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Eine Provinzposse

Die Stadtverordnetenversammlung v. 28-05-2021 endete in einem „Eklat[€].

Kaum angefangen (19:00 Uhr), schon war sie wieder beendet (19:19 Uhr).

Diesmal nicht wegen eines alkoholisierten Bürgermeisters, dessen „suboptimale Performance“ deutschlandweit als „Suff Skandal“ durch die Presse ging, sondern wegen eines Stadtverordneten, der seinen 1,40m hohen „Spuckschutz“ – wie bereits schon in der Versammlung v. 21-05-2021 – wieder von seinem Tisch entfernte und auf den Boden stellte.

Nachdem mehrfache Ermahnungen ins Leere liefen, beschloss der Stadtverordnetenvorsteher, nebst eilig herbeigerufenem Stadtverordnetenvorstand, den uneinsichtigen Stadtverordneten von der nächsten Versammlung auszuschließen. Für den grünen Fraktionsvorsitzenden vermutlich eine willkommene Gelegenheit, zusätzlich den Abbruch der Stadtverordnetenversammlung zu beantragen, um diese „Farce“ abzurunden. Mehrheitlich folgte man diesem und so war dann auch nach 19 min. Schluss, Ende, Aus.

„Leicht verdientes Sitzungsgeld (€ 15,–) zzgl. Fahrgeld, etc. pp. für die Stadtverordneten“, könnte man nunmehr zynisch resümieren.

Da die Presse diesen ach so „gravierenden faux pas“ vermutlich nicht schnell genug veröffentlichte, erledigte man auch dieses gleich mit.

NPD-Lachmann verursacht Abbruch der Stadtverordnetenversammlung

Nachdem Lachmann den Spuckschutz, der dem…

Posted by Büdinger Grüne on Friday, May 28, 2021

Der Stadtverordnete Lachmann ist qua Attest von einer „Maske“ befreit. Somit also kein „Maskenverweigerer“, wie von den Grünen (vorsätzlich?) falsch propagiert. Auch ist es etwas befremdlich, daß dieselbe Handlung (Entfernen des „Spuckschutzes“ vom Tisch) eine Woche zuvor keinerlei Erwähnung fand, geschweige denn weder kritisiert noch „geahndet“ wurde.

„Angst frisst Verstand“

Dieser 1,40m hohe „Spuckschutz“ auf dem Tisch soll demnach dann wohl als „abzugrenzenden Bereich des Sitzungssaales“ zu sehen sein? 1„…Mandatsträger, die auf Grund einer ausreichenden und von der verantwortichen Person zu überprüfenden Bescheinigung vom Tragen einer Maske befreit sind, sind in einem abzugrenzenden Bereich des Sitzungssaales zu platzieren.“ §2, Abs. 6, S.2 Pandemiesatzung v. 05.03.2021 Auch den, in der Pandemiesatzung festgeschriebenen Infektionsschutz für die Mikrophone sucht man wohl vergebens?! 2„Mikrophone sind mit einem Infektionsschutz zu versehen.“ §2, Abs. 4, S.3 Pandemiesatzung v. 05.03.2021

Bild: D. Lachmann

Das, was sich da am Freitag, den 28.05.2021 abgespielt hat, kann doch wohl kaum Ernst zu nehmen sein. Eine Farce. Einer Stadtverordnetenversammlung unwürdig. Peinlich.

Die Stadtverordneten machen z.B. keinerlei Test, bevor sie zu einer Stadtverordnetenversammlung oder Ausschusssitzung gehen. Im Vergleich dazu, darf man aktuell (Stufe 2) eine Innengastronomie z.B. nur mit verpflichtendem Negativnachweis aufsuchen.

Und hier „hocken“ – Pardon – > ca. 60 Menschen (davon 45 Haupt- und Ehrenamtliche, zzgl. Zuschauer) in dieser „Wolfgang-Konrad-Halle“ im Ortsteil Lorbach und der Stadtverordnetenvorsteher ermahnt 1 Stadtverordneten, der seinen „Spuckschutz“ auf den Boden stellt?!

