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Xanthippen

„Xanthippe war ein böses Weib, Der Zank war ihr ein Zeitvertreib.“1Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961, „Xanthippe

Ein sonderbares „Fundstück“, das sich da – aus welchen Gründen auch immer – in meinen Nachrichtenüberblick gespült hat, zumal ich mit Fußball & Co. so gar nichts am Hut habe.

Wäre darin nicht eine Autorin aus Büdingen erwähnt gewesen, zu deren Repertoire sowohl Rechtschreib- und Grammatikfehler als auch das Blockieren jeglicher Kritik(er) auf diesem sozialen Netzwerk zählen, hätte ich vermutlich weitergescrollt.

Kurzzeitig hat es dieses Fundstück doch zumindest geschafft, mein Interesse zu wecken. Ergo habe ich mir das mal näher angeschaut, zumal mir eine der beteiligten Protagonistinnen gänzlich unbekannt ist.

Das Bild, das sich für mich – nach kurzer Recherche – ergab, ist allerdings wenig schmeichelhaft. Selbst bei kritischer Betrachtung einer Bericht erstattenden Regenbogenpresse.

Beide Protagonistinnen scheint demnach wohl mehr zu einen, als zu trennen?!

Wer also an „Niveaulimbos“ Gefallen findet, dem sei bei diesem „Zickenkrieg“ viel Spaß und gute Unterhaltung gewünscht.

Gegenstand des Disputs (ausgehend von den Beitragsinhalten beider „Damen“):

Die Enthüllung der Akte Assauer – Der Verrat an einer Legende“ von Britta Assauer, Herausgeber: NIBE-Media, 280 Seiten, bei amazon am 21.05.2021 erschienen, bei NIBE-Media seit 31.05.2021.

Akte Assauer: Verrat an einer Legende“ von Britta Assauer / Katja Schneidt, Herausgeber: Independently published (auch als „Self-Publishing“ bezeichnet – „Self-Publishing-Autoren und -Autorinnen veröffentlichen ihre Bücher und eBooks nicht über einen klassischen Buchverlag, sondern bringen sie selbst auf den Markt.„), 258 Seiten, 03.05.2021.

Wenn eine Co-Autorin Rudis Schicksal mit Füßen tritt…

Auf vielfachen Wunsch, habe ich mich jetzt doch entschieden,…

Posted by Britta Assauer on Saturday, June 5, 2021

Wer mich kennt weiß, dass ich mich nicht an öffentlichen Schlammschlachten beteilige aber das Frau Assauer nachweislich…

Posted by Katja Schneidt on Sunday, June 6, 2021

Liebe Frau Assauer. Liebe Grüße von meinem Hund, den ich laut Ihrer Aussage auf ihrer Facebookseite, gerade auf meinem…

Posted by Katja Schneidt on Monday, June 7, 2021


Beitragsbild: Peggy und Marco Lachmann-Anke / Pixabay

Eine Provinzposse

Die Stadtverordnetenversammlung v. 28-05-2021 endete in einem „Eklat[€].

Kaum angefangen (19:00 Uhr), schon war sie wieder beendet (19:19 Uhr).

Diesmal nicht wegen eines alkoholisierten Bürgermeisters, dessen „suboptimale Performance“ deutschlandweit als „Suff Skandal“ durch die Presse ging, sondern wegen eines Stadtverordneten, der seinen 1,40m hohen „Spuckschutz“ – wie bereits schon in der Versammlung v. 21-05-2021 – wieder von seinem Tisch entfernte und auf den Boden stellte.

Nachdem mehrfache Ermahnungen ins Leere liefen, beschloss der Stadtverordnetenvorsteher, nebst eilig herbeigerufenem Stadtverordnetenvorstand, den uneinsichtigen Stadtverordneten von der nächsten Versammlung auszuschließen. Für den grünen Fraktionsvorsitzenden vermutlich eine willkommene Gelegenheit, zusätzlich den Abbruch der Stadtverordnetenversammlung zu beantragen, um diese „Farce“ abzurunden. Mehrheitlich folgte man diesem und so war dann auch nach 19 min. Schluss, Ende, Aus.

„Leicht verdientes Sitzungsgeld (€ 15,–) zzgl. Fahrgeld, etc. pp. für die Stadtverordneten“, könnte man nunmehr zynisch resümieren.

Da die Presse diesen ach so „gravierenden faux pas“ vermutlich nicht schnell genug veröffentlichte, erledigte man auch dieses gleich mit.

NPD-Lachmann verursacht Abbruch der Stadtverordnetenversammlung

Nachdem Lachmann den Spuckschutz, der dem…

Posted by Büdinger Grüne on Friday, May 28, 2021

Der Stadtverordnete Lachmann ist qua Attest von einer „Maske“ befreit. Somit also kein „Maskenverweigerer“, wie von den Grünen (vorsätzlich?) falsch propagiert. Auch ist es etwas befremdlich, daß dieselbe Handlung (Entfernen des „Spuckschutzes“ vom Tisch) eine Woche zuvor keinerlei Erwähnung fand, geschweige denn weder kritisiert noch „geahndet“ wurde.

„Angst frisst Verstand“

Dieser 1,40m hohe „Spuckschutz“ auf dem Tisch soll demnach dann wohl als „abzugrenzenden Bereich des Sitzungssaales“ zu sehen sein? 1„…Mandatsträger, die auf Grund einer ausreichenden und von der verantwortichen Person zu überprüfenden Bescheinigung vom Tragen einer Maske befreit sind, sind in einem abzugrenzenden Bereich des Sitzungssaales zu platzieren.“ §2, Abs. 6, S.2 Pandemiesatzung v. 05.03.2021 Auch den, in der Pandemiesatzung festgeschriebenen Infektionsschutz für die Mikrophone sucht man wohl vergebens?! 2„Mikrophone sind mit einem Infektionsschutz zu versehen.“ §2, Abs. 4, S.3 Pandemiesatzung v. 05.03.2021

Bild: D. Lachmann

Das, was sich da am Freitag, den 28.05.2021 abgespielt hat, kann doch wohl kaum Ernst zu nehmen sein. Eine Farce. Einer Stadtverordnetenversammlung unwürdig. Peinlich.

Die Stadtverordneten machen z.B. keinerlei Test, bevor sie zu einer Stadtverordnetenversammlung oder Ausschusssitzung gehen. Im Vergleich dazu, darf man aktuell (Stufe 2) eine Innengastronomie z.B. nur mit verpflichtendem Negativnachweis aufsuchen.

Und hier „hocken“ – Pardon – > ca. 60 Menschen (davon 45 Haupt- und Ehrenamtliche, zzgl. Zuschauer) in dieser „Wolfgang-Konrad-Halle“ im Ortsteil Lorbach und der Stadtverordnetenvorsteher ermahnt 1 Stadtverordneten, der seinen „Spuckschutz“ auf den Boden stellt?!

