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Sechs

19.07.2021, 18 Uhr. Abgabefrist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen für das Amt des Bürgermeisters. 6 Personen haben ihre Unterlagen abgegeben. 5 Namen sind bereits bekannt, das „Geheimnis“ um den sechsten Bewerber dürfte dann am 30.07.2021 um 18 Uhr gelüftet werden, wenn alle Unterlagen überprüft wurden und der Gemeindewahlausschuss offiziell mitteilen wird, daß – vermutlich – alle Wahlvorschläge zugelassen werden.

Während im benachbarten Glauburg die (noch) amtierende Büdinger Stadträtin Strauch bislang Alleinkandidatin war, hat sie mit dem 19.07. nunmehr eine Kontrahentin vorgesetzt bekommen. Dürfte daher in Glauburg nicht uninteressant werden. Und während in der kleinen Nachbargemeinde der Bürgermeisterwahlkampf stark östrogenlastig ist, wird das hier in Büdingen vermutlich – mit einer Ausnahme (2015) – wohl wieder einmal ein reines „Testosteronschaulaufen“.

Die sozialen Netzwerke sind nicht nur eine prima Informationsquelle, sondern natürlich auch Möglichkeit, Eigenwerbung und somit „Wahlkampf“ zu veranstalten, was die Protagonisten auch tun. Der eine mehr, der andere weniger … zumindest bis jetzt.

„Größere Reichweite“, „kostengünstig“, „schnell“, „informativ“ … nicht zu unterschätzende Faktoren. Dies weiß inzwischen wohl auch die Presse zu schätzen und so findet sich z.B. dann auch so manch‘ Kommentar unter Beiträgen der BM Kandidaten als Zitat in der aktuellen Berichterstattung – zumeist hinter einer Bezahlschranke – wieder.

30.07.2021, 18 Uhr. Der Wahlausschuss hat alle 6 Bewerber zur Wahl zugelassen. Im Amtsblatt vom 02.08.2021 wurden nunmehr die offiziell zugelassenen Wahlvorschläge veröffentlicht. Kandidaten sind nunmehr:

  1. Harris, Benjamin (Sozialversicherungskaufmann) | CDU
  2. Kleta, Rolf (Angestellter) | SPD
  3. Mai, Robin (Selbständig) | FDP
  4. Lachmann, Daniel (Geschäftsführer) | NPD
  5. Zielenkiewitz, Stefan (Freiberuflicher Standort- u. Unternehmensberater) | Einzelbewerber
  6. Majunke, Ulrich (Selbständig) | Einzelbewerber (FWG)

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Herzblatt

Eine Glosse …

Irgendwie hat so ein Bürgermeisterwahlkampf doch was von „Herzblatt„. Finden Sie nicht auch?

Die Kandidaten stellen sich vor, zeigen sich von ihrer Schokoladenseite, versuchen, charmant sowohl zu beeindrucken als auch von sich zu überzeugen. Für den krönenden Abschluss sorgt – nach Susis amüsanter Zusammenfassung – die Frage, wer denn nun das Herzblatt sein soll. Im Anschluss verbringt man miteinander einen Tag und zieht eine Woche später vor laufender Kamera ein Fazit, ob’s „Top“ oder „Flop“ war.

Ähnlich verhält es sich mit den Kandidaten eines Bürgermeisterwahlkampfs.

Nachdem ein Wahlkampfausschuss die bisherigen Bewerber mit der Zulassung öffentlich (sozusagen „amtlich“) zu Kandidaten erklärt hat, beginnt damit die sog. „heiße Phase“, sprich‘: „Schaulaufen“ à là vorstellen, beeindrucken, überzeugen.

Auf welchen Kandidaten der ein oder andere schlußendlich abfährt, ist – wie so vieles im Leben – wohl reine Geschmackssache und hat im Allgemeinen mehr mit Sympathie / Antipathie denn nüchterner und pragmatischer Wahl aufgrund beruflicher Qualifikation zu tun.

Nachdem der derzeit Amtierende Anfang Juli vollkommen überraschend erklärte, nicht mehr kandidieren zu wollen, sah es doch kurzfristig aus, als hätte man nur noch das, was man allgemein als „Qual der Wahl“ bezeichnet.

Dies hat sich jedoch seit dem 30/07/2021 geändert, so daß nunmehr offiziell 6 Kandidaten im Rennen sind und Susi an dieser Stelle wohl fragen würde:

„So, lieber Wähler. Wer soll denn nun Dein Herzblatt sein?“

Kandidat 1, der brave Vorzeigeschwiegersohn, mit dem es sicher nicht langweilig oder einsam wird, da seine politischen Freunde – stets bemüht, ihn ins rechte Licht zu rücken – immer dabei sind und dem eigentlich nur noch die Tattoos „Jules“ und „Rooobeeert“ auf den Unterarmen1„Männlich und markant – fehlt nur noch das Tattoo. An dieser Stelle ein Vorschlag: Sollte Harris die Wahl gewinnen, dann könnte er sich doch in geschwungener Schrift die Namen „Robert“ und „Jules“ auf die Unterarme tätowieren lassen.“ Björn Leo: „Politik ist sexy“, Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, S. 26 fehlen, um „Männlich und markant2Björn Leo: „Politik ist sexy“, Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, S. 26 den Rathausstuhl zu erobern oder

Kandidat 2, der mehr „Ecken und Kanten3Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14 hat, als man es an seiner „Körperkontur ablesen kann4Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14, „keine Politik für Fürsten, Investoren und Unternehmen machen5Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14will und nicht zu den „bequemsten politischen Weggefährten6Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14 gehört, jedoch gerne beim Riwwelkuchenbacken7FB Seite „Rolf Kleta Bürgermeisterkandidat für Büdingen hilft oder