„Wo“ ist denn da – bei kritischer Betrachtung – bitte die Logik?

„Wer“ schützt sich hier eigentlich vor „wem“ oder „was“ genau? Und „was“ genau wird hier eigentlich mit „unverantwortlichem Handeln“ unterschwellig unterstellt? 3„FWG-Fraktionsvorsitzender Ulrich Majunke unterstrich: „Ich finde es bedauerlich, dass Herr Lachmann so unverantwortlich handelt. Und ich hoffe, dass durch diese Aktion eine endgültige Klärung des Sachverhaltes herbeigeführt wird: Die Frage, wie man ihn dazu bringen kann, sich an die von uns aufgestellten Regeln zu halten.““ Kreis-Anzeiger v. 30.05.2021

An welche der „aufgestellten Regeln“ hat er (Herr Lachmann) sich denn nun genau nicht gehalten? Und in welcher Form tanzte denn nun ein Herr Lachmann den Stadtverordneten während der Corona-Pandemie auf der Nase herum? 4„Wie Manfred Scheid-Varisco (SPD) für seine Fraktion erklärte, „unterstützen wir natürlich den Stadtverordnetenvorsteher“. Das habe er als Fraktionsvorsitzender auch im Stadtverordnetenvorstand klargestellt. „Wir haben uns schon über ein Jahr während der Corona-Pandemie von einem Herrn Lachmann auf der Nase herumtanzen lassen. Daher begrüßen wir, dass der Stadtverordnetenvorsteher so konsequent vorgeht“, betonte er. Auch für ehrenamtlich engagierte Menschen stehen nach Ansicht von Scheid-Varisco Gesundheit, Respekt und Rücksicht an erster Stelle.““ Kreis-Anzeiger v. 30.05.2021

Ganz ehrlich … Nun einmal „Butter bei die Fisch“ …

In dieser Pandemiesatzung ist weder der „abzugrenzende Bereich“ näher definiert noch ist darin ein „Spuckschutz“ auch nur Ansatzweise als „Schutzmaßnahme“ erwähnt. Ein „Spuckschutz“ als Abgrenzung eines Bereichs schon mal gar nicht. Ergo liegt ein „Verstoß“ worin genau?

Der, in der Pandemiesatzung geforderte, Infektionschutz für Mikrophone fehlt dagegen z.B. gänzlich. Negative Tests sind ebenfalls darin nicht gefordert. Wenn Negativtests – bei allen Schutzmaßnahmen – nicht gefordert werden, wie können dann die Stadtverordneten zu 100% sicher sein, daß keiner von ihnen (oder den zugelassenen Zuschauern) „positiv“ ist?

Dies, weil doch gerade dieser Negativtest „der“ Nachweis schlechthin ist, sowie i.V. mit der „3G-Regel (getestet, genesen oder geimpft)“ – gefühlt – tagtäglich medial propagiert wird und deswegen auch hier bei uns ein Testcenter nach dem anderen wie Pilze aus dem Boden schießt. Und eine Stadt Büdingen unterlässt es, sich einen solchen Nachweis bei einer solchen Menschenansammlung in einer Halle vorlegen zu lassen?

Warum ist es dann gestattet, daß die Stadtverordneten – mit Ausnahme derjenigen, die ein Attest haben, welches sie von einer Maske befreit – ohne MNS, sowie „Spuckschutz“ – ungetestet – am Platz zu sitzen und mit ihrer ausgeatmeten Luft – neben einer Reihe von Gasen – ebenfalls auch „Aerosolpartikel“ in ihrer unmittelbaren Umgebung zu verbreiten?

Mit „Logik“, sowie „normalem“ Menschenverstand hat das alles wohl herzlich wenig zu tun oder? „Corona“ dürfte weit weniger aufs Hirn gehen als die zig Verordnungen und Regeln, die kontinuierlich seit dem letzten Jahr in regelmäßigen Abständen erlassen werden. Den Überblick scheint man allerdings schon lange verloren zu haben?!

