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Maskenpflicht

Das Virus ist „intellent“ …
Ab 19h macht’s also „Heia“ und wird erst wieder am nächsten Morgen ab 08h aktiv. Muß einem ja auch mal gesagt werden.


Wenn sich Menschen in unserer kleinen Stadt – gerade in unserer gemütlichen kleinen Altstadt – auf offener Straße unter freiem Himmel begegnen, schätzt es vermutlich π * 👍 die Entfernung ab, checkt „Mindestabstand“ und „Maske“ und entscheidet sich dann intuitiv, ob es aktiv wird oder nicht. Da es irrsinnig „intellent“ ist, checkt es vorher auch noch schnell die politische Ideologie des mutmaßlichen „Opfers“ – wägt also auch „Coronajünger“ gg „CovIdiot“ ab – und legt dann los … oder eben auch nicht.


Da es „Heia“ macht, können wir uns demnach also ganz geschmeidig ab 19h – unmaskiert – zum gemütlichen „Sit in“ – mit gebührendem Abstand – bei irgendeinem „Glühwein-Pop-up“ treffen … 😜 … 🤦‍♂️

Wow!
Spaß beiseite …
Die „Großstadt“ Büdingen im Wetteraukreis setzt also nunmehr die neueste CoKoBeV (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) des Landes Hessen um. Ihr bleibt auch nichts anderes übrig, da nun einmal „Verordnung“.

Bild: Dorothea Lohfink

Dass im Eifer des Gefechts Fehler passieren, ist menschlich. So wird es vermutlich auch bei dem (selbst hergestellten?) „Hinweisschild“ passiert sein, bei dem jeglicher Vermerk auf den (legitimen) Urheber, sowie dem Anlass (Hier: „Verordnung“) fehlt. Dies einfach, weil diese „Hinweisschilder“ im öffentlichen Raum („wild“) angebracht wurden.

Daher kann man m.E. diesen „Hinweis“ zur Kenntnis nehmen oder auch nicht. „Handeln“ muß man aber – da keinerlei Bezug zu einer rechtlichen Grundlage, sowie einer evtl. OWi hergestellt wird – wohl eher nicht.

Und „Nein“, da kann (und sollte) man – auch wenn gerne dann auf die „chaotischen Zeiten“ verwiesen wird – als Bürger eben halt auch nicht mal „Fünfe gerade sein lassen“.

So zumindest sehe ich das und lasse mich gerne eines Besseren belehren.


Bild: Lohfink, D. (Privat) – mit freundlicher Genehmigung –

Ka·ta·s·t·ro·phe

Vorab: Sowohl vom Alter als auch gesundheitlich gehöre ich zur sog. „Risikogruppe“. Hier in Hessen sind alle Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können und das durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen (Empfehlung HMSI), von dieser „Maskenpflicht“ ausgenommen.

Einkaufen in „Corona-Zeiten“ … ein Erlebnis der ganz besonderen Art oder „Spießrutenlauf“?!

Ganz klar: Beides!

Seit knapp einem halben Jahr haben wir im benachbarten Ortsteil Wolferborn die Möglichkeit, frisches Gemüse und Obst beim Hofstüberl zu kaufen. Das Sortiment wird peu à peu erweitert und es finden sich dort mehrheitlich frische regionale Produkte. Bestellungen können via WhatsApp aufgegeben werden. Man kann diese selbst abholen oder sich auch anliefern lassen. Man erspart sich daher auch Diskussionen wegen „Maskenpflicht“, etc., weil man sich inzwischen kennt und das Gegenüber bereits Bescheid weiß. Hier wird halt noch miteinander „gebabbelt“. Einer der Vorteile, wenn man auf dem Land lebt. Entspannt halt.

Frische Eier hole ich auch nach wie vor beim Hühnermobil in Büdingens „Kernstadt“, von dem ich ja bereits berichtet habe. Ebenfalls total entspannt.

Ja, auch bei unserem LIDL hole ich so einiges. Seit den Kontaktbeschränkungen und (seit 27.04.2020) „Maskenpflicht“ ist nicht nur der dortige Einkauf ein Erlebnis der „besonderen Art“, sondern auch all‘ das, was man auf dem Weg dorthin / retour so alles zu sehen bekommt.