„Wo“ ist denn da – bei kritischer Betrachtung – bitte die Logik?

„Wer“ schützt sich hier eigentlich vor „wem“ oder „was“ genau? Und „was“ genau wird hier eigentlich mit „unverantwortlichem Handeln“ unterschwellig unterstellt? 3„FWG-Fraktionsvorsitzender Ulrich Majunke unterstrich: „Ich finde es bedauerlich, dass Herr Lachmann so unverantwortlich handelt. Und ich hoffe, dass durch diese Aktion eine endgültige Klärung des Sachverhaltes herbeigeführt wird: Die Frage, wie man ihn dazu bringen kann, sich an die von uns aufgestellten Regeln zu halten.““ Kreis-Anzeiger v. 30.05.2021

An welche der „aufgestellten Regeln“ hat er (Herr Lachmann) sich denn nun genau nicht gehalten? Und in welcher Form tanzte denn nun ein Herr Lachmann den Stadtverordneten während der Corona-Pandemie auf der Nase herum? 4„Wie Manfred Scheid-Varisco (SPD) für seine Fraktion erklärte, „unterstützen wir natürlich den Stadtverordnetenvorsteher“. Das habe er als Fraktionsvorsitzender auch im Stadtverordnetenvorstand klargestellt. „Wir haben uns schon über ein Jahr während der Corona-Pandemie von einem Herrn Lachmann auf der Nase herumtanzen lassen. Daher begrüßen wir, dass der Stadtverordnetenvorsteher so konsequent vorgeht“, betonte er. Auch für ehrenamtlich engagierte Menschen stehen nach Ansicht von Scheid-Varisco Gesundheit, Respekt und Rücksicht an erster Stelle.““ Kreis-Anzeiger v. 30.05.2021

Ganz ehrlich … Nun einmal „Butter bei die Fisch“ …

In dieser Pandemiesatzung ist weder der „abzugrenzende Bereich“ näher definiert noch ist darin ein „Spuckschutz“ auch nur Ansatzweise als „Schutzmaßnahme“ erwähnt. Ein „Spuckschutz“ als Abgrenzung eines Bereichs schon mal gar nicht. Ergo liegt ein „Verstoß“ worin genau?

Der, in der Pandemiesatzung geforderte, Infektionschutz für Mikrophone fehlt dagegen z.B. gänzlich. Negative Tests sind ebenfalls darin nicht gefordert. Wenn Negativtests – bei allen Schutzmaßnahmen – nicht gefordert werden, wie können dann die Stadtverordneten zu 100% sicher sein, daß keiner von ihnen (oder den zugelassenen Zuschauern) „positiv“ ist?

Dies, weil doch gerade dieser Negativtest „der“ Nachweis schlechthin ist, sowie i.V. mit der „3G-Regel (getestet, genesen oder geimpft)“ – gefühlt – tagtäglich medial propagiert wird und deswegen auch hier bei uns ein Testcenter nach dem anderen wie Pilze aus dem Boden schießt. Und eine Stadt Büdingen unterlässt es, sich einen solchen Nachweis bei einer solchen Menschenansammlung in einer Halle vorlegen zu lassen?

Warum ist es dann gestattet, daß die Stadtverordneten – mit Ausnahme derjenigen, die ein Attest haben, welches sie von einer Maske befreit – ohne MNS, sowie „Spuckschutz“ – ungetestet – am Platz zu sitzen und mit ihrer ausgeatmeten Luft – neben einer Reihe von Gasen – ebenfalls auch „Aerosolpartikel“ in ihrer unmittelbaren Umgebung zu verbreiten?

Mit „Logik“, sowie „normalem“ Menschenverstand hat das alles wohl herzlich wenig zu tun oder? „Corona“ dürfte weit weniger aufs Hirn gehen als die zig Verordnungen und Regeln, die kontinuierlich seit dem letzten Jahr in regelmäßigen Abständen erlassen werden. Den Überblick scheint man allerdings schon lange verloren zu haben?!

M.E. scheint man, was diese Versammlung v. 28.05.2021 betrifft, förmlich nur auf einen solchen Moment gewartet zu haben, um diesen mehr als peinlichen Eklat vom Zaun zu brechen, der vermutlich auch noch ein (juristisches) Nachspiel zur Folge haben wird. So zumindest mein Eindruck aufgrund dieser Berichterstattung.

Wer in dieser „Provinzposse“ zuletzt lacht, wird sich dann wohl in nächster Zeit noch zeigen.


Aktualisierungen:

Protokoll der Stadtverordnetenversammlung v. 28.05.2021

Büdinger Bote v. 05.06.2021 („online Ausgabe“) – „Eklat in Lorbach – Daniel Lachmann lässt Parlamentssitzung platzen

Kreis-Anzeiger v. 03.06.2021 („online Ausgabe“) – „Lachmann darf teilnehmen

Stadt Büdingen knickt ein: Stadtverordneter Lachmann darf an Sitzung teilnehmen

Nachdem Daniel Lachmann den…

Posted by NPD Büdingen on Wednesday, June 2, 2021

Kreis-Anzeiger v. 01.06.2021 („online Ausgabe“) – „Sitzung der Stadtverordneten

NPD-Stadtverordneter setzt sich gegen schikanierende Maßnahme zur Wehr

– Altparteien & ProVernunft/AfD quittieren mit…

Posted by NPD Büdingen on Tuesday, June 1, 2021

#ichmachnichtmehrmit

Ehrlich gesagt kotzt mich unsere Gesellschaft, unser sog. „gesellschaftliches Leben“, dieses ständige „Gegeneinander“, diese „Lagerbildung“, seit Jahren schon an. Und „Corona“ macht es nicht besser. Das Gegenteil ist der Fall.

Ich bin inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem ich beschlossen habe, bei diesem ganzen Irrsinn nicht (mehr) mitzumachen. Schon gar nicht mehr bei Diskussionen, bei denen es absehbar ist, in „welche“ Richtung sie gehen …

Gefühlt werden nämlich keine Meinungen mehr ausgetauscht, sondern nur noch gewertet. Und dies vorzugsweise in der Form, dass derjenige, der sie artikuliert – möglichst unterhalb der Gürtellinie – bloßgestellt wird, um dann in einer der zahlreichen Schubladen zu landen. Derer haben wir inzwischen zahlreiche und Dank vieler (in-)“toleranten“ Mitmenschen werden sie nicht weniger. Ich mag diese zahlreichen Schubladen hier nicht aufführen, weil ich nicht nur ihre Beschriftung, sondern allein ihre Existenz abstoßend finde.