M.E. scheint man, was diese Versammlung v. 28.05.2021 betrifft, förmlich nur auf einen solchen Moment gewartet zu haben, um diesen mehr als peinlichen Eklat vom Zaun zu brechen, der vermutlich auch noch ein (juristisches) Nachspiel zur Folge haben wird. So zumindest mein Eindruck aufgrund dieser Berichterstattung.

Wer in dieser „Provinzposse“ zuletzt lacht, wird sich dann wohl in nächster Zeit noch zeigen.


Aktualisierungen:

Protokoll der Stadtverordnetenversammlung v. 28.05.2021

Büdinger Bote v. 05.06.2021 („online Ausgabe“) – „Eklat in Lorbach – Daniel Lachmann lässt Parlamentssitzung platzen

Kreis-Anzeiger v. 03.06.2021 („online Ausgabe“) – „Lachmann darf teilnehmen

Stadt Büdingen knickt ein: Stadtverordneter Lachmann darf an Sitzung teilnehmen

Nachdem Daniel Lachmann den…

Posted by NPD Büdingen on Wednesday, June 2, 2021

Kreis-Anzeiger v. 01.06.2021 („online Ausgabe“) – „Sitzung der Stadtverordneten

NPD-Stadtverordneter setzt sich gegen schikanierende Maßnahme zur Wehr

– Altparteien & ProVernunft/AfD quittieren mit…

Posted by NPD Büdingen on Tuesday, June 1, 2021

Negativ

Mit der öffentlichen Aufforderung zur Einreichung von Wahlvorschlägen anlässlich der kommenden Bürgermeisterwahl in unserem Amtsblatt, dürfte der Wahlkampf wohl nunmehr „offiziell“ eröffnet sein.

Aus „Benjamin Harris – Ihr Kommunalpolitiker für Büdingen“ wurde daher an diesem Wochenende wieder – wie 2015 bereits schon – „Benjamin Harris – Ihr Bürgermeisterkandidat für Büdingen„, ergänzt nunmehr um die Einladung, ihn auch via „WhatsApp“ direkt zu kontaktieren.

Diesmal kandidiert Harris zumindest nicht mehr als „unabhängiger“ Kandidat von CDU und SPD, sondern als BM-Kandidat seiner eigentlichen politischen Heimat, der CDU Büdingen. Die seinerzeitige „Liaison“ zwischen CDU und SPD dürfte man daher wohl eher als „Zweckgemeinschaft“ bezeichnen, die die BM-Wahl gerade mal so überdauerte.

Der „Erklärbär“ für den „Bürgertest“ und auch eines der hiesigen Testzentren – hier das DRK-Testzentrum in der Düdelsheimer Straße unserer Kernstadt – soll es als Wahlkampfauftakt also nun sein …

Mein Fazit für den Test ist, daß, ja, die wenigen Minuten, die ich dort verbracht habe, viel Sicherheit für jeden geben. Derjenige, der sich hat testen lassen, aber auch für die Allgemeinheit. Dabei wird den meisten Leuten wahrscheinlich bestätigt werden, daß sie sich nicht mit Covid-19 infiziert haben. Der Test ermöglicht es aber, daß Infizierte, bevor sie selbst an sich Symptome feststellen, ähm, dies mitgeteilt bekommen und dadurch auch nicht andere Menschen anstecken, bzw. nicht zur Verbreitung der Pandemie beitragen. Deswegen meine Empfehlung: Geht zum Testzentrum, lasst Euch testen und damit habt Ihr dann Gewissheit. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal.

„Negativ“ … so also sein Testergebnis an diesem Tag. Ist es nicht wunderbar?

Wird vermutlich auch zahlreiche Mitbürger geben, die sein Fazit teilen und entsprechend „beklatschen“ werden. Sich testen zu lassen dient ja schließlich dem Wohl der Allgemeinheit oder?!