Kandidat 3, der nette Bursch‘ vom Berg, der mit Bits und Bytes jongliert, wie kein anderer, „rational statt ideologisch“ „infrastrukturelle Bedürfnisse wie Energieversorgung und Mobilität mit der Umwelt in Einklang bringen8[Schwerpunkt „Infrastruktur und Umwelt“, Website Robin Mai will, um mit diesen „idealen Startmöglichkeiten9Schwerpunkt „Soziales“, Website Robin Mai in neue digitale Sphären zu schweben oder

Kandidat 410Zum Zeitpunkt dieser Glosse war eine offizielle Website des Kandidaten, auf der er sein Wahlprogramm vorstellt, nicht aufzufinden, der pöse „hünenhafte“ Purche, mit dem es – ob Strickjacke, Longsleeve11Klaus Nissen: „Landrat wirft Nazis raus“, Der neue Landbote v. 27.03.2015 | „Noch mehr Flüchtlinge“, Der neue Landbote v. 28.11.2015 oder Anzug – sicher nicht langweilig wird, da er für einen Eklat12Petra Ihm Fahle, „Eklat im Büdinger Parlament wegen fehlender Maske“, Kreis-Anzeiger v. 31.08.2020 [€]nach dem anderen13[Petra Ihm-Fahle, „NPD sorgt für Eklat im Büdinger Parlament“, Kreis-Anzeiger v. 31.05.2021 [€] sorgt und sicher gerne die Leiter hält, wenn man ihm beim Plakate aufhängen (und die hängen immer hoch) hilft oder

Kandidat 514Zum Zeitpunkt dieser Glosse war eine offizielle Website des Kandidaten, auf der er sein Wahlprogramm vorstellt, nicht aufzufinden, der hoch motivierte „Macher15Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€], der – ca. ein ½ Jahr hier lebend und daher mehrheitlich unbekannt – sein großes Netzwerk gleich selber mitbringt, um seine Visionen in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln,16Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] weil „inaktiv zu sein17Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] nun mal nicht „sein Ding18Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] ist oder aber ist es 

Kandidat 6, der hemdsärmelige Handwerker, der anpacken will19„Ulrich Majunke will „anpacken für ganz Büdingen“, PM v. 06.08.2021, Kreis-Anzeiger, es gewohnt ist, klare Entscheidungen zu treffen20„Als Unternehmer sei er es gewohnt, klare Entscheidungen zu treffen“, Björn Leo, „Ulrich Majunke will – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€], „mit offenem Visier nach vorne21„“Ich gehe mit offenem Visier nach vorne“, sagt er im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger. Und fügt selbstbewusst hinzu: „Ich kann Bürgermeister.““ Björn Leo, „Ulrich Majunke – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€]geht, „kein Mann für schlechtes Wetter ist22 Björn Leo, „Ulrich Majunke – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€] und sich sowohl für die jüngsten Einwohner als auch Lebensexperten23Video Ulrich Majunke einsetzen will.

So, lieber Wähler. „Wer“ soll denn nun für die nächsten sechs Jahre Dein Herzblatt sein?


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„Ja, wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?“

Die Frage kam mir ad hoc in den Schädel, als ich den heutigen [05.07.2021] Regionalteil des „Kreis-Anzeiger“ las.

Mehr Fragen als Antworten – Bürgermeister Erich Spamers Verzicht auf erneute Kandidatur bleibt ein Rätsel / FWG und SPD positionieren sich mit Alternativen“ nebst Kommentar „Quo vadis, FWG?“ nimmt nahezu die komplette Seite 7 [€] ein. Fortsetzung folgt auf Seite 8 [€] mit „Rätselraten in Büdingen – Nach der überraschenden Rückzugs-Ankündigung von Bürgermeister Erich Spamer suchen Fraktionsvorsitzende nach Erklärungen und Motiven„, sowie [€] „„Du bist jetzt wohl Plan B“ – Nach kritischer Rede: Fraktionen attackieren FWG-Mann Thomas W. Appel / Parlament löst Wirtschaftsbeirat auf„.

Zu guter Letzt der nächste „Knaller“ auf Seite 9 [€] „Krätschmer verzichtet für Strauch – Damit hat niemand gerechnet: SPD Glauburg nominiert Büdingens Erste Stadträtin für die Bürgermeisterwahl am 26. September„.

Für solche „Bonbons“ müssen dann nun auch einmal die zahlreichen Pressemitteilungen (u.a. CDU Büdingen, Harris, FWG, Vereine, etc. pp.), die mehrheitlich in den letzten Monaten den täglichen Regionalteil prägten, schon mal Platz machen. Kann man ja auch – zum Wohle einer Berichterstattung – mal machen oder?

Screenshot e-Paper Kreis-Anzeiger v. 05.07.2021 / Fotos fehlen in der Online-Ausgabe des verlinkten Artikels [€]

Ja, ja … Da hat „unser“ Erich mit seiner Ankündigung, nicht mehr kandidieren zu wollen, ja mal wieder für mächtig Aufregung gesorgt. Die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung (ob das fehlende Bild des FWG Fraktionsvorsitzenden Ulrich Majunke, bzw. seines Stellvertreters (Thomas Appel) so beabsichtigt war?) suchen derweil „nach Erklärungen und Motiven“.

Von „Gerüchten, ob man in der FWG das Pferd wechselt“ (König, CDU), über Rückzug in den „wohlverdienten Ruhestand“ (Patzak, FDP), „Neuanfang“ (Cott, Grüne), bis zur „Einsicht, dass die Chancen gering sind, gewählt zu werden“ (Bähr, ProVernunft) ist alles dabei, um die Gerüchteküche weiter zu befeuern.