Nein, die Spezies „Mensch“ ist m.E. nun einmal nicht nur „edel, hilfreich und gut“ und das, was sie tut, wenn ihre dunkelste aller dunklen Seiten zum Vorschein kommt, auch nicht „unmenschlich“. Der „Mensch“ sollte m.M.n. endlich mal begreifen, dass beides zu ihm gehört und es letztendlich seine Entscheidung ist, „was“ er „wann“, „wie“ und „wo“ lebt (Vielleicht stimmt diese Stammesgeschichte der Cherokee den ein oder anderen mal nachdenklich?!).

Ich war (und bin es immer noch) fassungslos ob des sog. „Bevölkerungsschutzgesetzes„, das letzte Woche durch Bundestag und Bundesrat durchgepeitscht wurde. Ich greife mir nicht nur aus vielerlei (juristischen) Gründen an den Kopf, sondern auch ob der „Peter-Prinzip“ Vertreter, die dieses, trotz berechtigter verfassungsrechtlicher Kritik, nonchalant durchgewunken haben. Da frage ich mich doch allen Ernstes, ob die „Herrschaften“, die sich „Volksvertreter“ schimpfen, tatsächlich noch alle Tassen im Schrank haben. Allein beim durchlesen der Plenarprotokolle wird mir schlichtweg speiübel.

Zeitgleich mit dem Durchwinken dieses unsäglichen Gesetzes (22.04.2021) startete die Videokampagne #allesdichtmachen. Zahlreiche Schauspieler (ursprünglich waren es um die 50) kritisierten dieses Gesetz in knapp 2-minütigen Videobeiträgen in ironisch-, sarkastisch-, sowie zynischer Form. Ich finde diese Aktion – nach wie vor – hervorragend inszeniert.

Als ich mir die einzelnen Videobeiträge ansah, dachte ich mir schon, dass diese Aktion „im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ 🥳, wie eine Bombe einschlagen wird.

Sie schlug ein … und zwar so, dass selbst einem Frankfurter SPD Stadtrat, die Hutschnur „platzte“ (Seit 2017 übrigens auch „Senator“ im hiesigen „Büdinger Carneval Club e.V.“).

Ja, diese(r) „tweet“ des „Genossen“ Duin war schon „Hammer“.

Abgesehen davon, dass ich mich langsam schon gar nicht mehr frage, „was“ da eigentlich für „Typen“ in einem Rundfunkrat sitzen, „siegt“ nach wie vor dessen Ideologie über seine (vermutlich durch den „Shitstorm“ hervorgerufene) „Selbstkritik“.

Zumindest scheint sich dieser „Herr“ in der, sich vor Empörung überschlagenden und zur „Attacke“ auf die Protagonisten der #allesdichtmachen Aktion blasenden, „Proletentwitterblase“ wohl in angemessenerer Gesellschaft als der eines Rundfunkrates zu befinden?!

Auch, wenn einige Schauspieler (manche wegen der vehementen Kritik, andere, weil sie – lt. Presse – bedroht wurden) ihre Beiträge zurückgezogen haben, bin ich den Initiatoren und Teilnehmern dieser Videoaktion dankbar. Sie haben mit dieser Aktion ins Schwarze getroffen 🙏.

Lt. h.M., benötigt man nicht nur ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie, um sich so feiner Stilmittel wie „Ironie, Sarkasmus und Zynismus“ zu bedienen, sondern auch, diese zu verstehen. Treffender hätte man m.E. die Missstände in diesem Land, die gesellschaftliche Spaltung, die Kluft, die sich aufgetan hat, die manipulative Politik dieses Landes, wohl nicht aufzeigen können. 


Beitragsbild: Gerd Altman / Pixabay

„B33THOV3N AND3RS“

Herzlichen Glückwunsch der Musik- und Kunstschule Büdingen zum (verdienten) 🥇1. Platz (und einem Preisgeld i.H. v. € 5.000,–)🏆 beim Videowettbewerb „B33TH0V3N…AND3RS“, ausgerichtet vom Bundesmusikverband Chor und Orchester e.V. (BMCO) 🥳.

Videobeitrag der Musik- und Kunstschule Büdingen:


Beitragsbild: Ri Butov / Pixabay

Negativ

Mit der öffentlichen Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen anlässlich der kommenden Bürgermeisterwahl in unserem Amtsblatt, dürfte der Wahlkampf wohl nunmehr „offiziell“ eröffnet sein.

Aus „Benjamin Harris – Ihr Kommunalpolitiker für Büdingen“ wurde daher an diesem Wochenende wieder – wie 2015 bereits schon – „Benjamin Harris – Ihr Bürgermeisterkandidat für Büdingen„, ergänzt nunmehr um die Einladung, ihn auch via „WhatsApp“ direkt zu kontaktieren.

Diesmal kandidiert Harris zumindest nicht mehr als „unabhängiger“ Kandidat von CDU und SPD, sondern als BM-Kandidat seiner eigentlichen politischen Heimat, der CDU Büdingen. Die seinerzeitige „Liaison“ zwischen CDU und SPD dürfte man daher wohl eher als „Zweckgemeinschaft“ bezeichnen, die die BM-Wahl gerade mal so überdauerte.

Der „Erklärbär“ für den „Bürgertest“ und auch eines der hiesigen Testzentren – hier das DRK-Testzentrum in der Düdelsheimer Straße unserer Kernstadt – soll es als Wahlkampfauftakt also nun sein …

Mein Fazit für den Test ist, daß, ja, die wenigen Minuten, die ich dort verbracht habe, viel Sicherheit für jeden geben. Derjenige, der sich hat testen lassen, aber auch für die Allgemeinheit. Dabei wird den meisten Leuten wahrscheinlich bestätigt werden, daß sie sich nicht mit Covid-19 infiziert haben. Der Test ermöglicht es aber, daß Infizierte, bevor sie selbst an sich Symptome feststellen, ähm, dies mitgeteilt bekommen und dadurch auch nicht andere Menschen anstecken, bzw. nicht zur Verbreitung der Pandemie beitragen. Deswegen meine Empfehlung: Geht zum Testzentrum, lasst Euch testen und damit habt Ihr dann Gewissheit. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

„Negativ“ … so also sein Testergebnis an diesem Tag. Ist es nicht wunderbar?

Wird vermutlich auch zahlreiche Mitbürger geben, die sein Fazit teilen und entsprechend „beklatschen“ werden. Sich testen zu lassen dient ja schließlich dem Wohl der Allgemeinheit oder?!