Dass ein Testergebnis genauso „Falsch-negativ“ wie „Falsch-positiv“ sein kann, wird dabei gänzlich ausgeblendet. Kein Test ist zu 100% sicher. „Durch Antigen-Schnelltest werden praktisch nur diejenigen positiv getestet, die eine hohe Viruslast haben und mutmaßlich ansteckend sind. Der Test identifiziert also infektiöse Patienten. Wenn er den Patienten vorbehalten bliebe, die symptomatisch sind, könnte er eine deutliche Verbesserung und Beschleunigung gegenüber dem aktuellen Labor-PCR-Verfahren darstellen.

„Negativ“ … so allerdings auch mein persönlicher Eindruck dieser (suboptimalen) „Performance“ dieses Kandidaten, der m.E. Steuergelder verschwendet, indem er sich, wie so viele andere auch, „asymptomatisch“ testen lässt. Selbstdarstellung auf Kosten der Allgemeinheit.


Beitragsbild: Maklay62 / Pixabay

Maskenpflicht

Das Virus ist „intellent“ …
Ab 19h macht’s also „Heia“ und wird erst wieder am nächsten Morgen ab 08h aktiv. Muß einem ja auch mal gesagt werden.


Wenn sich Menschen in unserer kleinen Stadt – gerade in unserer gemütlichen kleinen Altstadt – auf offener Straße unter freiem Himmel begegnen, schätzt es vermutlich π * 👍 die Entfernung ab, checkt „Mindestabstand“ und „Maske“ und entscheidet sich dann intuitiv, ob es aktiv wird oder nicht. Da es irrsinnig „intellent“ ist, checkt es vorher auch noch schnell die politische Ideologie des mutmaßlichen „Opfers“ – wägt also auch „Coronajünger“ gg „CovIdiot“ ab – und legt dann los … oder eben auch nicht.


Da es „Heia“ macht, können wir uns demnach also ganz geschmeidig ab 19h – unmaskiert – zum gemütlichen „Sit in“ – mit gebührendem Abstand – bei irgendeinem „Glühwein-Pop-up“ treffen … 😜 … 🤦‍♂️

Wow!
Spaß beiseite …
Die „Großstadt“ Büdingen im Wetteraukreis setzt also nunmehr die neueste CoKoBeV (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung) des Landes Hessen um. Ihr bleibt auch nichts anderes übrig, da nun einmal „Verordnung“.

Bild: Dorothea Lohfink

Dass im Eifer des Gefechts Fehler passieren, ist menschlich. So wird es vermutlich auch bei dem (selbst hergestellten?) „Hinweisschild“ passiert sein, bei dem jeglicher Vermerk auf den (legitimen) Urheber, sowie dem Anlass (Hier: „Verordnung“) fehlt. Dies einfach, weil diese „Hinweisschilder“ im öffentlichen Raum („wild“) angebracht wurden.

Daher kann man m.E. diesen „Hinweis“ zur Kenntnis nehmen oder auch nicht. „Handeln“ muß man aber – da keinerlei Bezug zu einer rechtlichen Grundlage, sowie einer evtl. OWi hergestellt wird – wohl eher nicht.

Und „Nein“, da kann (und sollte) man – auch wenn gerne dann auf die „chaotischen Zeiten“ verwiesen wird – als Bürger eben halt auch nicht mal „Fünfe gerade sein lassen“.

So zumindest sehe ich das und lasse mich gerne eines Besseren belehren.


Bild: Lohfink, D. (Privat) – mit freundlicher Genehmigung –

Ka·ta·s·t·ro·phe

Vorab: Sowohl vom Alter als auch gesundheitlich gehöre ich zur sog. „Risikogruppe“. Hier in Hessen sind alle Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können und das durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen (Empfehlung HMSI), von dieser „Maskenpflicht“ ausgenommen.

