder Geschwindigkeitskontrollen.

Um es mal überspitzt zum Ausdruck zu bringen: Man kann nur mit Bildern schockieren. Diese bleiben im Gedächtnis – eine weiteres Verkehrszeichen in Form einer Geschwindigkeitsbeschränkung m.E. nicht. Dazu gibt es einfach zuviele. Man registriert sie kaum noch, neigt dazu, sie inzwischen zu ignorieren, weil einfach „zuviel“.

Mein Vorschlag: Sowohl am Ortsausgang Rinderbügen Richtung Büdingen als auch in umgekehrter Richtung ein entsprechendes „Schock-Schild“ aufstellen und die Liste (die sich aufgrund der Uneinsichtigkeit mancher Autofahrer vermutlich weiter verlängern wird, weil lern- und warnresistent) entsprechend aktualisieren.

Es muß ja nicht unbedingt ein Bild des „Sensenmannes“ sein (obwohl der es eigentlich am treffendsten darstellen würde, wenn man die zahlreichen Polizeimeldungen zu dieser Strecke liest).


Bild: cocoparisienne / Pixabay

Zeitumstellung

Deutschland hat z.B. zwischen 1950 und 1979 – übrigens als einziges europäisches Land – nicht an seinen Uhren gedreht. 1978 diskutierte man wieder über diese (dämliche) „Sommerzeit“, obwohl sich die Hoffnung auf Energieeinsparungen (Die Nachwirkungen der Ölkrise lassen grüßen) nachweislich nicht bestätigte. 1980 setzte man die Zeitumstellung trotzdem um, seit 1996 ist sie innerhalb Europas einheitlicher Standard. Die Begründung dürfte sowohl politisch als auch ökonomischer Natur sein.

Diese Zeitumstellung ist m.E. so unnötig, wie ein Pickel am Bobbes. Ehrlich! Warum belässt man es hier nicht einfach bei der Normalzeit? Hat 29 Jahre (siehe 1950-1979) doch prima geklappt.

Seit 2018 wird nun schon wieder diskutiert. Man hat sich sogar die Mühe gemacht, die Europäer hierzu zu befragen, die sich mehrheitlich für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen haben. Leider „pro“ „Sommerzeit“. Was ein Blödsinn! Ergo überließ Brüssel den einzelnen europäischen Ländern die Qual der Wahl. Normalzeit oder Sommerzeit sollten diese selbständig entscheiden. Das war wohl ein Fehler, denn bis heute ist nichts passiert.

Ist es aber nicht erschreckend, daß man seit knapp 3 Jahren diese Zeitumstellung nicht auf die Kette bekommt, jedoch innerhalb kürzester Zeit – ein paar Bund-Länder-Konferenzen machen dies in Deutschland z.B. möglich – Freiheitsrechte einschränkt, Existenzen vernichtet und eine Bevölkerung „gängelt“?