Dass ein Testergebnis genauso „Falsch-negativ“ wie „Falsch-positiv“ sein kann, wird dabei gänzlich ausgeblendet. Kein Test ist zu 100% sicher. „Durch Antigen-Schnelltest werden praktisch nur diejenigen positiv getestet, die eine hohe Viruslast haben und mutmaßlich ansteckend sind. Der Test identifiziert also infektiöse Patienten. Wenn er den Patienten vorbehalten bliebe, die symptomatisch sind, könnte er eine deutliche Verbesserung und Beschleunigung gegenüber dem aktuellen Labor-PCR-Verfahren darstellen.

„Negativ“ … so allerdings auch mein persönlicher Eindruck dieser (suboptimalen) „Performance“ dieses Kandidaten, der m.E. Steuergelder verschwendet, indem er sich, wie so viele andere auch, „asymptomatisch“ testen lässt. Selbstdarstellung auf Kosten der Allgemeinheit.


Beitragsbild: Maklay62 / Pixabay

Ausgebremst

„Ohne Moos nix los“ … das mussten per dato wohl auch Vorstände zahlreicher „Demokratieinitiativen“, die sich ausschließlich durch öffentliche Gelder finanzieren, feststellen.

Was ist passiert?

Die Bundestagsfraktion der CDU / CSU möchte, lt. Spiegel v. 31.03.2021, „den Entwurf für das von der SPD geforderte Demokratiefördergesetz“ nicht unterstützen. Begründung: „Unionsabgeordnete hätten zu viele Bedenken, mit dem avisierten Gesetz >>zu linke<< Organisationen zu unterstützen.

Zumindest die ersten Reaktionen aus Büdingen könnten derlei Bedenken bestätigen?!

Empörung bei den unermüdlichen Kämpfern für „Demokratie und Vielfalt“ …“,

Ja super, liebe CDU/CSU! Muss erst wieder der nächste Mord passieren, sich die nächste rechtsradikale Terrorzelle…

Posted by Boris Winter on Wednesday, March 31, 2021

sowie deren „Unterstützern„:

Da muss die CDU gewaltig dazulernen . . .

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-csu-unionsfraktion-bremst-demokratiefoerdergesetz-aus-a-6fef4874-c411-4bbb-ab2e-64cb1f06976a

Posted by Büdinger Grüne on Wednesday, March 31, 2021

Blöd nur, daß sich im Zuge des Kommunalwahlkampfes, gerade eine CDU Büdingen noch mit diesen „fraternisierte„. Aber gut, war halt Wahlkampf.

Da wird sich die CDU Büdingen wohl in der Bundesparteizentrale mal informieren müssen, wie „zu links“ bei einer – inzwischen linksgedrifteten – CDU / CSU zu verstehen ist?!

Und beim „Büdinger Bündnis“ wird man wohl darüber nachdenken müssen, zukünftig vielleicht doch erst einmal Mitgliedsbeiträge zu erheben? 🤔

Aktualisierung:

Nun versucht man, das Zentralorgan der SPD mit seiner Kritik an der CDU teilend, den moralischen Zeigefinger mit erhebend, den Geldhahn weiter am sprudeln zu halten … Und „Nein“, es handelt sich hierbei nicht um einen Aprilscherz.

Viele Menschen zeigen Gesicht gegen #Rechtsextremismus, #Rassismus und kämpfen für unsere #Demokratie, meist…

Posted by Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt on Thursday, April 1, 2021


Beitragsbild: OpenClipart-Vectors / Pixabay

Einspruch!

Quel Scandal! Da hat doch der Wahlleiter der Stadt Büdingen die Liste der „FDP“ Büdingen (5) unterhalb der Liste der „AfD“(4) positioniert.

Geht vermutlich wohl gar nicht. Daraufhin hat die „FDP“ „Einspruch gegen die Gestaltung des Stimmzettels“ beim Wahlleiter eingelegt. Dies mit der Begründung, daß diese Anordnung ggf. mit dem „Grundsatz der fairen Wahl“ unvereinbar ist.

„Den“ kannte ich allerdings bisher noch nicht. Mir waren bisher nur die Wahlrechtsgrundsätze aus Art. 28 Abs. 1, Satz 2 GG und Art. 38 Abs. 1, Satz 1 GG, sowie aus §1, Hessisches Kommunalwahlgesetz (KWG) bekannt. Aber gut … wir sind in Büdingen. Hier gibt’s demnach dann wohl auch den „Grundsatz der fairen Wahl“ …

Sei’s drum … Wir haben schließlich Kommunalwahlkampf und der „FDP Büdingen“ mißfällt nun einmal die Anordnung ihrer Liste unterhalb der einer „AfD“. So zumindest wirkt es auf mich.

Der Einspruch der „FDP“ ist für mich allerdings nicht nachvollziehbar, da besagter Stimmzettel gem. den amtlichen Vordrucken (Hier: „KW Nr. 13.2 – Musterstimmzettel – Stand: 01. September 2020„) angefertigt wurde.

Der Wahlleiter hat demnach die Möglichkeit, sich für 1/3 Musterstimmzettel – Varianten zu entscheiden und hat sich wohl in diesem Fall für die KW Nr. 13.2 entschieden. Auf der Seite des hessischen Landeswahlleiters kann man im übrigen die zur Auswahl stehenden Musterstimmzettel nachschauen 😉

Daß hier ggf. mit der Anordnung auf dem Stimmzettel der (ominöse) „Grundsatz der fairen Wahl“ n i c h t eingehalten wird, dürfte daher wohl nicht erfüllt sein, denn die Kandidatenlisten wurden entsprechend der Reihenfolge ihrer Listenplätze ordnungsgemäß angeordnet.

Eine Anordnung gem. der politischen Ausrichtung wird prinzipiell bei Musterstimmzetteln n i c h t vorgenommen. Dies aufgrund der bereits genannten Wahlgrundsätze.

Ergo auch: Wahrung der politischen Neutralität, der eine subjektive Verortung der politischen Ausrichtung der zu wählenden Listen wohl zuwider laufen würde?

👉 Hier geht’s zum Einspruch der FDP Büdingen


Lippenbekenntnisse

Diese Nachricht dürfte wohl bei zahlreichen Büdinger Protagonisten für Schnappatmung gesorgt haben:

Kommunalwahl 2021: AfD tritt erstmals in Büdingen an“ titelte der Kreis-Anzeiger Mitte Dezember des letzten Jahres. Und wer nun im Glauben ist, daß dieser Artikel auch bildlich einen Bezug zu den AfD-Kandidaten herstellt, irrt. Nein, kein Bild, z.B. des AfD-Spitzenkandidaten R. Wassiliew, sondern ein verwitterter und zerschlissener Aufkleber der „Antifa-BI“ auf einem Laternenpfahl in der Vorstadt. Aufschrift: „Gemeinsam gegen Nazis!“

Schelm, wer Böses dabei denkt. In diesem Fall zu dem allzu offensichtlichen „Wink mit dem Zaunpfahl“ (hier wohl eher: „Laternenpfahl“) zu dem Wetterauer Kreisbeigeordneten, MdL und Sprecher des Wetterauer AfD Kreisverbands, Andreas Lichert, der sich im o.a. Artikel zur Kandidatur seiner Partei in Büdingen äußert.