Einkaufen in „Corona-Zeiten“ … ein Erlebnis der ganz besonderen Art oder „Spießrutenlauf“?!

Ganz klar: Beides!

Seit knapp einem halben Jahr haben wir im benachbarten Ortsteil Wolferborn die Möglichkeit, frisches Gemüse und Obst beim Hofstüberl zu kaufen. Das Sortiment wird peu à peu erweitert und es finden sich dort mehrheitlich frische regionale Produkte. Bestellungen können via WhatsApp aufgegeben werden. Man kann diese selbst abholen oder sich auch anliefern lassen. Man erspart sich daher auch Diskussionen wegen „Maskenpflicht“, etc., weil man sich inzwischen kennt und das Gegenüber bereits Bescheid weiß. Hier wird halt noch miteinander „gebabbelt“. Einer der Vorteile, wenn man auf dem Land lebt. Entspannt halt.

Frische Eier hole ich auch nach wie vor beim Hühnermobil in Büdingens „Kernstadt“, von dem ich ja bereits berichtet habe. Ebenfalls total entspannt.

Ja, auch bei unserem LIDL hole ich so einiges. Seit den Kontaktbeschränkungen und (seit 27.04.2020) „Maskenpflicht“ ist nicht nur der dortige Einkauf ein Erlebnis der „besonderen Art“, sondern auch all‘ das, was man auf dem Weg dorthin / retour so alles zu sehen bekommt.

Sicherheitsdienst und Desinfektionsmittel

Nachdem ab dem 16.03.2020 sukzessive alles hinuntergefahren, bzw. nach und nach geschlossen wurde, „überwachte“ ein Sicherheitsdienst – im Eingangsbereich des LIDL postiert – den „Sicherheitsbstand“ der einkaufenden Klientel. Betreten also nur noch mit Einkaufswagen. Soweit o.k.

Es „steigerte“ sich die Wochen darauf, daß der – inzwischen „maskierte“ Sicherheitsdienst und mit Desinfektionsflasche ausgestattet – der einkaufenden Klientel am Eingang sowohl die Hände als auch den Handlauf der Einkaufswagen desinfizierte. Wieder später fand man eine Desinfektionsflasche bei den Einkaufswagen, so daß man die Möglichkeit bekam, Hände und Handlauf des Einkaufswagens selber zu desinfizieren.

Die Desinfektionsflasche, die bislang bei den Einkaufswagen vorzufinden war, ist nun leider nicht mehr da. Ergo: Keine Möglichkeit, Hände und Einkaufswagen zu desinfizieren. O.k.

Da ich – wie bereits erwähnt – unter diejenigen falle, die von dieser „Maskenpflicht“ befreit sind, stapfe ich also mit Filius in den LIDL hinein, um den üblichen Großeinkauf zu erledigen.

Sicherheitsmann weist mich lediglich auf den Einkaufswagen hin. Ich zeige kommentarlos auf Filius, der diesen hat. Filius ist es megapeinlich, daß ich „unmaskiert“ bin. Erkläre ihm daher zum x-ten Mal, daß ich keine brauche. Verwundert stellt er fest, daß mich niemand während des Einkaufs darauf anspricht. (Bitte nicht in Panik verfallen! Ich hatte extra ein Halstuch mit dabei, falls ich einen Husten- oder Niesanfall bekommen sollte.)

Im LIDL – stickige Luft – unerträglich nicht nur für mich. Selbst Filius wettert gg. seine Einwegmaske, stöhnt, keine Luft zu bekommen. Unerträglich auch für ihn – ist kurz davor, sich diese „Maske“ herunterzureißen. Tut es jedoch nicht.

Von wegen „Sicherheitsabstand“

Auffällig, daß dieser dann unter den Einkaufenden so gar nicht eingehalten wird. Es wird sich einfach vorbeigedrängt, um an die Regale zu kommen und vor den Kühltruhen wird man fast weggedrängt. Kurz warten ist wohl nicht. Geduld ist (k)eine Tugend.

