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Sechs

19.07.2021, 18 Uhr. Abgabefrist zur Einreichung der Bewerbungsunterlagen für das Amt des Bürgermeisters. 6 Personen haben ihre Unterlagen abgegeben. 5 Namen sind bereits bekannt, das „Geheimnis“ um den sechsten Bewerber dürfte dann am 30.07.2021 um 18 Uhr gelüftet werden, wenn alle Unterlagen überprüft wurden und der Gemeindewahlausschuss offiziell mitteilen wird, daß – vermutlich – alle Wahlvorschläge zugelassen werden.

Während im benachbarten Glauburg die (noch) amtierende Büdinger Stadträtin Strauch bislang Alleinkandidatin war, hat sie mit dem 19.07. nunmehr eine Kontrahentin vorgesetzt bekommen. Dürfte daher in Glauburg nicht uninteressant werden. Und während in der kleinen Nachbargemeinde der Bürgermeisterwahlkampf stark östrogenlastig ist, wird das hier in Büdingen vermutlich – mit einer Ausnahme (2015) – wohl wieder einmal ein reines „Testosteronschaulaufen“.

Die sozialen Netzwerke sind nicht nur eine prima Informationsquelle, sondern natürlich auch Möglichkeit, Eigenwerbung und somit „Wahlkampf“ zu veranstalten, was die Protagonisten auch tun. Der eine mehr, der andere weniger … zumindest bis jetzt.

„Größere Reichweite“, „kostengünstig“, „schnell“, „informativ“ … nicht zu unterschätzende Faktoren. Dies weiß inzwischen wohl auch die Presse zu schätzen und so findet sich z.B. dann auch so manch‘ Kommentar unter Beiträgen der BM Kandidaten als Zitat in der aktuellen Berichterstattung – zumeist hinter einer Bezahlschranke – wieder.

30.07.2021, 18 Uhr. Der Wahlausschuss hat alle 6 Bewerber zur Wahl zugelassen. Im Amtsblatt vom 02.08.2021 wurden nunmehr die offiziell zugelassenen Wahlvorschläge veröffentlicht. Kandidaten sind nunmehr:

  1. Harris, Benjamin (Sozialversicherungskaufmann) | CDU
  2. Kleta, Rolf (Angestellter) | SPD
  3. Mai, Robin (Selbständig) | FDP
  4. Lachmann, Daniel (Geschäftsführer) | NPD
  5. Zielenkiewitz, Stefan (Freiberuflicher Standort- u. Unternehmensberater) | Einzelbewerber
  6. Majunke, Ulrich (Selbständig) | Einzelbewerber (FWG)

Beitragsbild: Here and now, unfortunately, ends my journey on Pixabay / Pixabay

Herzblatt

Eine Glosse …

Irgendwie hat so ein Bürgermeisterwahlkampf doch was von „Herzblatt„. Finden Sie nicht auch?

Die Kandidaten stellen sich vor, zeigen sich von ihrer Schokoladenseite, versuchen, charmant sowohl zu beeindrucken als auch von sich zu überzeugen. Für den krönenden Abschluss sorgt – nach Susis amüsanter Zusammenfassung – die Frage, wer denn nun das Herzblatt sein soll. Im Anschluss verbringt man miteinander einen Tag und zieht eine Woche später vor laufender Kamera ein Fazit, ob’s „Top“ oder „Flop“ war.

Ähnlich verhält es sich mit den Kandidaten eines Bürgermeisterwahlkampfs.

Nachdem ein Wahlkampfausschuss die bisherigen Bewerber mit der Zulassung öffentlich (sozusagen „amtlich“) zu Kandidaten erklärt hat, beginnt damit die sog. „heiße Phase“, sprich‘: „Schaulaufen“ à là vorstellen, beeindrucken, überzeugen.

Auf welchen Kandidaten der ein oder andere schlußendlich abfährt, ist – wie so vieles im Leben – wohl reine Geschmackssache und hat im Allgemeinen mehr mit Sympathie / Antipathie denn nüchterner und pragmatischer Wahl aufgrund beruflicher Qualifikation zu tun.