Dass die Partei ihre Kandidaten erst noch bekannt geben wird, ist – in Anbetracht derer, die ob dieser Mitteilung vermutlich schon jetzt Schaum vorm Mund haben – nachvollziehbar. Gleichzeitig ist es aber auch symptomatisch für die aktuelle politische Atmosphäre. Nicht nur hier bei uns.

Was ist das für eine „Demokratie“, in der Kandidaten mit ihrer Kandidatur auf einer politischen Liste, Angst vor Restriktionen, ggf. sogar persönlichen Angriffen, haben müssen?

Den Anfang macht – wen wundert’s – unmittelbar zu Beginn dieses neuen Jahres, ein Artikel, der durch eine „Antifa-BI“ geprägt ist: „Büdingen hingegen habe nun mit AfD und NPD mit gleich zwei Listen der extremen Rechten zu kämpfen. „Die Konkurrenz zwischen AfD und NPD, die sich inhaltlich und von der Zielgruppe her überschneiden, wird die NPD hoffentlich weiter Stimmen, Mandate und damit verbunden auch Gelder kosten“, hofft die Antifa-Bi. Für alle demokratisch und antifaschistisch eingestellten Menschen sei es nun wichtig, der hessischen Neonazi-Szene in ihren Hochburgen inhaltlich etwas entgegen zu setzen und die Wählenden über die Hintergründe der Parteien aufzuklären.

Dass Büdingen bei der kommenden Kommunalwahl nun „mit AfD und NPD mit gleich zwei Listen der extremen Rechten zu kämpfen habe“ hat wohl kaum etwas mit „Fakten“ zu tun?!

Als „rechtsextrem“ festgestellt ist objektiv einzig eine NPD. Nämlich durch das BVerfG i.R. des Parteiverbotsverfahrens v. 17.01.2017. Die Aussage, daß „mit AfD und NPD mit gleich zwei Listen der extremen Rechten“ ist also falsch und wird auch m.M.n. nicht dadurch „geheilt“, indem man von „extremen Rechten“ und n i c h t von „Rechtsextremen“ spricht.

Die AfD prinzipiell als extrem Rechts zu verorten, ist eine rein subjektive Meinung. In diesem Fall die eines Vereins, deren Verbreitung durch eine – diesem wohlwollend gegenüberstehende – Presse stattfindet. Das Vermischen „objektiver“ und „subjektiver“ Aussagen ist inzwischen Gang und Gäbe. Gerade dann, wenn es dazu dient, „Feindbilder“ zu schaffen.

[Selbstverständlich hat die AfD, wie die anderen Parteien auch, extreme Flügel.]

Wenn etwas oft genug wiederholt wird, neigt der Mensch dazu, es auch zu glauben. Dasselbe machen wir übrigens auch, wenn wir uns etwas merken / erlernen wollen, wiederholen wir es ständig, um es uns einzuprägen. Somit ist die ständige Wiederholung einer Anapher (hier z.B.: „Rechtsextrem“, „extreme“, „Rechte“) ein wirklich mächtiges und nicht zu unterschätzendes Werkzeug in der Beeinflussung unserer Wahrnehmung.

„Richtig“ wird eine „Meinung“ durch ihre ständige Wiederholung sicher nicht. Auch nicht in diesem Fall. Wenn man allerdings lang genug mit Dreck wirft, wird schon was hängenbleiben. Gerade bei „einfachen Gemütern“. Und die scheinen – gefühlt – in der Mehrheit zu sein (Was sie eigentlich nicht sind. Sie erscheinen nur „lauter“).

Auch die, im Artikel konstruierte, direkte „Konkurrenz“ zwischen einer AfD und NPD anlässlich der kommenden Kommunalwahl, dürfte den tatsächlichen Begebenheiten faktisch widersprechen, da zahlreiche Listen antreten und diese faktisch somit alle in „Konkurrenz“ miteinander stehen. Dies sind hier bei uns in Büdingen „CDU“, „FDP“, „FWG“, „Gruene“, „NPD“, „ProVernunft“, sowie nunmehr – erstmalig – „AfD“.

Dass die „inhaltlichen“, sowie „Zielgruppen“ „Überschneidung“ nicht näher erläutert wird, sondern – wie üblich – in Form von „Behauptungen“ in den Raum gestellt werden, ist halt „Programm“.

Obwohl im darauf folgenden Satz direkt zur „hessischen Neonazi-Szene“ zugeordnet, spekuliert doch eine „Antifa-BI“ öffentlich darauf, daß die Präsenz einer AfD der NPD „weiter Stimmen, Mandate und damit verbunden auch Gelder kosten wird“.

Nicht uninteressant. Die AfD als Mittel zum Zweck der Verdrängung einer NPD aus ihren politisch – mutmaßlichen – „Hochburgen“, bei gleichzeitiger Ankündigung deren „Bekämpfung“. Dies könnte man zumindest inhaltlich aus dem üblich alarmistischen Dystopie-Duktus à là

Für alle demokratisch und antifaschistisch eingestellten Menschen sei es nun wichtig, der hessischen Neonazi-Szene in ihren Hochburgen inhaltlich etwas entgegen zu setzen und die Wählenden über die Hintergründe der Parteien aufzuklären„.

schließen.

Es wird wohl auch noch viel Wasser den Seemenbach hinunterfließen müssen, um dieses – äußerst befremdliche – Demokratieverständnis, das dieser Verein hier an den Tag legt, auch nur Ansatzweise nachvollziehen zu können. Und damit ist weder dessen seinerzeitige Weigerung der Unterzeichnung der Demokratieerklärung noch die damalige „Liaison zwischen dem Vorsitzenden der Antifa-BI Wetterau und einem VS-Spitzel in der NPD“((„VS-Aktivität in Hessen“, Verfasser: „enttäuschung“ v. 12.12.2008, erschienen auf de.indymedia.org/2008/12/235765.shtml, inzwischen gelöscht)) gemeint, sondern das linkspolitische – bis linksextrem – geprägte Politmilieu, in dem sich dieser politideologisch bewegt und sich in dessen Duktus niederschlägt.

Preise, wie z.B. den 2008 erhaltenen Ehrenamtspreis der Wetterauer SPD, 2012 „Zivilcourage vereint“, sowie „Mitglieder, darunter auch die Grünen, die Linken und die Jusos“ dürfte vorangegangene Schlußfolgerung bezüglich „politischem Milieu“ mehr bestätigen denn in Frage stellen.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, daß sich eben jener dystopische Duktus einer Antifa-BI ein paar Tage später in Form einer Pressemitteilung des Vereins „Büdinger Bündnis für Demokratie und Vielfalt“ – inhaltlich nahezu deckungsgleich übernommen – im „Kreis-Anzeiger“ wiederfindet.