An der Kasse die Kassiererin, die uns schon länger kennt. Freundlich bittet sie mich um das Anlegen einer Maske. Ich verneine und teile ihr mit, daß ich von dieser Maßnahme gesundheitlich ausgenommen bin. Akzeptiert sie, weil ich ihr das bestätigte, was sie eh‘ schon seit längerem bei mir vermutet hatte .

Draußen:
Filius entledigt sich seiner Maske. Wirft diese in Mülleimer, hat hochroten Kopf, steht erst einmal einen kurzen Augenblick einfach da, um tief Luft zu holen, wettert dann wie ein Rohrspatz gegen diesen Blödsinn mit der Maskenpflicht. Kurze Einkäufe o.k., bei längerem Einkauf wie diesem, schlichtweg unerträglich.

Auf dem Heimweg

Kurzer Zwischenstopp bei Apotheke und Optiker – Filius erledigt noch kleinere Einkäufe, ich sitze im Auto und beobachte das Treiben auf der Straße.

Viele Leute unterwegs (parkte unweit Sparkasse). Das Geile daran: Diese „Deppen“ (Pardon, aber anders kann ich es echt nicht mehr bezeichnen) tragen diese Masken auch noch im Freien und gehen damit spazieren … Einer zieht die Maske hoch, fährt sich mit dem Finger in den Mund, puhlt darin rum, zieht Maske wieder runter und trocknet seine Finger an Maske und Jacke. Geil!

Ich lasse es an dieser Stelle, mich über solche aufzuregen, die mit Gesichtsmaske und Einweghandschuhen hinterm Steuer sitzen, aussteigen, einkaufen und – selbstverständlich – damit wieder einsteigen. Lohnt nicht. Mit normalem Menschenverstand ist das nicht zu begreifen.

Ich frage mich, wie ich vielleicht mal meinem Enkel erklären soll, daß wir es doch tatsächlich geschafft haben, auf dem Mond zu landen, die heutige Technik zu entwickeln, jedoch unfähig sind, mit Gesichtsmaske und Einweghandschuhen richtig umzugehen.

Ich sitze daher kopfschüttelnd im Auto und komme zu dem Schluß, daß ich wohl irgendwie im falschen Film gelandet bin.

Aber gut. In Anbetracht einer solchen Führung ⤵ darf man sich – ob solch‘ eines Verhaltens – wohl nicht wirklich wundern?!


Symbolbild: Janet Meyer / Pixabay

Notbremse

Aktuelles vom Wetteraukreis:

Notbremse tritt in Kraft

Landrat Weckler stellt klar, dass die von Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“ nur…

Posted by Wetteraukreis on Monday, March 29, 2021

Und dann wäre da noch unser Städtchen:

Stadtverwaltung schließt sich Empfehlung zur Osterruhe an

Bürgermeister Erich Spamer und Erste Stadträtin Henrike…

Posted by Magistrat der Stadt Büdingen on Friday, March 26, 2021

Kleine Anmerkung dazu: Lt. einer Stadtverordneten ist diese „Empfehlung zur Osterruhe“, sprich‘ geschlossene Verwaltung, nach Aussage des BM „ein Ausgleichstag für die Arbeit beim Hochwasser“. Wenn dem wirklich so sein sollte, was ich bezweifle, sollte man das auch entsprechend kommunizieren, bevor man – pressewirksam – einen auf „Empfehlung zur Osterruhe“ macht. Sind nämlich zwei verschiedene paar Schuhe …

Ansonsten kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. „Wer“ bitte glaubt diesen ganzen „Corona – Sermon“ eigentlich noch?

Farbattacke

In der Nacht von Dienstag, 09.03. auf Mittwoch, 10.03.2021 erhielt der Kommunalwahlkandidat und Unternehmer J. Amann, „Besuch von Feinden“, die sowohl dessen Kleintransporter beschädigten als auch großflächig Farbe über den Eingangsbereich seines Privathauses verteilten.