Sicherheitsdienst und Desinfektionsmittel

Nachdem ab dem 16.03.2020 sukzessive alles hinuntergefahren, bzw. nach und nach geschlossen wurde, „überwachte“ ein Sicherheitsdienst – im Eingangsbereich des LIDL postiert – den „Sicherheitsbstand“ der einkaufenden Klientel. Betreten also nur noch mit Einkaufswagen. Soweit o.k.

Es „steigerte“ sich die Wochen darauf, daß der – inzwischen „maskierte“ Sicherheitsdienst und mit Desinfektionsflasche ausgestattet – der einkaufenden Klientel am Eingang sowohl die Hände als auch den Handlauf der Einkaufswagen desinfizierte. Wieder später fand man eine Desinfektionsflasche bei den Einkaufswagen, so daß man die Möglichkeit bekam, Hände und Handlauf des Einkaufswagens selber zu desinfizieren.

Die Desinfektionsflasche, die bislang bei den Einkaufswagen vorzufinden war, ist nun leider nicht mehr da. Ergo: Keine Möglichkeit, Hände und Einkaufswagen zu desinfizieren. O.k.

Da ich – wie bereits erwähnt – unter diejenigen falle, die von dieser „Maskenpflicht“ befreit sind, stapfe ich also mit Filius in den LIDL hinein, um den üblichen Großeinkauf zu erledigen.

Sicherheitsmann weist mich lediglich auf den Einkaufswagen hin. Ich zeige kommentarlos auf Filius, der diesen hat. Filius ist es megapeinlich, daß ich „unmaskiert“ bin. Erkläre ihm daher zum x-ten Mal, daß ich keine brauche. Verwundert stellt er fest, daß mich niemand während des Einkaufs darauf anspricht. (Bitte nicht in Panik verfallen! Ich hatte extra ein Halstuch mit dabei, falls ich einen Husten- oder Niesanfall bekommen sollte.)

Im LIDL – stickige Luft – unerträglich nicht nur für mich. Selbst Filius wettert gg. seine Einwegmaske, stöhnt, keine Luft zu bekommen. Unerträglich auch für ihn – ist kurz davor, sich diese „Maske“ herunterzureißen. Tut es jedoch nicht.

Von wegen „Sicherheitsabstand“

Auffällig, daß dieser dann unter den Einkaufenden so gar nicht eingehalten wird. Es wird sich einfach vorbeigedrängt, um an die Regale zu kommen und vor den Kühltruhen wird man fast weggedrängt. Kurz warten ist wohl nicht. Geduld ist (k)eine Tugend.

An der Kasse die Kassiererin, die uns schon länger kennt. Freundlich bittet sie mich um das Anlegen einer Maske. Ich verneine und teile ihr mit, daß ich von dieser Maßnahme gesundheitlich ausgenommen bin. Akzeptiert sie, weil ich ihr das bestätigte, was sie eh‘ schon seit längerem bei mir vermutet hatte .

Draußen:
Filius entledigt sich seiner Maske. Wirft diese in Mülleimer, hat hochroten Kopf, steht erst einmal einen kurzen Augenblick einfach da, um tief Luft zu holen, wettert dann wie ein Rohrspatz gegen diesen Blödsinn mit der Maskenpflicht. Kurze Einkäufe o.k., bei längerem Einkauf wie diesem, schlichtweg unerträglich.

Auf dem Heimweg

Kurzer Zwischenstopp bei Apotheke und Optiker – Filius erledigt noch kleinere Einkäufe, ich sitze im Auto und beobachte das Treiben auf der Straße.

Viele Leute unterwegs (parkte unweit Sparkasse). Das Geile daran: Diese „Deppen“ (Pardon, aber anders kann ich es echt nicht mehr bezeichnen) tragen diese Masken auch noch im Freien und gehen damit spazieren … Einer zieht die Maske hoch, fährt sich mit dem Finger in den Mund, puhlt darin rum, zieht Maske wieder runter und trocknet seine Finger an Maske und Jacke. Geil!

Ich lasse es an dieser Stelle, mich über solche aufzuregen, die mit Gesichtsmaske und Einweghandschuhen hinterm Steuer sitzen, aussteigen, einkaufen und – selbstverständlich – damit wieder einsteigen. Lohnt nicht. Mit normalem Menschenverstand ist das nicht zu begreifen.