Während die „Antifa-BI“ die NPD im Visier hatte, nimmt sich das „Bündnis“ nun die AfD vor. In derselben Weise selbstbewusst und in moralisch überlegener Pose titelt dies in seiner Pressemitteilung: „Es wird Zeit, dass sich demokratische Parteien distanzieren„.

So weit, so schlecht.

Der „extrem rechte Block“

Der Verein „fürchtet“, „Der extrem rechte Block im Büdinger Stadtparlament könnte sich zukünftig auf drei Fraktionen verteilen. So verstehen wir die Ankündigung der AfD, zur Kommunalwahl in März nun auch in Büdingen anzutreten“, sagt Bündnis-Vorsitzender Boris Winter.“

Bitte wie?

Von welchen zwei Fraktionen, die demnach aktuell einen „extrem rechten Block“ in der Büdinger Stadtverordnetenversammlung bilden, spricht dieser Winter, der erstmalig auf der Liste der SPD kandidiert, denn hier ohne diese zu benennen?

Und was veranlasst ihn dazu – im Vorfeld dieser Kommunalwahl – die Liste der AfD reflexartig diesem ominösen „extrem rechten Block“ zuzuordnen, sowie deren Kandidaten – unbekannterweise – pauschal als „extrem rechts“ vorzuverurteilen? Gerade dieses Bündnis propagiert doch, „die politische Diskussion und den Bürgerdialog fördern, sowie Vorurteile abbauen und für einen respektvollen Umgang untereinander sorgen„?

Findet diese politische Diskussion, sowie das Abbauen von Vorurteilen und die Sorge um einen respektvollen Umgang untereinander etwa bereits schon in einem (personell noch unbekannten) politischen Konkurrenten seine Grenzen oder folgt Winter damit nur „treu“ der linkspolitischen Politideologie seiner Partei, deren Bundesvorsitzende sich u.a. im Juni des letzten Jahres öffentlich zur Antifa bekannt hat, was ihr – in dieser Pauschalität – Kritik einbrachte?

Es darf daher spekuliert werden, daß der Zeitpunkt der Stellungnahme dieses Vereins – unmittelbar nach Erscheinen dieses Artikels – nicht „rein zufällig“ gewählt wurde.

Auch, daß „Fraktionen“ – und von nichts anderem sprechen wir hier in unserer Stadtverordnetenversammlung – eben nicht identisch mit „Parteien“ sind, sollte er, wenn er schon in diese Stadtverordnetenversammlung hineingewählt werden will, doch zumindest wissen?!

[Die Stadt Büdingen weiß dies zumindest seit 2017. Da durfte sie Lehrgeld zahlen, als sie im Normenkontrollverfahren der NPD vor dem VGH Kassel unterlag. Der VGH erklärte damals die Entschädigungssatzung der Stadt Büdingen, die den Ausschluss von Fraktionszuwendungen für die Büdinger NPD-Fraktion zur Konsequenz hatte, nämlich kurzerhand für unwirksam und führte weiter aus, daß die „politische Anschauung von gewählten Stadtverordneten, die sich zu Fraktionen zusammengeschlossen hätten, daher auch kein sachgerechtes Kriterium für die Zuteilung von Fraktionszuwendungen sei.“ (Az.: 8 C 459/17.N).]

Bislang würden sich erst zwei Kandidaten bekennen

Dass eine Kandidatur auf einer Parteiliste inzwischen einem „Bekenntnis“ gleichkommt, ist selbst mir neu. Es steht wohl jedem frei, über den Zeitpunkt der öffentlichen Bekanntgabe seiner Kandidatur selber zu entscheiden. Es sollte diesem „Herrn“ daher zu denken geben, daß sich bisher nur zwei Kandidaten entschieden haben, ihre Kandidatur für die AfD-Liste öffentlich zu machen. Den Grund für eine solche Entscheidung „liefert“ z.B. gleichzeitig „sein“ Verein.

Jochen Amann

Einer der Kandidaten, der seine Kandidatur „öffentlich“ gemacht hat. Mit dem Ergebnis, daß sich der stellvertretende Vorsitzende, Lothar Euler, der auf Listenplatz 15 der CDU Büdingen kandidiert, wohl veranlasst sah, diesen in die Nähe einer „Querdenker“-Bewegung zu rücken. Dies, weil Amann in den letzten Monaten sowohl mit „Auftritten als (Haupt-) Redner bei verschiedenen Veranstaltungen aus dem Umfeld der Querdenker-Bewegung“ als auch der Gründung einer „sogenannten Bürgerbewegung“ „aufgefallen“ ist.

„Stasi-Methoden“?

Moment mal! Steht ein Herr Amann etwa unter „Beobachtung“ eines „Bündnis“ und muß sich für seine (privaten / ehrenamtlichen) Engagements auch noch „vor“ diesem rechtfertigen? Ernsthaft jetzt? Was ist denn das für eine krude Sichtweise von „Zivilcourage“?

Dass sich dieser Verein veranlasst sieht, ungefragt Dritte zu maßregeln oder zu belehren scheint wohl der übliche modus operandi zu sein. Zivilcourage also nur, wenn es den „Maßgaben“ dieses Vereins entspricht und auf dessen Wellenlänge liegt? „Das“ muß und sollte niemand unwidersprochen hinnehmen.

[Dass es, neben vielen anderen engagierten Firmen, auch ein Jochen Amann mit seiner Firma war, der ebenso unentgeltlich wie maßgeblich bei der Montage der Übungsanlage einer mobilen Brandmeldeanlage im Brandschutzzentrum in der Orleshäuser Straße mitgearbeitet hat, scheint diesem „Herrn“ wohl entgangen zu sein? Ist wohl deshalb, da dies zu Beginn des letzten Jahres war, nicht mehr im „Beobachtungsraster“ der „letzten Monate“ erfasst worden?!]

„annähernd gleiches Gedankengut wie die NPD“

Dass Lichert „den Wählerinnen und Wählern suggeriert, dass die AfD bei annähernd gleichem Gedankengut salonfähiger sei als die NPD“, lässt sich wirklich aus „Es gibt viele Bürger, die nicht zufrieden sind, aber nicht NPD wählen wollen. Jetzt haben sie eine echte Alternative““) schlußfolgern?

Ich fasse diese Äußerung eher so auf, daß Bürger nicht mehr ungültig (oder gar nicht) wählen, nur weil sie unzufrieden sind, sondern mit der AfD nunmehr eine Alternative zu den bestehenden Listen angeboten bekommen. Dies, um ggf. auch eine „Trotzwahl“, die Büdingen 2016 in helle Aufregung und kurzfristige „Schockstarre“ versetzte, zu vermeiden?!