Über die Laus, die ihm tatsächlich über die Leber gelaufen ist und diese (m.M.n.) „Trotzreaktion“ hervorgerufen hat, bewahrt der Erich jedoch weiter Stillschweigen. „„Diejenigen, die betroffen sind, wissen Bescheid. Ich beschuldige und demontiere niemand. Das ist nicht meine Art“, sagt der 69-Jährige am Sonntagvormittag im Sitzungssaal des Rathauses.“ (Diejenigen, die ihn schon etwas länger (und näher) kennen, werden sich vermutlich ob dieser Aussage ungläubig die Augen gerieben haben.)

Fakt ist nun einmal, daß er in den nächsten Monaten den Rathaussessel räumen wird. Diesen Fakt hat „er“ und niemand anders nunmehr geschaffen. „Wann“ genau er dies allerdings tun wird, wird wohl (s)ein Geheimnis bleiben. Nach der Art und Weise seiner Ankündigung vom Freitag (02.07.2021) sollte man vielleicht auch hier mit einer Überraschung rechnen?!

Strauch kandidiert in Glauburg

Überraschend auch die Ambitionen der derzeit amtierenden Büdinger Ersten Stadträtin, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Nicht, wie man nun annehmen könnte, in Büdingen (22.808 Einwohner)2Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden, sondern in ihrer Heimatgemeinde Glauburg (3.064 Einwohner)3Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden.

[Dass sich ein – Pardon – schon allein fachlich hoffnungslos überforderter Scheid-Varisco kurzfristig als BM Kandidat in Büdingen ins Spiel gebracht hat, dürfte doch wohl eher als verfrühter Karnevalsscherz denn ernsthaft gemeint, zu werten gewesen sein?!]

An der Besoldung kann es wohl nicht liegen, denn mit ihrer Entscheidung, in Glauburg zu kandidieren, würde sie sich – im Falle einer erfolgreichen Wahl – u.a. auch von B2 auf A16 verschlechtern. Auch parteiintern etwas „suboptimal“, sowie mit Konfliktpotential, da der amtierende BM (seit 2009) auch Parteikollege, sowie ehem. Dienstvorgesetzter ist.

Obwohl anders geplant, macht der amtierende, obwohl ursprünglich für eine dritte Amtszeit kandidieren wollend, jedoch den Weg frei, um erneute Konflikte42003 kam es bei diesem Ortsverband schon einmal zu einer parteiinternen Kandidatur Dieser Konflikt schwelt bis dato nach. zu vermeiden. Summa summarum eine äußerst unangenehme, wenn nicht gar „peinliche“ Situation. Wohl weniger für jemanden, der „Verbundenheit“ durch „Ich bin das Enkelchen vom Sperlings Karl aus der Herrnstraße und dem Lisi aus der Schulstraße„[€] ausdrückt und sich – sollte ich es richtig verstanden haben – selbst mit der Darlegung seiner Ziele wohl etwas „blamiert“5„So waren auch viele der Ziele, die sie als Bürgermeisterin erreichen will und die sie auch auf vorbereiteten Karten austeilte, den Mitgliedern wohl bekannt – zum Teil sogar besser als Strauch selbst die konkreten Themen kannte. Immer wieder korrigierte oder ergänzte Krätschmer sie bei ihren Ausführungen. Sprach sie vom Ausbau der Kinderbetreuung und dass es notwendig sei, einen zweiten Kindergarten zu bauen, stellte er fest, dass dieser mindestens fünf Gruppen Platz bieten müsse. „In acht Tagen bringe ich die Vorlage ein.“ Erwähnte Strauch das geplante Baugebiet „Hinter dem Falltor“, korrigierte der ortsfremde Krätschmer die Einheimische Strauch „Hinter dem Falder“. Kreis-Anzeiger v. 06.07.2021, S. 18, sowie „online“[€] haben dürfte?!

An Krätschmer’s Stelle hätte ich es einfach mal auf eine parteiinterne „Kampfkandidatur“ ankommen lassen, zumal seine Wiederwahl wohl so gut wie sicher gewesen wäre?! Den Glauburgern sei gewünscht, daß sich ihnen bis zum 19.07.2021 noch eine weitere wählbare Alternative bietet.

Uns hier in Büdingen sei selbiges gewünscht.


Zitat (Überschrift): „Auf der Rennbahn“, 1946, Wilhelm Bendow / Franz-Otto Krüger | 1972, Loriot

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R.i.F. Wirtschaftsbeirat

Stadtverordnetenversammlung v. 02.07.2021, TOP 26. Antrag der FWG-Fraktion, betr.: Beirat für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing | Vorlage: ANFWG/008/2021. Mit 30 „Ja“-Stimmen und 1 Enthaltung wurde die Auflösung des „Beirat für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing“ einstimmig durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen. Was an Punkten noch offen war, wird mitsamt der Anträge aus diesem Beirat nun in den Haupt- und Finanzausschuss überwiesen.

Die Entfernung des Gremiums aus dem Bürgerinformationsportal der Stadt Büdingen am frühen Abend des 03.08.2021 setzt nunmehr endgültig den Schlußstrich unter ein Gremium, in dem – lt. Thomas W. Appel (FWG) – „in sechs Jahren rein gar nichts passiert“ ist und man über weite Strecken damit beschäftigt war, sich den Stand der Vorjahressitzungen in Erinnerung zu rufen.