Ich frage mich, wie ich vielleicht mal meinem Enkel erklären soll, daß wir es doch tatsächlich geschafft haben, auf dem Mond zu landen, die heutige Technik zu entwickeln, jedoch unfähig sind, mit Gesichtsmaske und Einweghandschuhen richtig umzugehen.

Ich sitze daher kopfschüttelnd im Auto und komme zu dem Schluß, daß ich wohl irgendwie im falschen Film gelandet bin.

Aber gut. In Anbetracht einer solchen Führung ⤵ darf man sich – ob solch‘ eines Verhaltens – wohl nicht wirklich wundern?!


Symbolbild: Janet Meyer / Pixabay

Eiszeit

Und täglich wird eine neue 🐖🐖🐖 durch’s Dorf getrieben.
Und weil es so schön war, Recycling „in“ ist, wird in diesem Fall eine alte 🐖 aus dem Stall geholt:

„“Vielleicht heißt es bald: ‚In Büdingen ist die Eiszeit angebrochen.'“ So könne die Presse über eine Eisbahn schreiben und so habe sie in der Mittelstadt Nagold geschrieben, sagte Kraft-Marhenke.“((„Eisbahn in Büdingen, die zweite„, Kreis-Anzeiger v. 14.12.2019, Artikel hinter Bezahlschranke))

Der Eintrag im Schwarzbuch der Steuerzahler 2010 war vermutlich wohl nicht (Negativ-) „Presse“ genug?!

Diese „wunderbare“ Eiskunstlaufbahn wurde seinerzeit i.R. des Projektes „Familienstadt mit Zukunft“ mit Fördergeldern des Landes Hessen i.H. v. € 87.000,– angeschafft, verursachte weitere Kosten i.H. v. € 11.700,– und entpuppte sich – weil nicht genutzt – als ziemlicher Flop.((Schwarzbuch der Steuerzahler 2010, S. 4)) Wo immer sie auch nun ihr Dasein fristet – so sie denn überhaupt noch existiert, q.e.d. – ist zumindest eines gewiß: Das Geld ist futsch.

Dass der Hessische Rechnungshof das Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ in seiner Gesamtheit als „Fehlförderung“ ansah, dürfte vermutlich auch inzwischen in Vergessenheit geraten sein?((„Hessischer Rechnungshof prangert Steuerverschwendung an„, fuldainfo.de v. 03.11.2017)) [Anm.: Dies galt im Übrigen für die beiden „Modellstädte“ Frankenberg und Büdingen gleichermaßen.]

Dass man diese Kritik des Hessischen Rechnungshof in Büdingen – selbstredend – nicht nachvollziehen konnte, ist zwar „menschlich“ verständlich, wirtschaftlich dürfte es jedoch anders aussehen.((„Rechnungshof übt Kritik an Modellprojekt in Büdingen„, Kreis-Anzeiger v. 04.11.2017))

Dass sich allerdings nunmehr erneut ein Ausschuss (Hier: Jugend, Kultur und Soziales) mit solchen – pardon – „Spuzen“ auseinandersetzen soll, ist in Anbetracht der ersten – suboptimalen – „Pflicht und Kür“ dieser Eiskunstlaufbahn, eher unverständlich.

Aber so ist es wohl nun einmal. Auch in der hiesigen Kommunalpolitik. Es geht um Mehrheiten, „Zeichen setzen“, „Engagement“ vermitteln. Hauptsache „Presse“, um im Gespräch zu bleiben?


Bild: KRiemer, Pixabay

FFF

So! Nun ist es raus! Musste mal sein. Ist ja auch inzwischen „in“, alles, was einem nicht in den Kram passt, mit „FCK …“ zu kennzeichnen. „Das“ können auch so „alte Säcke“ (wie ich 😇).

Die „Greta-Show“ hat’s also geschafft und nunmehr auch unser Büdingen erreicht. Jung und alt gemeinsam auf der Straße. Gemeinsam skandierend „Wir sind hier. Wir sind laut, weil Ihr uns unsere Zukunft klaut!„, ziehen sie, gesichert durch die Benziner / Diesel der Ordnungshüter durch Büdingen. OMG 🤦‍♂️

Ich kann echt nicht mehr an mich halten, wenn ich den Artikel des Kreis-Anzeiger v. 19.09.2019 lese. Erst recht nicht, nachdem ich auch den Folgeartikel (Artikel v. 20.09.2019) derselben Zeitung durchgelesen habe, der mich veranlasst hat, mich mal ein wenig auf „Recherche“ zu begeben.

