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hasta la vista baby …

Freitag, 02.07.2021, kurz nach 20h … Anruf, in dem mir mitgeteilt wurde, daß „us Erich“ anlässlich der Stadtverordnetenversammlung, die dieses Mal um 20h begonnen hat, nach Feststellung der Beschlussfähigkeit eine „Bombe“ hat platzen lassen: Er wird nicht zur BM Wahl kandidieren, wünschte Benjamin Harris (CDU) alles Gute und teilte mit, daß er aufgrund dieser Ankündigung der heutigen Stadtverodnetenversammlung nicht beiwohnen wird. Nachdem er dies den Stadtverordneten mitgeteilt hat, verließ er die Versammlung.

Zurück blieben – so zumindest die Beschreibung – in kurzzeitiger Schockstarre verharrende Stadtverordnete. Selbst die Kollegen aus der eigenen Wählergemeinschaftsfraktion scheint diese Mitteilung eiskalt erwischt zu haben.

Kurz nach 21h ging’s dann offiziell über die üblichen „Kanäle“ …

Während sich ein allgemeines „Bedauern“ in Grenzen hielt (und nach wie vor noch hält), quittierten einige diese Nachricht spontan mit Zustimmung. Ehrlich gesagt, war diese Mitteilung auch für mich ein „innerer Reichsparteitag“ und ich war im ersten Moment geneigt, die Korken knallen zu lassen.

Bislang stand dieser BM-Wahlkampf m.E. ja wohl eher unter dem Motto „Pest oder Cholera“ … Welcher Teil davon nunmehr freiwillig die Segel gestrichen hat – und was nunmehr übrigbleibt – möge jeder für sich selbst entscheiden. Weder „war“ der – aktuell offiziell – verbleibende Kandidat 2015 noch „ist“ er – für mich – wählbar. Dies aufgrund meiner persönlichen Erfahrung(en). „Vom Regen in die Traufe“ kann ich da leider z.Zt. nur sagen.



Sollte also die FWG Büdingen ob dieser Mitteilung „ihres“ Erich, nunmehr einen anderen Kandidaten ins Rennen schicken – Zeit genug ist ja noch bis zum 19.07. – kann ich nur hoffen, daß nunmehr Uli Majunke in den Ring steigt und der „Sonnyboy“, der immer wieder mal als (potentieller) „Nachfolger“ gehandelt wird, dafür im Schrank bleibt.

Die Art und Weise, sowie der Zeitpunkt dieser Ankündigung des (noch) amtierenden Bürgermeisters ist – zumindest für mich – keine Überraschung.

Dass er mit dieser Ankündigung seiner eigenen Fraktion / Wählergemeinschaft sowohl in die Parade fährt als auch einen kräftigen Hocker vor die Tür gesch***** hat, veranlasst zu der Vermutung, daß es wohl doch nicht so harmonisch bei dieser „FWG“ zugeht, wie immer wieder suggiert wird. Diese – Pardon – „unrühmlich“ anmutende Kandidaturrücknahme könnte daher „hausgemacht“ sein.

 

 

Dass „weder private noch gesundheitliche Gründe mit seiner Entscheidung zu tun hätten. Auch die Hochwasserkatastrophe Ende Januar, für die Spamer damals die politische Verantwortung übernommen hatte“ eine Rolle spielen würde und er „über den Hintergrund momentan nicht sprechen wolle„, eröffnet m.E. zumindest reichlich Raum für Spekulationen.

Was letztendlich die wahren Beweggründe waren, wird die Zeit zeigen. Die Zeichen stehen z.Zt. zumindest wohl eher auf „Flucht“ denn geordneten Rückzug?!

Man kann „unserem“ Bürgermeister ja so manches unterstellen. Aber Stil gehört nun nicht dazu. Dieses Manko macht diesen „Auftritt“ aber zumindest plausibel.


 

Beitragsbild: Gerd Altmann / Pixabay

„Ja, wo laufen sie denn, wo laufen sie denn hin?“

Die Frage kam mir ad hoc in den Schädel, als ich den heutigen [05.07.2021] Regionalteil des „Kreis-Anzeiger“ las.

Mehr Fragen als Antworten – Bürgermeister Erich Spamers Verzicht auf erneute Kandidatur bleibt ein Rätsel / FWG und SPD positionieren sich mit Alternativen“ nebst Kommentar „Quo vadis, FWG?“ nimmt nahezu die komplette Seite 7 [€] ein. Fortsetzung folgt auf Seite 8 [€] mit „Rätselraten in Büdingen – Nach der überraschenden Rückzugs-Ankündigung von Bürgermeister Erich Spamer suchen Fraktionsvorsitzende nach Erklärungen und Motiven„, sowie [€] „„Du bist jetzt wohl Plan B“ – Nach kritischer Rede: Fraktionen attackieren FWG-Mann Thomas W. Appel / Parlament löst Wirtschaftsbeirat auf„.

Zu guter Letzt der nächste „Knaller“ auf Seite 9 [€] „Krätschmer verzichtet für Strauch – Damit hat niemand gerechnet: SPD Glauburg nominiert Büdingens Erste Stadträtin für die Bürgermeisterwahl am 26. September„.

Für solche „Bonbons“ müssen dann nun auch einmal die zahlreichen Pressemitteilungen (u.a. CDU Büdingen, Harris, FWG, Vereine, etc. pp.), die mehrheitlich in den letzten Monaten den täglichen Regionalteil prägten, schon mal Platz machen. Kann man ja auch – zum Wohle einer Berichterstattung – mal machen oder?