Ein Gremium, das lt. Appel (FWG) „auf Bestreben der CDU gegründet“, seit 23.09.2015 existierte, an die Wand gefahren wurde und dessen Auflösung lt. König (CDU) nun nichts anderes mehr als „Formalie sei“.

So also das „Schicksal“ eines Gremiums, das zur Chefsache des amtierenden Bürgermeisters erklärt, unter dem Vorsitz eines CDU Bürgermeisterkandidaten geführt, sowie von „geringem Interesse aus den Fraktionen1Wolfgang Patzak (FDP) erklärte, er halte grundsätzlich nicht viel von Beiräten, daher habe er nichts gegen die Auflösung. Ganz so schlecht seien die Aktivitäten aber nicht gewesen, meinte er. Geschuldet seien die Verzögerungen auch einer Abstimmungspanne, der Corona-Krise und geringem Interesse aus den Fraktionen.“ | Kreis-Anzeiger v. 04.07.2021 [€] geprägt war.

Dass der (nunmehr „ehem.“) Vorsitzende Harris bei Auflösung des Gremiums, dem er jahrelang vorstand, wegen Urlaubs nicht anwesend war, mag – zugegebenermaßen – etwas befremdlich, jedoch nicht „verwerflich“ sein.

Dass aber eben jener Harris die Wirtschaftsförderung in seinem Wahlkampf zu einem seiner Leitthemen macht, von „Innovation“ und „Potenziale zu nutzen und zu kommunizieren“ schwadroniert, grenzt – im Zusammenhang mit diesem Wirtschaftsbeirat – an Zynismus.

6 Jahre (09/2015 – 07/2021), in denen er – als verantwortlicher Vorsitzender – mit diesem Gremium die Möglichkeit hatte, „Büdingen als attraktiven Standort für innovative Unternehmen bekannter“ zu machen, „die Ansiedlung neuer Unternehmen“ zu fördern, die „Digitalisierung von Unternehmen und Verwaltung, schnelles Internet oder eine Vernetzung von Stadt und Unternehmen mit Hochschulen“ voranzubringen und Büdingen „zu einem kreativen und innovativen Zentrum in der Region“ werden zu lassen.

Dies hätte wohl aber auch etwas mehr als die 13 Std., 10 min. an Gremienarbeit erfordert, die zeitlich dafür aufgewendet worden sind. Vom Zeitaufwand der eigentlichen Arbeit der Umsetzung mal ganz zu schweigen …

Die Realität210 Gremiensitzungen mit einer Sitzungsdauer von ø 1Std., 20min. im Zeitraum 09/2015 – 07/2021 | Abstimmungspannen | Corona-Krise | mutmaßlich den Bitten, frühzeitig und regelmäßiger einzuladen, nicht nachgekommen | Zeit verschwendet, weil man damit beschäftigt war, sich den Stand der Vorjahressitzung in Erinnerung zu rufen (gab es keine Protokolle, bzw. entsprechende Vorlagen, etc.?) der Auflösung dieses Gremiums wegen Untätigkeit, dürfte daher wohl nicht nur die o.a. Wahlkampftirade ad absurdum führen, sondern weitere Fragen aufwerfen.

Wenn sich ein Bürgermeister erneut einer Wahl stellt, muß er sich im Zuge seines Wahlkampfes selbstverständlich auch an seiner bisherigen Amtszeit messen lassen. Selbiges muß daher auch für Kandidaten gelten, die kommunalpolitisch tätig waren, bzw. sind. Und diese spricht nicht „für“ diesen Kandidaten.


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candidatus dignus

Nun also „Ring frei für Uli“ …

Mit der Entscheidung, Ulrich Majunke in den Ring steigen zu lassen, hat die FWG, m.M.n. erstmals eine gute und vernünftige Entscheidung getroffen, sowie einen würdigen Kandidaten nominiert.

Einem, der seine eigenen Fußspuren hinterlässt und nicht in die Fußspuren seines Vorgängers tritt.

Dass man dessen stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden indirekt „lancierte“ und diesem dadurch eine gewisse Bekanntheit verschaffte, ist m.E. kein Grund, diesen im Anschluss als „kompetenten“ BM-Kandidaten zu präsentieren (Auch, wenn er genau bei dieser Stadt seine Verwaltungslehre absolviert hat).

Nun habe ich es ja generell so gar nicht mit Parteien. Auch bin ich alles andere als ein „Freund“ dieser FWG Büdingen. Aber, wie formulierte es schon Cicero: „Exceptio probat regulam in casibus non exceptis“ [zu Deutsch: „Die Ausnahme bestätigt die Regel in den nicht ausgenommenen Fällen.„], verkürzt: „Ausnahmen bestätigen die Regel“. Und für eine solche „Ausnahme“ halte ich eben auch diesen Kandidaten. Punkt.

Dieses Amt ist – auch wenn in der Öffentlichkeit immer gerne anders gesehen – ein trockener „Verwaltungsjob“. Und dieser ist von Verwaltungsabläufen geprägt. Ein Gerüst, bestehend aus Formalien, Beschlüssen, Gesetzen, Rechts- und Durchführungsverordnungen gehören zum Tagesgeschäft. Schlußendlich ist hier eine Gemeinde mit 22.8081Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden Einwohnern in insgesamt 16 Stadtteilen zu verwalten. Tendenz steigend.

Fotos und Phrasendrescherei à là „wie schön ist doch Büdingen“ sind Stadtmarketing. Auch für die Repräsentation der Stadt zeichnet formaljuristisch ein hauptamtlicher Stadtrat Verantwortung (den wir (noch) hier in Büdingen haben). „Das“ sollte sich so mancher mal vor Augen führen.