Diese „Demonstration für Klimaschutz“ in Büdingen wurde privat organisiert und natürlich „haben aber unter anderem Mitglieder des Büdinger Bündnisses für Demokratie und Vielfalt sowie des Ortsverbands der Grünen ihr Kommen angekündigt““. „Außerdem hatten diese und andere Vereine dabei geholfen, die Aktion am Freitag publik zu machen“ wie die Initiatorin näher erläutert. So so …

Da läuft sie also. Die Generation Schneeflocke, die mindestens ein E-Bike / Pedelec, MTB / Streetbike und mind. 24 Gänge benötigt, um sich umweltbewußt fortzubewegen.

Für die das hausgemachte Pausenbrot in der Brotdose vermutlich unnötig zusätzlicher Balast in deren vollgestopften „Eastpak backbags“ ist und ihren Hunger daher eher am Schulkiosk, „beim REWE“ oder „Burger King“ stillt.

Für die Regen und Schnee der natürliche Feind ihrer „Converse“, „Nike“, „Hollister“, „H&M“, „Skinnies“, „knackige Röhren“, „Treggings“, „Hoodies“ oder lässigen Tank-Tops sind und sich morgens von „der Generation alte Säcke, die’s vergeigt hat“, tagtäglich zur Schule bringen lässt. Gottseidank war das Wetter dieser Demo an diesem 20.09.2019 gewogen. Nicht auszudenken, wenn’s geregnet hätte …

Diese Generation, für die ein Leben ohne Smartphone möglich, jedoch sinnlos ist. Li-Ion Akku hin oder her. Unvorstellbar, eine Unterhaltung von Angesicht zu Angesicht, ganz ohne WhatsApp zu führen, daher schickt man sich – obwohl am selben Tisch sitzend – gegenseitig Nachrichten. Der Akku hält’s hoffentlich durch. Und wenn nicht, gibts schließlich noch die „Power Bank“. Dank Boliviens Vorkommen des weißen Goldes ist der Nachschub (noch) gesichert.

Diese Generation, die zum „shoppen“ nach Hanau oder Frankfurt am Main fährt, im „Hessen-Center“ „chillt“, Klamotten bei „H&M“ und „Primark“ „shoppt“, allen Lieferwegen zum Trotz. „Shopping“ mit einem „Latte“ im Einwegbecher in der Hand macht doch gleich mehr Spaß. „Online“ geht natürlich auch. „amazon“, „Zalando“ & Co., machen’s möglich, „frei Haus“, angeliefert vom „Hermes“, „DHL“ – Benziner / Diesel. Ökobilanz hin oder her. „Lass‘ den Klick in Deiner Stadt“ in Ermangelung entsprechender Angebote gerät zur Makulatur.

Diese Generation, für die „Fair Trade“ und „Weltladen“ „hipp“ sind (und keine Kohle haben es zu bezahlen, daher müssen „Mami und Papi“, die zu der Generation gehören, die’s angeblich „vergeigt“ haben, ran). Dass diese Waren aus Drittländern über lange Lieferwege importiert werden … nebensächlich. Die Umwelt muß – jeglicher Ökobilanz zum Trotz – der Moral, dem guten Gefühl, „Dritte Welt Ländern“ geholfen zu haben, schon mal weichen. Muß man nicht verstehen, is‘ halt so.

Diese Generation, deren sog. Meinungsäußerung mutmaßlich nicht auf – zugegebenermaßen – zeitaufwendigem Sammeln, verarbeiten und analysieren von Informationen erfolgt, sondern durch appetitgerecht aufbereitete „Memes“, die – der Einfachheit halber – „geliked“ werden, stattfindet. „Aktivismus“ kann ja so bequem sein – vor allem via Internet, welches tagtäglich mehrfach fleißig dafür genutzt wird (war da nicht auch irgendwas mit dem CO2 🤔?).