Dass im gleichen Atemzug der AfD ein „annähernd gleiches Gedankengut wie die NPD“ unterstellt wird, sollte man als „übliche“ und inzwischen überstrapazierte Wahlk(r)ampfpropaganda, wie sie nur allzu gerne vom linkspolitischem Lager propagiert wird, betrachten.

Diese – aus dem Mund Eulers (CDU) – regt daher weder auf noch erstaunt es. Ist doch auch die Übernahme dieses linkspolitischen Duktus logische Konsequenz einer – ehemals stockkonservativen altehrwürdig rechtspolitischen – Partei, die unter der „Raute-Flagge“ Jahr um Jahr weiter in das linkspolitische Fahrwasser gesteuert wurde.

Man sollte sich halt nur bewusst sein, „was“ und „wen“ man in diesem Moment eigentlich vertritt. „Verein“ oder „Partei“. Und in diesem Fall dürfte es doch wohl eher „Partei“ denn „Verein“ sein?!

Distanzierung

Es wird höchste Zeit, dass sich alle in Büdingen vertretenen demokratischen Parteien deutlich von den antidemokratischen, diskriminierenden und menschenverachtenden Tendenzen distanzieren. Bei diesem gesellschaftlich so immens wichtigen Thema sollten alle echten Demokraten über die Parteigrenzen hinweg Einigkeit zeigen.

Man sollte Uwe Knecht, der auf der Liste der Grünen kandidiert, für die Veröffentlichung dieser Forderung eigentlich dankbar sein. Hier wird doch endlich mal „Gesicht gezeigt“. Dies aber weder für Toleranz und Vielfalt noch für politische Diskussion und Bürgerdialog und am allerwenigsten für Demokratie.

„Wer“ oder „was“ antidemokratisch, diskriminierend und menschenverachtende Tendenzen aufweist, hat ein gemeinnütziger Verein schon mal nicht zu entscheiden. „Dies“ obliegt letztendlich einer Judikative.

Antidemokratische Tendenzen „schlägt“ man im politischen Diskurs sachlich mit Argumenten und nicht mit Politparolen. „Parteiendemokratie“ heißt das Zauberwort.

„Demokratie“ bedeutet auch offenen Austrag, bzw. auch den offenen Streit der unterschiedlichsten politischen Standpunkte. Dieser fand in der Vergangenheit hauptsächlich in den Parlamenten, sowie politischen Gremien statt, hat sich jedoch im Laufe der Zeit mit der zunehmenden Digitalisierung peu à peu auch in die sozialen Netzwerke verlagert.

Das grundlegende Wesen besteht also demnach in der Nähe, bzw. direkten Auseinandersetzung und n i c h t in der Distanz. Schon allein zu einer solchen aufzurufen, widerspricht einer Demokratie, die auch den offenen Streit der unterschiedlichsten Standpunkte beinhaltet, mit dem Ziel dadurch einen gemeinsamen Konsens zu schaffen.

Tartuffe

Es hätte mich, ehrlich gesagt, nicht gewundert, wenn sich dieser Verein mit einer eigenen Liste zur Kommunalwahl aufgestellt hätte. Das wäre zumindest ehrlicher gewesen, als unter dem „Deckmantel“ eines gemeinnützigen Vereins „Politik“, sowie „Stimmungsmache“ zu betreiben und einen Kandidaten einer missliebigen Partei öffentlich zu diskreditieren.

[Ob sowohl die politische Betätigung dieser Vorstandsmitglieder – so sie denn gewählt werden – als auch ihre Zugehörigkeit zu politischen Parteien im Einklang mit Vereinszweck und Gemeinnützigkeit stehen, mögen ggf. Finanzamt / Amtsgericht i.R. einer Prüfung feststellen.]

So kandidiert nun jedes einzelne – hier zu Wort gekommene – Vorstandsmitglied auf der Liste seiner politischen Heimat. Und das darf und soll es auch, ohne Restriktionen z.B. durch Arbeitgeber oder öffentliche Verunglimpfung durch einen Verein befürchten zu müssen.

Eine Freiheit und Toleranz, die diese Personen nicht müde werden, zu propagieren, für sich als selbstverständlich erachten, dies jedoch Kandidaten einer politischen Konkurrenz nicht zugestehen.

Die Ziele des Vereins, dem sie vorstehen und die zugleich Vereinszweck sind, ad absurdum geführt.

Lippenbekenntnisse …


Aktualisierung:

Dass hier von einem „extrem rechten Block“ – ohne Benennung der Fraktionen – gesprochen wurde, hatte genau „das“ zum Ziel: Dass eine Fraktion reagiert. Da ist „Pro Vernunft“ in die ausgelegte Falle getappt, wie dem Kreis-Anzeiger v. 14.01.2021, „Büdinger Bündnis und Pro Vernunft im Clinch“, zu entnehmen ist [Anm.: Artikel hinter Bezahlschranke].

Wenn 3,27 cm fehlen …

Gerne möchte ich Euch noch ein paar Impressionen von der im September stattgefundenen Mitgliederversammlung mit meiner Nominierung zum Bürgermeisterkandidaten zeigen.“((Begleittext zum Video, Benjamin Harris, 20.11.2020))

https://www.facebook.com/161098417272968/videos/300984247739918

Die Länge dieses Zollstocks entspricht den 8.698 Stimmen, die vor 5 Jahren bei der Stichwahl abgegeben wurden. Und diese 3,27 cm entsprechen den 142 Stimmen, die damals zum Wahlerfolg gefehlt haben. Meine Damen und Herren. Ich habe Wort gehalten. Die Hälfte der Büdinger Bürger hat sich für mich entschieden und ich habe darin einen großen Vertrauensvorschuss gesehen …

Mag vielleicht daran liegen, daß ich immer hellhörig werde, wenn jemand mit Zahlen – noch dazu so „dramatisch“ – „jongliert“.

Die „Realität“ dieser Stichwahl v. 11.10.2015 sah zumindest so aus:

Die Länge dieses Zollstocks entspricht den 8.698 Stimmen, die vor 5 Jahren bei der Stichwahl abgegeben wurden.

Der Fehler liegt zumeist in der Annahme eines falschen Gerüsts. So auch hier. Die Länge dieses „Zollstocks“, mit dem er diese Stichwahl so eindrucksvoll „visualisiert“, hätte demnach nicht 8.698 Stimmen entsprechen dürfen, sondern 8.600, da „gültige“ Stimmen (98 Stimmen, bzw. wahlberechtigte Büdinger Bürger haben nämlich seinerzeit erneut zum Ausdruck gebracht, daß keiner der beiden ihnen zusagt und „wählten“ daher „ungültig“).