Es ärgert mich immer wieder, wie die Bürger – aus Unkenntnis, sowie Desinteresse – das Amt eines Bürgermeisters betrachten. Diese Betrachtungsweise hat wenig mit der Realität denn Nostalgie vergangener Zeiten zu tun.

Verärgert bin ich auch ob der tendenziösen Art und Weise, wie dieser neue Kandidat via dem Kreis-Anzeiger vorgestellt wurde. Ich frage mich, was das soll(te).

Screenshots: Bild links: Online-Artikel [€] | Bild rechts: epaper, sowie Printausgabe v. 06.07.2021

[In Anbetracht der Tatsache, daß Erich der FWG einen Haufen vor die Tür 💩 hat, möge sich dieser – ganz entgegen seiner Art – doch bitte mit Äußerungen2„Der Rathauschef, der im Oktober 70 wird, saß stattdessen im Wirtseck, um mit seinem Amtsvorgänger Bernd Luft über gute alte Zeiten zu sprechen. Erst später hat Spamer die Versammlung der Freien Wähler besucht. „Die Vorgänge und die Entscheidung für Uli Majunke habe ich mit Verwunderung zur Kenntnis genommen“, sagt er.“ Zitat: Kreis-Anzeiger v. 06.07.2021[€] zur Kandidatur eines Kollegen in Zurückhaltung üben. Wäre aufgrund des „Dilemmas“, das er verursacht hat, an dieser Stelle wohl mehr als angebracht.]

Giftspritzen

Weil die Büdinger Grünen – was mich nicht wundert – nach wie vor keinen aus ihren eigenen Reihen ins Rennen um die Rathausspitze schicken können, tun sie halt das einzige, was sie wirklich „können“. Provokant und überheblich (re)agieren:

Bei „der“ geballten Kompetenz, die die Büdinger Grünen – meist ungefragt – immer wieder zum Besten geben, wäre ein grüner BM-Kandidat (m/w/d) doch eigentlich „die“ Möglichkeit gewesen, zahlreiche Kritiker Lügen zu strafen.

An dieser Stelle verstummt jedoch – wenn’s um so eine Kandidatur geht, noch dazu einer weiblichen – selbst eine „Krawallschachtel“1„[…] Da behauptet die ohne zwingenden Grund, ohne nen Anlass behauptet die einfach, dass wir Rechtspopulisten sind. Aus heiterem Him Himmel beleidigt diese linke Dame uns als Rechtspopulisten. In der letzten Sitzung gab ich ihr nochemal die die Möglichkeit, sich für diese Aussage zu entschuldigen, was sie natürlich nicht für notwendig er erachtet hat hatte. So steht diese Behauptung dieser Krawallschachtel noch immer im Raum. (Gelächter, spöttischer Applaus) […]“ Stadtverordnetenversammlung v. 10.06.2016, Wolfgang Faust (ProVernunft).

Man darf also mal gespannt sein, was die Grünen diesmal wohl auf die übliche Frage „Und wen unterstützen die Grünen?“2[…]“Die Tendenz geht klar zu Erich Spamer“, sagt Fraktionschef Joachim Cott. Die anderen Kandidaten seien keine Alternativen.“ | Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, „Land, Leben, Leute“, „Politik ist sexy“, Björn Leo antworten werden, nachdem ein Erich Spamer nicht mehr kandidiert.

Vermutlich so, wie es Frau Preißer (FDP) seinerzeit getan hat: „Es gibt sechs Kandidaten. Der Bürger wird wohl in der Lage sein, sich einen auszuwählen.“3„Schließlich noch Dorothea Preißer. Sie sagt nüchtern: „Es gibt sechs Kandidaten.Der Bürger wird wohl in der Lagesein, sich einen auszuwählen.“ Die FDP gibt jedenfalls auch keine Wahlempfehlungab. Eine Stichwahl wird es wohl geben,vermutet Preißer.“ | Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, „Land, Leben, Leute“, „Politik ist sexy“, Björn Leo


Bild: D Mz / Pixabay

#ichmachnichtmehrmit

Ehrlich gesagt kotzt mich unsere Gesellschaft, unser sog. „gesellschaftliches Leben“, dieses ständige „Gegeneinander“, diese „Lagerbildung“, seit Jahren schon an. Und „Corona“ macht es nicht besser. Das Gegenteil ist der Fall.

Ich bin inzwischen an einem Punkt angekommen, an dem ich beschlossen habe, bei diesem ganzen Irrsinn nicht (mehr) mitzumachen. Schon gar nicht mehr bei Diskussionen, bei denen es absehbar ist, in „welche“ Richtung sie gehen …

Gefühlt werden nämlich keine Meinungen mehr ausgetauscht, sondern nur noch gewertet. Und dies vorzugsweise in der Form, dass derjenige, der sie artikuliert – möglichst unterhalb der Gürtellinie – bloßgestellt wird, um dann in einer der zahlreichen Schubladen zu landen. Derer haben wir inzwischen zahlreiche und Dank vieler intoleranten Mitmenschen werden sie nicht weniger. Ich mag diese zahlreichen Schubladen hier nicht aufführen, weil ich nicht nur ihre Beschriftung, sondern allein ihre Existenz abstoßend finde.

Nein, die Spezies „Mensch“ ist m.E. nun einmal nicht nur „edel, hilfreich und gut“ und das, was sie tut, wenn ihre dunkelste aller dunklen Seiten zum Vorschein kommt, auch nicht „unmenschlich“. Der „Mensch“ sollte m.M.n. endlich mal begreifen, dass beides zu ihm gehört und es letztendlich seine Entscheidung ist, „was“ er „wann“, „wie“ und „wo“ lebt (Vielleicht stimmt diese Stammesgeschichte der Cherokee den ein oder anderen mal nachdenklich?!).