„Die Generation „Alte Säcke“ hat’s vergeigt. Bitte macht es besser!“ ist auf einem selbstgemachten Plakat zu lesen.

Es laufen die „alten Säcke, die’s vergeigt haben“ fröhlich lachend und mit Stolz geschwelter Brust ob dieses Engagement des Nachwuchses mittendrin mit. Ob es aus „Einsicht“, „Überzeugung“ oder schlichtweg „Kapitulation“ ist, kann man nur vermuten.

Für’s „Elterntaxi“, das 24/7/365 einsatzbereit ist, um den „Greta-Jünger“-Nachwuchs mit der Familienkutsche zu Kumpels, Freizeitangeboten, „Shopping“ und (nunmehr auch) „Demos“ zu chauffieren, ist die „Generation „Alte Säcke““ noch allemal gut.
Den Nachwuchs all dies mit Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder gar zu Fuß machen zu lassen, wäre vermutlich auch zu umständlich, „gefährlich“, sowie zeitaufwändig.

Ja, ja … diese „alten Säcke, die’s vergeigt haben“. Sind vermutlich auch die, die sich tagtäglich frühmorgens, nachdem der Kaffee aus der Kapsel-/Padmaschine getrunken ist und mit dem „Coffee-to-go“ im Einwegbecher auf den Weg machen, um ihr täglich Brot zu verdienen und (spät-)abends im Feierabendverkehr heimkehren. Die Solaranlage auf dem Dach, die Holz-/Pelletheizung und die „smarte“ Hausanlage wollen schließlich bezahlt werden. Die Aussicht auf den Jahresurlaub in Spanien/ Österreich/ Kroatien/ Griechenland/ Türkei/ Kanarische Inseln/ Italien/ Balearen/ Nord- oder Ostseeküste – den Schulferien angepasst gebucht – motiviert.

Und weil vermutlich der Geist der 68-er dieser „Generation „Alte Säcke““ widerbelebt wurde, hat sich nunmehr in unseren schönen Wetterau auch noch „Parents for Future“ gegründet. „PoF“ … zu Deutsch „Kunststofflichtleiter“ / „Ausfallwahrscheinlichkeit“ … wie sinnig.

Diese Demo. Dieses regionale „Happening“ … Ein Szenario voller Widersprüche, wenn man die gewonnenen Eindrücke sacken, Revue passieren lässt und die Ergebnisse seiner Recherche mal gegenüberstellt.

Eingebettetes Video von „Wir sind Büdingen“

Mich zipft diese Heuchelei so dermaßen an. Nein, nicht (nur) diese Demo nebst Protagonisten hier in Büdingen, sondern diese gesamte „Klimasekte“, diese sog. „Bewegung“, die eine Asperger-Syndrom Patientin zu ihrer Gallionsfigur erhoben hat. Das, was die Initiatorin als Begründung für diese Demo in dem Artikel v. 19.11.2019 zum Besten gibt, ist – nebenbei bemerkt – nahezu wortwörtlich auf der deutschen Fridays for Future Seite unter „Forderungen“ nachzulesen.

Ich kann ja nachvollziehen, daß so eine Demo am Freitag wesentlich „cooler“ als der Schulunterricht ist. Verständlich, weil eine Vermittlung von „Wissen“ in der schulischen Ausbildung m.E. eh kaum noch stattfindet. „Ideologie“ – großzügig gespickt mit einer ordentlichen Portion „politischer Korrektheit“ – ersetzt diese (gefühlt). Dass sich nicht alle Schulen an die Vorgaben der Schulämter gehalten haben, „es als „unentschuldigtes Fehlen“ vom Unterricht zu bewerten, wenn Schüler demonstrieren„, dürfte zumindest den „ideologischen“ Teil meiner provokanten Aussage verifizieren. Die „Demo“ als „Schulausflug“. Irre!

Dass wir mit unserem Planeten grundsätzlich verantwortungsvoll umgehen sollten – und zwar in sämtlichen Bereichen – sollte eigentlich selbstverständlich sein. Ist es aber nicht. Ich behaupte mal, daß unser Planet, unsere Natur, ganz gut ohne uns Menschen klarkommen würde – andersherum sieht die Geschichte natürlich anders aus. Dass der Mensch den natürlichen Zyklus des Klimas negativ beeinflusst, ist ebenfalls nicht unbekannt und wurde lt. FAZ aus dem Jahr 2007 durch den Weltklimarat schon als „irreversibel“ bezeichnet, sowie zu „gemeinsamen Handeln“ aufgefordert. Die Aufforderung verhallte – wie so vieles im Politbetrieb, in dem viele verschiedenen wirtschaftliche Interessen aufeinandertreffen.