Und diese 3,27 cm entsprechen den 142 Stimmen, die damals zum Wahlerfolg gefehlt haben.

Und Simon sagt: Wieder falsch!
142 Stimmen fehlten damals, um mit Erich Spamer gleichzuziehen. Um zu gewinnen, hätte es mindestens 143 Stimmen gebraucht (Da sieht man mal, wie wichtig 1 einzelne Stimme doch sein kann 😉).

Wenn also der Zollstock den 8.600 gültigen Stimmen entspricht (=100%) – was er tun sollte, denn diese sind schließlich relevant – fehlten ergo 143 Stimmen oder, um bei Harris zu bleiben: „3,33 cm“ … (Es wären übrigens auch 3,30 cm bei 142 Stimmen …). Gut, „knapp daneben ist auch vorbei“ …

Auch haben sich nicht „Die Hälfte der Büdinger Bürger …“ für einen Benjamin Harris entschieden, sondern – bei einer Wahlbeteiligung von 52,20% ./. 1,13% ungültige Stimmen – 49,17% der gültigen Stimmen wahlberechtigter Büdinger Bürger. Hätte sich die Hälfte der (wahlberechtigten) Büdinger Bürger für ihn entschieden, hätte er nämlich – Richtig! – die Wahl gewonnen.

Nun, es scheint nicht nur mit der Mathematik, sondern auch mit der englischen Sprache – trotz amerikanischer Wurzeln – wohl ab und an ein bisserl zu hapern („headhunter“ statt „headquarter“ für „Firmenzentrale“ / „Hauptsitz“ – zwischenzeitlich korrigiert, jedoch nach wie vor falsch geschrieben („headhquarter“)) … vermutlich auch an einigem anderen …

https://fb.watch/1UZnBtZ-BO/

„Danke“ jedoch für einen weiteren – doch – sehr „aufschlussreichen“ Einblick in die „Welt“ eines BM Kandidaten, sowie eines „Nominierungsparteitag Bürgermeisterkandidatur“.

„Er kann’s nicht lassen“

Mit der Veröffentlichung ihrer Kandidatenliste für die kommende Kommunalwahl nebst Bekanntgabe ihres BM-Kandidaten, hat die FWG Büdingen nunmehr die – zeitweise „bizarren“ personellen – Spekulationen in ihren Reihen beendet.

Bürgermeister

Es dürfte daher wohl auch keine allzu große Überraschung sein, daß der Amtierende nunmehr noch einen drauflegt, indem er – Überraschung ! – erneut (für eine vierte Amtszeit) kandidieren will.

Hierzu braucht es persönliche Stärke, Energie und Durchsetzungsvermögen. Eigenschaften über die Erich Spamer in einem besonderen Maße verfüge und die nach den Worten der 1. Vorsitzenden Sabine Dönges in den nächsten Jahren sehr wichtig sein werden. „Gerade im Hinblick auf die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise brauchen wir einen erfahrenen Steuermann. Einen Bürgermeister, der mit Fleiß und Fachwissen die Geschicke unsere Kommune lenkt“, ergänzt der stellvertretende Vorsitzende Thomas Appel.

Würde ich ihn nicht kennen, würde ich vor Ehrfurcht doch glatt den Hut ziehen.
Da ich ihn kenne, wird mir – auf gut österreichisch – ob solcher Lobeshymnen gerade der „Oasch wassrig“ …

„Wenn mich das Alter auch nicht schützt vor Torheit, doch wohl für Kindischsein“((William Shakespeare, „Antonius und Cleopatra“, Erster Akt, dritte Szene)) ist eigentlich auch zur Zeit alles, was mir gerade dazu einfällt.

Kandidaten

Ergänzend zu den, im Kreis-Anzeiger aufgeführten 15 Kandidaten, veröffentlichte der Pressesprecher und stv. Fraktionsvorsitzende, Thomas Appel, via seines Facebook Profils ergänzend weitere Nominierte der FWG Kandidatenliste. Vorab erst einmal 37/56 …

1. Erich Spamer, 2. Ulrich Majunke, 3. Sabine Dönges, 4. Sabine Kraft-Marhenke, 5. Tim Strehm, 6. Reiner Marhenke, 7. Kathrin Knaf, 8. Thomas Appel, 9. Marcus Niederwieser, 10. Christian Ulrich, 11. Mathias Wiegand, 12. Ernst Henke, 13. Klaus Bräutigam, 14. Mathias Mäser, 15. Michael Herdt, 16. Stefanie Lange Bielinski, 17. Henning Nitzsche, 18. Wilhelm Schierhorn, 19. Jörg Sebulke, 20. Maike Szuppa-Neun, 21. Kirsten Knab, 22. Ulrich Imhof, 23. Christian Brand, 24. Jeanine Kremer, 25. Steffen Tomann, 26. Niklas Gilberg, 27. Christian Franz, 28. Alexander Kropatsch, 29. Ulrich Wacker, 30. Klaus Schwarzhaupt, 31. Holger Lorenz, 32. Peggy Wolf, 33. Thomas Gilberg, 34. Peter Maschke, 35. Rudi Bornträger, 36. Dr. Thomas Dittrich, 37. Armin Gottmann

„Und täglich grüßt das Murmeltier“

Es ist nicht nur ermüdend, sondern inzwischen etwas nervend. Immer wieder diese Unart, einen hauptamtlichen (noch dazu amtierenden BM) zwecks Stimmensammlung auf den ersten Listenplatz zu setzen, nur um dann das Mandat weiterzugeben. Ist aber wohl Fraktions- als auch Parteiübergreifend der übliche modus operandi und leider auch immer wieder erfolgreich.

Mal ehrlich: Welcher hauptamtliche Wahlbeamte ist schon so blöd und tauscht sein (gut dotiertes) Amt gegen ein ehrenamtliches Mandat in einer Stadtverordnetenversammlung, bzw. einem politischen Gremium?
Richtig! Keiner! Ergo: Warum wählt man ihn dann überhaupt?

Würde der Wähler dieses dämliche – immer wiederkehrende – Spielchen endlich durchschauen, würde er sich aufs „kumulieren und panaschieren“ konzentrieren und diesen ersten Listenplatz ignorieren. So weit denkt der Wähler aber nicht, sondern setzt – in gewohnter Manier – sein Kreuz bei der Fraktion seines Herzens, um sich das – etwas zeitaufwendigere – „Kumulieren und Panaschieren“ zu ersparen, bei dem man eigentlich erst einmal genau diesen Kandidaten streicht. Einfach so, weil er einfach keine Lust mehr hat, sich so offensichtlich verar***en zu lassen?!