Ich war (und bin es immer noch) fassungslos ob des sog. „Bevölkerungsschutzgesetzes„, das letzte Woche durch Bundestag und Bundesrat durchgepeitscht wurde. Ich greife mir nicht nur aus vielerlei (juristischen) Gründen an den Kopf, sondern auch ob der „Peter-Prinzip“ Vertreter, die dieses, trotz berechtigter verfassungsrechtlicher Kritik, nonchalant durchgewunken haben. Da frage ich mich doch allen Ernstes, ob die „Herrschaften“, die sich „Volksvertreter“ schimpfen, tatsächlich noch alle Tassen im Schrank haben. Allein beim durchlesen der Plenarprotokolle wird mir schlichtweg speiübel.

Zeitgleich mit dem Durchwinken dieses unsäglichen Gesetzes (22.04.2021) startete die Videokampagne #allesdichtmachen. Zahlreiche Schauspieler (ursprünglich waren es um die 50) kritisierten dieses Gesetz in knapp 2-minütigen Videobeiträgen in ironisch-, sarkastisch-, sowie zynischer Form. Ich finde diese Aktion – nach wie vor – hervorragend inszeniert.

Als ich mir die einzelnen Videobeiträge ansah, dachte ich mir schon, dass diese Aktion „im besten Deutschland, das es jemals gegeben hat“ 🥳, wie eine Bombe einschlagen wird.

Sie schlug ein … und zwar so, dass selbst einem Frankfurter SPD Stadtrat, die Hutschnur „platzte“ (Seit 2017 übrigens auch „Senator“ im hiesigen „Büdinger Carneval Club e.V.“).

Ja, diese(r) „tweet“ des „Genossen“ Duin war schon „Hammer“.

Abgesehen davon, dass ich mich langsam schon gar nicht mehr frage, „was“ da eigentlich für „Typen“ in einem Rundfunkrat sitzen, „siegt“ nach wie vor dessen Ideologie über seine (vermutlich durch den „Shitstorm“ hervorgerufene) „Selbstkritik“.

Zumindest scheint sich dieser „Herr“ in der, sich vor Empörung überschlagenden und zur „Attacke“ auf die Protagonisten der #allesdichtmachen Aktion blasenden, „Proletentwitterblase“ wohl in angemessenerer Gesellschaft als der eines Rundfunkrates zu befinden?!

Auch, wenn einige Schauspieler (manche wegen der vehementen Kritik, andere, weil sie – lt. Presse – bedroht wurden) ihre Beiträge zurückgezogen haben, bin ich den Initiatoren und Teilnehmern dieser Videoaktion dankbar. Sie haben mit dieser Aktion ins Schwarze getroffen 🙏.

Lt. h.M., benötigt man nicht nur ein gewisses Maß an Intelligenz und Empathie, um sich so feiner Stilmittel wie „Ironie, Sarkasmus und Zynismus“ zu bedienen, sondern auch, diese zu verstehen. Treffender hätte man m.E. die Missstände in diesem Land, die gesellschaftliche Spaltung, die Kluft, die sich aufgetan hat, die manipulative Politik dieses Landes, wohl nicht aufzeigen können. 


Beitragsbild: Gerd Altman / Pixabay

Attacke!

„Friede, Freude, Eierkuchen“ in Ruhe und Harmonie verweilend … „Läuft“ bei den Genossen …

Etwas anders hört sich allerdings diese Jahreshauptversammlung der Büdinger Genossen im heutigen (12.07.2021) Kreis-Anzeiger an.

SPD Büdingen im Angriffsmodus“ [€] titelt dieser. Da ist die Rede von „Angriffsmodus“; „Kampflos“ will man „das Feld der politischen Konkurrenz künftig nicht mehr überlassen“; „die SPD nämlich in vielen Dörfern überhaupt keine Rolle mehr spielt“ …

Auch, dass man bei der diesjährigen Kommunalwahl 1 Sitz in der Stadtverordnetenversammlung verloren hat, „nervt“ – lt. Kreis-Anzeiger – die Genossen wohl sehr. Es dürfte wohl auch der schlichten Tatsache geschuldet, daß sich der Abstand zu einer CDU i. Vgl. zu 2016 nahezu verdoppelt1[2016: Differenz 4,91%2021: Differenz 9,71%] hat, was den Genossen wohl zusätzlich schwer im Magen liegen dürfte?!

„Angriffsmodus“ soll es also nun sein. „Kampfansage“ der neu gewählten / nominierten „roten Front“.

Boris Winter

Lt. Kreis-Anzeiger verkörpere der – 46-jährig – neu gewählte Vorsitzende „einen neuen Typus“, ohne diesen näher zu charakterisieren.
Also, erst einmal dürfte dieser „Typus“ nichts Neues sein. „Radikale“, „Extremisten“ und „Fanatiker“ gab, gibt und wird es immer in politischen Gruppierungen geben.

Dass man solchen „Typen“ aber nunmehr – auf hiesiger kommunaler Ebene – das Ruder überlässt, ist allerdings ein Novum. Zeigt aber auch sehr eindrucksvoll, wie sehr man doch „kämpft“ und sich der Tatsache bewußt ist, sich (politisch) seit Jahren schon auf einem absteigenden Ast zu befinden.

Man organisiert sich also „neu“. Kurs- und Ruderwechsel, indem man sich eines solchen „Typus“ bedient. Einem, der publikumswirksam zur (SPD) Fahne greift, diese der „Versammlung präsentiert und sagt: „Dafür möchte ich eintreten.“

Da geht den Genossen doch das Herz auf, wie einem alten Schlappen die Naht …

An Theatralik sowie Populismus kaum noch zu überbieten. Aber gut … die „Geste“ zählt.