Und genau diese wirtschaftlichen Interessen sind es auch, die – für mich – hinter diesem „Fridays for future – Hype“ stehen und die es daher äußerst kritisch zu betrachten gilt, wie ich im Zuge meiner Recherchen, die keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben, feststellen mußte.

Die Klimastreik-Bewegung ist international, überparteilich, autonom und dezentral organisiert

International“ ist sie, diese „Klimastreik-Bewegung“.
Wenn ich mir so die Liste der „Partner und Verbündeten“ auf der Seite „Globalclimatestrike“ anschaue, schlackern einem schon die Ohren.

Aber weder sind sie m.E. autonom (da zur Zeit in D monetär abhängig von „Plant-for-Planet Foundation) noch dezentral organisiert (Koordination erfolgt mutmaßlich über das globale Netzwerk ▶️ „350.org„, dem Betreiber der „Globalclimatestrike“-Seite. Gründer: Bill McKibben).

▶️ „Fridays for future„. Fängt schon mal damit an, daß dies keine anerkannte gemeinnützige Organisation ist, die Spendenbescheinigungen ausstellen darf, jedoch eifrig um monetäre Unterstützung via ihrer Seite bittet … letztendlich mutmaßlich für „Plant-for-the-Planet“, wie man dem Hinweis im Bereich „Unterstützen“ / „Finanziell“ entnehmen kann.

Screenshot: fridaysforfuture.de/spenden/ – Stand: 20/11/2019

▶️ „Plant-for-the-Planet„: Ursprünglich ein Projekt, das 2006 von UN-Mitarbeitern gegründet wurde und den damals 9-jährigen Felix Finkbeiner lt. Vereins-/Stiftungswebsite, zu einem Schulaufsatz über den Klimawandel inspirierte. Mit der Pflanzung eines Baumes am 28.03.2007 gemeinsam mit anderen Mitschülern, gründete er die Kinder- und Jugendinitiative „Plant-for-the-Planet“. Das ursprüngliche Projekt der UN-Mitarbeiter wurde nahezu zeitgleich (2007) der gleichnamigen Stiftung „Plant-for-the-Planet Foundation“ übertragen.
Vorstandsvorsitzender: Frithjof Finkbeiner.

Dieses „Vorzeigeprojekt für weltweite Aufforstung“ geriet im März 2019 durch Angabe von fehlerhaften Daten in den Fokus der Presse.

▶️ Frithjof Finkbeiner. Dieser ist nicht nur der Vater von Felix Finkbeiner, sondern auch Vize-Präsident der ▶️ „Deutsche Gesellschaft CLUB OF ROME„, Gründer der ▶️ „Global Marshall Plan Foundation„, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ▶️ „Desertec Foundation„, deren Mitbegründer lt. deren Website – welch‘ Zufall – u.a. auch die „Deutsche Gesellschaft Club of Rome“ ist. Daher ist es wohl auch kein Zufall, daß – unter einem Dach vereint – der „gemeinsame“ Sitz „Rosenstr. 2, 20095 Hamburg lautet“ [Deutsche Gesellschaft Club of Rome| Desertec Foundation| Global Marshall Plan Foundation]

▶️ „Club of Rome„. Dieser veröffentlicht nun seit 1972 hauseigene „Thesen“ (orig.: „Reports„), die lt. „Spiegel“ – ebensolang (seit Jahr(zehnt)en) – auch kontinuierlich widerlegt wurden.
2016 erschien z.B. auch deren Bericht „Ein Prozent ist genug. Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen“ (Originaltitel „REINVENTING PROSPERTY“). Darin lautet einer der „Vorschläge“ dieser m.E. „Wasser predigen, Wein saufen“ -Gruppierung, „Frauen in Industrieländern eine Prämie von 80.000 US-Dollar zu zahlen, damit sie keine oder nur ein Kind bekommen.“ Gehört man zu diesen Frauen, sollte man diese „Herrschaften“ vielleicht einfach beim Wort nehmen und um Überweisung bitten. Mal schauen, ob den Worten Taten folgen.