Screenshot e-Paper Kreis-Anzeiger v. 05.07.2021 / Fotos fehlen in der Online-Ausgabe des verlinkten Artikels [€]

Ja, ja … Da hat „unser“ Erich mit seiner Ankündigung, nicht mehr kandidieren zu wollen, ja mal wieder für mächtig Aufregung gesorgt. Die Fraktionsvorsitzenden in der Stadtverordnetenversammlung (ob das fehlende Bild des FWG Fraktionsvorsitzenden Ulrich Majunke, bzw. seines Stellvertreters (Thomas Appel) so beabsichtigt war?) suchen derweil „nach Erklärungen und Motiven“.

Von „Gerüchten, ob man in der FWG das Pferd wechselt“ (König, CDU), über Rückzug in den „wohlverdienten Ruhestand“ (Patzak, FDP), „Neuanfang“ (Cott, Grüne), bis zur „Einsicht, dass die Chancen gering sind, gewählt zu werden“ (Bähr, ProVernunft) ist alles dabei, um die Gerüchteküche weiter zu befeuern.

Über die Laus, die ihm tatsächlich über die Leber gelaufen ist und diese (m.M.n.) „Trotzreaktion“ hervorgerufen hat, bewahrt der Erich jedoch weiter Stillschweigen. „„Diejenigen, die betroffen sind, wissen Bescheid. Ich beschuldige und demontiere niemand. Das ist nicht meine Art“, sagt der 69-Jährige am Sonntagvormittag im Sitzungssaal des Rathauses.“ (Diejenigen, die ihn schon etwas länger (und näher) kennen, werden sich vermutlich ob dieser Aussage ungläubig die Augen gerieben haben.)

Fakt ist nun einmal, daß er in den nächsten Monaten den Rathaussessel räumen wird. Diesen Fakt hat „er“ und niemand anders nunmehr geschaffen. „Wann“ genau er dies allerdings tun wird, wird wohl (s)ein Geheimnis bleiben. Nach der Art und Weise seiner Ankündigung vom Freitag (02.07.2021) sollte man vielleicht auch hier mit einer Überraschung rechnen?!

Strauch kandidiert in Glauburg

Überraschend auch die Ambitionen der derzeit amtierenden Büdinger Ersten Stadträtin, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Nicht, wie man nun annehmen könnte, in Büdingen (22.808 Einwohner)2Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden, sondern in ihrer Heimatgemeinde Glauburg (3.064 Einwohner)3Hessisches Statistisches Landesamt: Bevölkerung in Hessen am 31.12.2020 nach Gemeinden.

[Dass sich ein – Pardon – schon allein fachlich hoffnungslos überforderter Scheid-Varisco kurzfristig als BM Kandidat in Büdingen ins Spiel gebracht hat, dürfte doch wohl eher als verfrühter Karnevalsscherz denn ernsthaft gemeint, zu werten gewesen sein?!]

An der Besoldung kann es wohl nicht liegen, denn mit ihrer Entscheidung, in Glauburg zu kandidieren, würde sie sich – im Falle einer erfolgreichen Wahl – u.a. auch von B2 auf A16 verschlechtern. Auch parteiintern etwas „suboptimal“, sowie mit Konfliktpotential, da der amtierende BM (seit 2009) auch Parteikollege, sowie ehem. Dienstvorgesetzter ist.

Obwohl anders geplant, macht der amtierende, obwohl ursprünglich für eine dritte Amtszeit kandidieren wollend, jedoch den Weg frei, um erneute Konflikte42003 kam es bei diesem Ortsverband schon einmal zu einer parteiinternen Kandidatur Dieser Konflikt schwelt bis dato nach. zu vermeiden. Summa summarum eine äußerst unangenehme, wenn nicht gar „peinliche“ Situation. Wohl weniger für jemanden, der „Verbundenheit“ durch „Ich bin das Enkelchen vom Sperlings Karl aus der Herrnstraße und dem Lisi aus der Schulstraße„[€] ausdrückt und sich – sollte ich es richtig verstanden haben – selbst mit der Darlegung seiner Ziele wohl etwas „blamiert“5„So waren auch viele der Ziele, die sie als Bürgermeisterin erreichen will und die sie auch auf vorbereiteten Karten austeilte, den Mitgliedern wohl bekannt – zum Teil sogar besser als Strauch selbst die konkreten Themen kannte. Immer wieder korrigierte oder ergänzte Krätschmer sie bei ihren Ausführungen. Sprach sie vom Ausbau der Kinderbetreuung und dass es notwendig sei, einen zweiten Kindergarten zu bauen, stellte er fest, dass dieser mindestens fünf Gruppen Platz bieten müsse. „In acht Tagen bringe ich die Vorlage ein.“ Erwähnte Strauch das geplante Baugebiet „Hinter dem Falltor“, korrigierte der ortsfremde Krätschmer die Einheimische Strauch „Hinter dem Falder“. Kreis-Anzeiger v. 06.07.2021, S. 18, sowie „online“[€] haben dürfte?!

An Krätschmer’s Stelle hätte ich es einfach mal auf eine parteiinterne „Kampfkandidatur“ ankommen lassen, zumal seine Wiederwahl wohl so gut wie sicher gewesen wäre?! Den Glauburgern sei gewünscht, daß sich ihnen bis zum 19.07.2021 noch eine weitere wählbare Alternative bietet.

Uns hier in Büdingen sei selbiges gewünscht.


Zitat (Überschrift): „Auf der Rennbahn“, 1946, Wilhelm Bendow / Franz-Otto Krüger | 1972, Loriot

Beitragsbild: Here and now, unfortunately, ends my journey on Pixabay / Pixabay