Rolf Kleta

Als Ulrich Majunke von der FWG zum Bürgermeisterkandidaten nominiert wurde, bezeichnete der Kreis-Anzeiger diesen in seiner Printausgabe v. 06.07.2021 als „Das aus der Not geborene Kind“2In der „Online-Ausgabe“ erschien dieser dann mit der Überschrift [€] „Nach Spamer-Rückzug: Ulrich Majunke soll Bürgermeisterkandidat werden. Diese – m.M.n. absolut deplacierte (sic!) – Bezeichnung dürfte – wenn überhaupt – dann doch wohl eher auf den nunmehr nominierten SPD Kandidaten passen, wenn man sich die Historie dieser „Kandidatenfindung“ mal etwas näher betrachtet?!

Dass selbst die eigene Stadträtin nicht die einzige „Wunschkandidaten“ der Genossen war und – lt. Kreis-Anzeiger – „einige Gespräche mit Kandidaten, die dem Profil der SPD entsprochen haben“ stattgefunden haben, verwundert dann doch sehr. Veranlasst es doch zu der Vermutung, weder kompetente Leute in den eigenen Reihen zu haben noch dafür gesorgt zu haben, solche entsprechend „heranzuziehen“.

Dass man nun schon seit 2009 keinen Kandidaten aus den eigenen Reihen zur BM-Wahl stellt … fragwürdig.
Dass man sich sogar „Auswärtiger“ bedienen musste … blamabel.
Den nunmehr nominierten als „nie die erste Wahl“3„Rolf Kleta war für die SPD dennoch nie die erste Wahl“ – Zitat Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, „SPD Büdingen im Angriffsmodus„[€] hinzustellen … ein Armutszeugnis.

Dass es Absagen hagelte … wenig erstaunlich. Wem die Historie einer Büdinger SPD BM Kandidatensuche bekannt ist, lässt – verständlicherweise – besser die Finger davon.

Die erste Stadträtin kocht ihr Süpplein – nach aktuellem Stand – demnach also auch bald wieder in Glauburg.

Nun also Kleta. Nicht nur aus der Kernstadt, sondern auch aus den eigenen Reihen. Kein Unbekannter in der Büdinger Kommunalpolitik. Seit 10 Jahren nun schon in der Stadtverordnetenversammlung dabei. Er „will“, ist „vorstellig“ geworden. Angeblich 2 Wochen vor dieser Versammlung, auf der man eigentlich mitteilen wollte, keinen gefunden zu haben, der’s „macht“.

Die ersten Aussagen lassen aufhorchen:

„Ich bin kein Zählkandidat. Ich will der erste Diener der Stadt werden.“ 
„Wir wollen in Büdingen keine Politik für Fürsten, Investoren und Unternehmen machen…“, beginnt er und fährt nach einer Pause fort: „… aber eben auch für sie, denn sie sind Teil der Gesellschaft.“

Diese „Fürsten“, „Investoren“ und „Unternehmen“ finanzieren – ganz nebenbei angemerkt – nicht nur zu einem Gros so manche politischen Sperenzchen mit, sondern sorgen u.a. für Arbeitsplätze, Lohn- und Gewerbesteuer, dienen sogar ungefragt (sic!) als „Aushängeschild“ für diese Stadt, den Tourismus, sowie einer interkommunalen „Landesgartenschau“.

Ein Bürgermeister macht eigentlich auch keine „Politik“. Steht irgendwie im Widerspruch zu einem „erste Diener der Stadt“ oder? Als Verwaltungschef setzt er eigentlich das um, was die „Politik“ in den Gremien beschließt. Der Diensteid eines BM sollte doch zumindest nach 10-jähriger kommunalpolitischer Tätigkeit bekannt sein?! Darin ist übrigens auch von „unparteiisch“ die Rede … Nur mal so nebenbei …

Sollten daher die obigen Aussagen wirklich die überzeugte Einstellung sein, so dürfte er sich bereits schon in den Startlöchern disqualifiziert haben?!

Auch dürfte es vermutlich schwer werden, mit so einer Aussage noch den Fuß in die Tür, geschweige denn über die Schwelle ortsansässiger Unternehmen, Investoren und Fürsten zu kommen …


Beitragsbild: Iván Tamás / Pixabay

Seniorenbeiratswahl

Und da ist es, das Malheur …

Da bekamen die wahlberechtigten Mitbürger ab 60 ihre Wahlunterlagen für die Seniorenbeiratswahl im Juli und standen vermutlich erst einmal mehrheitlich davor wie der sprichwörtliche „Ochs vorm Berg“.

Die Stadt hat zwar mit einem pfiffigen und „hypen“ „Flyer“ diese Wahl beworben, eine Seite mit einer Kurzvorstellung der Kandidaten existierte zum Zeitpunkt der Versendung der Briefwahlunterlagen jedoch nicht [Stand: 13.06.2021].

Somit wohl erst einmal ein wenig Verwirrung, denn die Namen allein dürften für so eine Wahl nicht ausreichend sein.

Am 14.06.2021 hat die Stadt Büdingen dann die ersten 4 / 13 Kandidaten öffentlich via „facebook“ vorgestellt.

Kurze Zeit (ca. 2 – 3 Tage) später schaltete sie dann ihre Kandidaten-Website für die Seniorenbeiratswahl frei.