Nachdem der derzeit Amtierende Anfang Juli vollkommen überraschend erklärte, nicht mehr kandidieren zu wollen, sah es doch kurzfristig aus, als hätte man nur noch das, was man allgemein als „Qual der Wahl“ bezeichnet.

Dies hat sich jedoch seit dem 30/07/2021 geändert, so daß nunmehr offiziell 6 Kandidaten im Rennen sind und Susi an dieser Stelle wohl fragen würde:

„So, lieber Wähler. Wer soll denn nun Dein Herzblatt sein?“

Kandidat 1, der brave Vorzeigeschwiegersohn, mit dem es sicher nicht langweilig oder einsam wird, da seine politischen Freunde – stets bemüht, ihn ins rechte Licht zu rücken – immer dabei sind und dem eigentlich nur noch die Tattoos „Jules“ und „Rooobeeert“ auf den Unterarmen1„Männlich und markant – fehlt nur noch das Tattoo. An dieser Stelle ein Vorschlag: Sollte Harris die Wahl gewinnen, dann könnte er sich doch in geschwungener Schrift die Namen „Robert“ und „Jules“ auf die Unterarme tätowieren lassen.“ Björn Leo: „Politik ist sexy“, Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, S. 26 fehlen, um „Männlich und markant2Björn Leo: „Politik ist sexy“, Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, S. 26 den Rathausstuhl zu erobern oder

Kandidat 2, der mehr „Ecken und Kanten3Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14 hat, als man es an seiner „Körperkontur ablesen kann4Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14, „keine Politik für Fürsten, Investoren und Unternehmen machen5Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14will und nicht zu den „bequemsten politischen Weggefährten6Björn Leo: „SPD Büdingen im Angriffsmodus“, Kreis-Anzeiger v. 12.07.2021, S. 14 gehört, jedoch gerne beim Riwwelkuchenbacken7FB Seite „Rolf Kleta Bürgermeisterkandidat für Büdingen hilft oder

Kandidat 3, der nette Bursch‘ vom Berg, der mit Bits und Bytes jongliert, wie kein anderer, „rational statt ideologisch“ „infrastrukturelle Bedürfnisse wie Energieversorgung und Mobilität mit der Umwelt in Einklang bringen8[Schwerpunkt „Infrastruktur und Umwelt“, Website Robin Mai will, um mit diesen „idealen Startmöglichkeiten9Schwerpunkt „Soziales“, Website Robin Mai in neue digitale Sphären zu schweben oder

Kandidat 410Zum Zeitpunkt dieser Glosse war eine offizielle Website des Kandidaten, auf der er sein Wahlprogramm vorstellt, nicht aufzufinden, der pöse „hünenhafte“ Purche, mit dem es – ob Strickjacke, Longsleeve11Klaus Nissen: „Landrat wirft Nazis raus“, Der neue Landbote v. 27.03.2015 | „Noch mehr Flüchtlinge“, Der neue Landbote v. 28.11.2015 oder Anzug – sicher nicht langweilig wird, da er für einen Eklat12Petra Ihm Fahle, „Eklat im Büdinger Parlament wegen fehlender Maske“, Kreis-Anzeiger v. 31.08.2020 [€]nach dem anderen13[Petra Ihm-Fahle, „NPD sorgt für Eklat im Büdinger Parlament“, Kreis-Anzeiger v. 31.05.2021 [€] sorgt und sicher gerne die Leiter hält, wenn man ihm beim Plakate aufhängen (und die hängen immer hoch) hilft oder

Kandidat 514Zum Zeitpunkt dieser Glosse war eine offizielle Website des Kandidaten, auf der er sein Wahlprogramm vorstellt, nicht aufzufinden, der hoch motivierte „Macher15Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€], der – ca. ein ½ Jahr hier lebend und daher mehrheitlich unbekannt – sein großes Netzwerk gleich selber mitbringt, um seine Visionen in den nächsten Jahren weiterzuentwickeln,16Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] weil „inaktiv zu sein17Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] nun mal nicht „sein Ding18Björn Leo, „Stefan Zielenkiewitz: Inaktiv zu sein, ist nicht mein Ding“, Kreis-Anzeiger v. 03.08.2021[€] ist oder aber ist es 