▶️ „Greta„. Der „Guru“, die „Ikone“ d(ies)er „Zöpferl-Diktatur„, die die „Generation Schneeflocke“ so in den Bann zieht. Hier gibt es ebenfalls inzwischen zahlreiche Artikel, die sich mit ihr und ihrem Tross kritisch auseinandersetzen. Ein empfehlenswerter ist z.B. der von Wolfram Weimer.

Amüsant daher auch ein „Post“ der „Fridaysforfuture Göttingen“, der diesen „Hype“ bildhaft (aber so herrlich) ad absurdum führt. Im Original – verständlicherweise – zwar nicht mehr abrufbar, ein Screenshot tut’s aber auch. Dieser ist hier zu finden.

Das Schlußwort überlasse ich an dieser Stelle daher mal der heutigen Jugend.


Weitere mir bisher bekannte interessante Hintergrundrecherchen zu „FFF“ und Co. sind neben denen, auf die ich hier bereits verwiesen habe, u.a. bei „Jürgen Fritz Blog„, „Achgut.com„, „opposition24.com„, „EIKE e.V.“ sowie „Tichys Einblick“ zu finden.


Kleine Aktualisierung 😉


Hinweis:
Alle Produktnamen oder andere Namen oder Marken, auf die hier Bezug genommen wird, sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Inhaber und sind das Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber, wobei alle Rechte vorbehalten sind und nur beschreibend verwendet wurden.

Hühnermobil

Vor kurzem habe ich in einer FB-Gruppe gefragt, wo man – vorzugsweise in der Kernstadt (wegen der Fahrerei) – ggf. auch in unseren Büdinger Ortsteilen eigentlich landwirtschaftliche Erzeugnisse kaufen kann. So die ganze Palette aus Milcherzeugnissen (Butter, Milch, etc.), Gemüse, Fleisch (Rind, Schwein, Wild, Geflügel, Lamm, Ziege, etc.), Obst, etc. etc. pp. 

Zu meinem großen Erstaunen war die Resonanz – sagen wir mal – „sehr verhalten“. Keine Ahnung warum, aber entweder wollte oder konnte man mir schlichtweg (aus Unkenntnis) nicht antworten. Irgendwie peinlich, denn wir leben hier „auf dem Land“ und es gibt doch einige land- und forstwirtschaftliche Betriebe hier.

Das brachte mich auf die Idee, einfach auf diesem Blog eine kleine Serie in der Kategorie „Frisches Büdingen“ zu starten, da ich sicher nicht die einzige bin, die die familiäre Ernährung (gesundheitsbedingt) ein wenig umstellen will. Also werde ich mich nach und nach mal auf Spurensuche begeben 😉.

Da ich bereits seit knapp einem Jahr schon Hühnereier vom Hühnermobil hole, lag es einfach nahe, Yvonne Michel anzusprechen und zu fragen, ob ich Fotos machen und diese veröffentlichen dürfe. Ich hab‘ mich echt gefreut, als sie mir sofort antwortete und sogar anbot, mich ins Gehege mitzunehmen. Also: Ab ins Auto, vorher die Eier geholt („Eier PickUp“ in der Mühltorstr. 31), dann zum Hühnermobil (L3010, gegenüber Parkplatz Freibad der Stadt Büdingen).

Kurze Zeit später stand ich mittendrin … im umzäunten Gehege des Hühnermobils, inmitten einer Schar von Hennen, über die „Torsten“, „René“ und „Reinhard“ – mit Argusaugen und geschwellter Brust – wachen.

Die Hennen … absolut „tiefenentspannt“ liegen sie in ihren Sandkuhlen, nehmen in aller Ruhe ein „Sandbad“, wälzen sich, reinigen in aller Ruhe ihre Gefieder. Ob wir da durchstapfen oder nicht … vollkommen wurschtig. „Da hinten wachsen auch wild Kürbis und Tomaten“ sagt Yvonne Michel schmunzelnd und deutet auf ein riesiges Stück saftiges Grün.