Daher, zu der nunmehr veröffentlichten offiziellen Kandidatenvorstellung der Stadt Büdingen, ergänzende Verweise / Bemerkungen / Verlinkungen (Kandidatenliste dem Amtsblatt Nr. 26 v. 28.05.2021, S. 118 entnommen), die ggf. auch meinerseits noch bis zur Wahl weiter aktualisiert werden:

1. Eichenauer, Monika, geb. 1954
Für den Kreis-Anzeiger vor Ort unterwegs

2. Rieger, Christel, geb. 1946
Vorsitzende des Sängerkreises Büdingen

3. Meige, Horst, geb. 1951
Schriftführer OB Wolferborn

4. Schubert, Sigrun, geb. 1942
Ehrenamtsagentur Büdingen

5. Schierhorn, Karl Wilhelm, geb. 1949
FWG, Magistrat

6. Rita Eckert, geb. 1953
ProVernunft | BL Eckartshausen

7. Assel, Berthold, geb. 1942
MGV 1884 Wolferborn e.V. (u.V.d.R.)

8. Wolfgang Jeensch geb. 1950
Vonhausen, u.a. Dorfwerkstatt Vonhausen

9. Wagner, Gertraud, geb. 1948
SPD (kandidierte auf Platz 14)

10. Willbrand Ihmig, geb. 1952
ehem. Stadtverordneter, Fraktion NPD

11. Borck, Michael, geb. 1955
SPD (kandidierte auf Platz 21)

12. Dr. Griethe, Hans Peter, geb. 1942
FWG, leitete seinerzeit den ersten Wahlkampf des heute (noch) amtierenden Bürgermeisters

13. Supp, Norbert, geb. 1944
SPD


Aktualisierung per 02.08.2021:

Das amtliche Endergebnis der Seniorenbeiratswahl wurde nunmehr festgestellt. Bei einer Wahlbeteiligung von (nur) 18,96% wurden

  1. Monika Eichenauer
  2. Christel Rieger
  3. Rita Eckert
  4. Wolfgang Jeensch
  5. Horst Meige
  6. Wilhelm Schierhorn
  7. Michael Borck

in den Seniorenbeirat gewählt.

Wer mag, kann sich die Ergebnisse hier anschauen.

Xanthippen

„Xanthippe war ein böses Weib, Der Zank war ihr ein Zeitvertreib.“1Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961, „Xanthippe

Ein sonderbares „Fundstück“, das sich da – aus welchen Gründen auch immer – in meinen Nachrichtenüberblick gespült hat, zumal ich mit Fußball & Co. so gar nichts am Hut habe.

Wäre darin nicht eine Autorin aus Büdingen erwähnt gewesen, zu deren Repertoire sowohl Rechtschreib- und Grammatikfehler als auch das Blockieren jeglicher Kritik(er) auf diesem sozialen Netzwerk zählen, hätte ich vermutlich weitergescrollt.

Kurzzeitig hat es dieses Fundstück doch zumindest geschafft, mein Interesse zu wecken. Ergo habe ich mir das mal näher angeschaut, zumal mir eine der beteiligten Protagonistinnen gänzlich unbekannt ist.

Das Bild, das sich für mich – nach kurzer Recherche – ergab, ist allerdings wenig schmeichelhaft. Selbst bei kritischer Betrachtung einer Bericht erstattenden Regenbogenpresse.

Beide Protagonistinnen scheint demnach wohl mehr zu einen, als zu trennen?!

Wer also an „Niveaulimbos“ Gefallen findet, dem sei bei diesem „Zickenkrieg“ viel Spaß und gute Unterhaltung gewünscht.

Gegenstand des Disputs (ausgehend von den Beitragsinhalten beider „Damen“):

Die Enthüllung der Akte Assauer – Der Verrat an einer Legende“ von Britta Assauer, Herausgeber: NIBE-Media, 280 Seiten, bei amazon am 21.05.2021 erschienen, bei NIBE-Media seit 31.05.2021.

Akte Assauer: Verrat an einer Legende“ von Britta Assauer / Katja Schneidt, Herausgeber: Independently published (auch als „Self-Publishing“ bezeichnet – „Self-Publishing-Autoren und -Autorinnen veröffentlichen ihre Bücher und eBooks nicht über einen klassischen Buchverlag, sondern bringen sie selbst auf den Markt.„), 258 Seiten, 03.05.2021.

Wenn eine Co-Autorin Rudis Schicksal mit Füßen tritt…

Auf vielfachen Wunsch, habe ich mich jetzt doch entschieden,…

Posted by Britta Assauer on Saturday, June 5, 2021

Wer mich kennt weiß, dass ich mich nicht an öffentlichen Schlammschlachten beteilige aber das Frau Assauer nachweislich…

Posted by Katja Schneidt on Sunday, June 6, 2021

Liebe Frau Assauer. Liebe Grüße von meinem Hund, den ich laut Ihrer Aussage auf ihrer Facebookseite, gerade auf meinem…

Posted by Katja Schneidt on Monday, June 7, 2021

Ich möchte mich bei den Menschen bedanken, die mich darauf Aufmerksam machen, dass Frau Assauer meine private…

Posted by Katja Schneidt on Thursday, June 17, 2021

Manchmal macht man Fehler…
Der ein oder andere hat ja mitbekommen, dass ich zusammen mit der Kurzzeitehefrau von Rudi…

Posted by Katja Schneidt on Tuesday, June 22, 2021

Aktualisierung per 20/07/2021

Liebe Betty. Du bist eine unglaublich tolle Frau. Wenn dein Vater Rudi Assauer was gemacht hat, dann richtig und du bist…

Posted by Katja Schneidt on Tuesday, July 20, 2021


Beitragsbild: Peggy und Marco Lachmann-Anke / Pixabay