Kandidat 6, der hemdsärmelige Handwerker, der anpacken will19„Ulrich Majunke will „anpacken für ganz Büdingen“, PM v. 06.08.2021, Kreis-Anzeiger, es gewohnt ist, klare Entscheidungen zu treffen20„Als Unternehmer sei er es gewohnt, klare Entscheidungen zu treffen“, Björn Leo, „Ulrich Majunke will – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€], „mit offenem Visier nach vorne21„“Ich gehe mit offenem Visier nach vorne“, sagt er im Gespräch mit dem Kreis-Anzeiger. Und fügt selbstbewusst hinzu: „Ich kann Bürgermeister.““ Björn Leo, „Ulrich Majunke – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€]geht, „kein Mann für schlechtes Wetter ist22 Björn Leo, „Ulrich Majunke – kein Mann für schlechtes Wetter“, Kreis-Anzeiger v. 13.07.2021 [€] und sich sowohl für die jüngsten Einwohner als auch Lebensexperten23Video Ulrich Majunke einsetzen will.

So, lieber Wähler. „Wer“ soll denn nun für die nächsten sechs Jahre Dein Herzblatt sein?


Beitragsbild: Here and now, unfortunately, ends my journey on Pixabay / Pixabay

Giftspritzen

Weil die Büdinger Grünen – was mich nicht wundert – nach wie vor keinen aus ihren eigenen Reihen ins Rennen um die Rathausspitze schicken können, tun sie halt das einzige, was sie wirklich „können“. Provokant und überheblich (re)agieren:

Bei „der“ geballten Kompetenz, die die Büdinger Grünen – meist ungefragt – immer wieder zum Besten geben, wäre ein grüner BM-Kandidat (m/w/d) doch eigentlich „die“ Möglichkeit gewesen, zahlreiche Kritiker Lügen zu strafen.

An dieser Stelle verstummt jedoch – wenn’s um so eine Kandidatur geht, noch dazu einer weiblichen – selbst eine „Krawallschachtel“1„[…] Da behauptet die ohne zwingenden Grund, ohne nen Anlass behauptet die einfach, dass wir Rechtspopulisten sind. Aus heiterem Him Himmel beleidigt diese linke Dame uns als Rechtspopulisten. In der letzten Sitzung gab ich ihr nochemal die die Möglichkeit, sich für diese Aussage zu entschuldigen, was sie natürlich nicht für notwendig er erachtet hat hatte. So steht diese Behauptung dieser Krawallschachtel noch immer im Raum. (Gelächter, spöttischer Applaus) […]“ Stadtverordnetenversammlung v. 10.06.2016, Wolfgang Faust (ProVernunft).

Man darf also mal gespannt sein, was die Grünen diesmal wohl auf die übliche Frage „Und wen unterstützen die Grünen?“2[…]“Die Tendenz geht klar zu Erich Spamer“, sagt Fraktionschef Joachim Cott. Die anderen Kandidaten seien keine Alternativen.“ | Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, „Land, Leben, Leute“, „Politik ist sexy“, Björn Leo antworten werden, nachdem ein Erich Spamer nicht mehr kandidiert.

Vermutlich so, wie es Frau Preißer (FDP) seinerzeit getan hat: „Es gibt sechs Kandidaten. Der Bürger wird wohl in der Lage sein, sich einen auszuwählen.“3„Schließlich noch Dorothea Preißer. Sie sagt nüchtern: „Es gibt sechs Kandidaten.Der Bürger wird wohl in der Lagesein, sich einen auszuwählen.“ Die FDP gibt jedenfalls auch keine Wahlempfehlungab. Eine Stichwahl wird es wohl geben,vermutet Preißer.“ | Kreis-Anzeiger v. 05.09.2015, „Land, Leben, Leute“, „Politik ist sexy“, Björn Leo


Bild: D Mz / Pixabay