Auch durfte ich endlich mal die Hennen kennenlernen, die die grünen Eier fabrizieren 😉

[Dass ich in meinem Leben zum allerersten Mal grüne Eier beim erstmaligem Einkauf beim Hühnermobil gesehen habe, darf ich auch keinem erzählen. Auch nicht von meinem ungläubigen Blick, als mir Yvonne Michel freudig erzählte, daß auch „lila Eier“ im Repertoire sind. Wenn die Hennen so weitermachen und bereits für „Farbe“ sorgen, erspart man sich zu Ostern vielleicht bald das Färben 😉 ]

Fuchs und Habicht haben sich in der Vergangenheit bereits ebenfalls an diesem reich gedeckten Tisch bedient, erzählt Yvonne Michel. Eine Wildkamera habe man installiert, um zu eruieren, wo der Fuchs eigentlich genau durchkomme. Daraufhin habe man – auch weil die Hennen über den Zaun in den Graben der Landstraße geflogen seien – erst einmal die Umzäunung erhöht. Letztendlich müsse man halt aber nun einmal damit rechnen, daß ab und an die Natur ihren Lauf nimmt und der gackernde Nahrungsmittellieferant selber zur Nahrung wird.

Mein persönliches Fazit:

Ich hole dort gerne die Hühnereier – einfach, weil sie lecker sind. Ich weiß, wo sie herkommen und nun hatte ich auch die Möglichkeit, die „Produzenten“ in ihrem Zuhause näher kennenzulernen. Was will man eigentlich mehr?

Es gefällt mir auch, daß ich 24/7/365 die Möglichkeit habe, die Eier zu holen. Nicht aus einem Automaten, sondern gekühlt aus dem Isokarton. Auf einer roten Kommode stehend, drappiert von selbstgemachten Fruchtaufstrichen. Die Kasse … die Kasse ist ein Loch in der Kommode. Also: Passend Kleingeld sollte man dabei haben 😉 . Finde ich irgendwie „charmanter“ als so einen Automaten (der sicher praktisch und vielfältige Möglichkeiten bietet, aber irgendwie „steril“ wirkt – mein Empfinden).

Prima fand ich auch, daß die Eier (die wohl noch etwas „kleingeraten“ sind) der Junghennen, eine Zeitlang für € 2,– der 10-er Pack angeboten wurden, obwohl der Aufwand derselbe ist. Fand ich sehr fair.

Ich habe im persönlichen Gespräch mit Yvonne Michel soviel Informationen erhalten, für die ich wirklich dankbar bin, weil ich wieder einiges lernen durfte. Hatte ich geglaubt, ich würde der Umwelt was Gutes tun, indem ich z.B. die Eierkartons zum Zwecke der Wiederverwendung retourniere, wurde ich eines Besseren belehrt. Die Wahrscheinlichkeit, daß gebrauchte Eierkartons mit Keimen und Krankheitserregern, wie z.B. Salmonellen, infiziert sind, ist zu hoch. Kartonage kann auch nicht entsprechend den Hygienevorschriften wiederverwendbarer Verpackung gereinigt werden.

[Ergo: Eierkartons werde ich dann halt zukünftig wegschmeißen. Hinsichtlich Hygiene / Wiederverwendung irgendwie noch nachvollziehbar; was die Produktion von weiteren Müll betrifft, irgendwie jedoch „hirnrissig“ oder?.]

Dass dem Cousin die Rinder (Limousine, Charolais) hinter dem Hühnermobil gehören, ist wohl ein kleiner „Wink“ und wird daher – hoffe ich mal – einer meiner nächsten Ausflüge werden 😉

Auch, daß es Hundehalter gibt, die zwar ordentlich den Hundekot mit dem Hundekotbeutel entfernen, diesen jedoch dann in den Feldern der Landwirte entsorgen, werde ich noch mal näher hinterfragen. Soooo war das mit den Hundekotbeuteln eigentlich nicht gedacht.

Ich habe viele viele Eindrücke gewinnen dürfen und wenn ich jetzt am Hühnermobil vorbeifahre, ertappe ich mich dabei, wie ich bewußter nach den Hühnern schaue und mich frage, ob „Mutter Michel“ schon die Eier eingesammelt hat.

„Ei ❤️ you“ … treffender hätte man dies wohl kaum auf den Punkt bringen können. Der Name ist „Programm“ 😉