Unter dem Thema „Antifa“ veröffentlichten die Straftäter – selbstverständlich anonym – auf dem, der linksextremen Szene zuzuordnenden, Nachrichtenportal indymedia im Anschluss ihr „Bekennerschreiben“. Um dieses abzurufen, muss man allerdings einen kurzen Ausflug ins Darknet unternehmen.

Seit Mittwoch ermittelt nun ebenfalls der Staatsschutz, da es sich hierbei offensichtlich und nicht, wie üblich mutmaßlich, um politisch motivierte Sachbeschädigung (Schadenshöhe ca. € 5.000,– – € 10.000,–) handelt. So zumindest lt. Artikel v. 13.03.2021.

Herr Amann ist politisch aktiv, betreibt die (mir bekannten) Seiten „Bürgerbewegung für Büdingen„, sowie „Recht & Freiheit“ und ist wohl auch in der (sog.) „Querdenkerbewegung“ „Allianz PRO Grundgesetz“ aktiv. Auch kandidiert er aktuell auf der Liste der AfD. Dies sowohl für ein Mandat in der Büdinger Stadtverordnetenversammlung als auch im Wetterauer Kreistag.

Weder erfüllt er – meines Wissens nach – mit seinem politischen Engagement irgendwelche Straftatbestände noch ist seine Kandidatur auf der Liste einer AfD als solcher zu werten. Hinzu kommt, daß eine AfD objektiv weder als „verfassungsfeindlich“ oder gar „verfassungswidrig“ eingestuft wurde.

Dass er mit dieser Kandidatur auf der Liste der AfD nunmehr als rechter Aktivist, der sogar im Organisationsteam der hiesigen Querdenker und ihrer „Allianz Pro Grundgesetz“ kräftig mitmischt„, diffamiert wird, erstaunt daher nicht wirklich. Auch Dummheit ist eine natürliche Begabung.

Argumentativer Meinungsaustausch war sowieso gestern. Heute gilt es, sein Gegenüber mit Werturteilen persönlich anzugreifen, herabzuwürdigen, sowie mit Attributen wie „Aluhutträger“, „Verschwörungstheoretiker“, „Rechter“, „Rechtsextremer“, „Nazi“, „Coronaleugner“, „CovIdiot“, etc. sowohl zu stigmatisieren als diesem auch sein Weltbild aufzuoktroyieren. Es lebe die Polemik!

Vertritt man trotz aller Widerstände seine Meinung / Überzeugung, bekommt man inzwischen also „Besuch von Feinden„?!

Wenn man politisch Andersdenkende im Schutz der Anonymität, sowie eines Darknets zu „Feinden“ erklärt, diese, im Schutz der Dunkelheit – gleich lichtscheuem Gesindel – durch Terror versucht, einzuschüchtern und ggf. mundtot zu machen, hat das weder etwas mit „Demokratie“ noch „Antifaschismus“ zu tun.

Das ist kriminell. Das ist Terrorismus. Und diesem gilt es Grenzen zu setzen. Mit allen rechtsstaatlichen Mitteln.

Und Tschüss …

Ein Mittwoch Nachmittag gegen Februarende in Büdingen.
Ich hab‘ tierisch Kohldampf und hüpfe, nachdem ich meinen Filius bei einem Termin abgesetzt habe, schnell beim Metzger rein, um mir 3 belegte Semmeln zu holen. Leider nur noch 1 da. Die freundliche Mitarbeiterin schlägt mir vor, schnell zum „Naumann“ zu laufen und noch 2 Semmeln zu holen, damit meine Bestellung ausgeführt werden kann.

Gesagt, getan.
Bin allerdings etwas irritiert, weil man den Seitenein- und nicht den Vordereingang, der einwandfrei funktioniert, nutzen soll. Betrete einen vollkommen dunklen Laden und frage mich, ob überhaupt geöffnet ist. Es ist ca. 15h … ergo normale Öffnungszeit.

Kein Mitarbeiter hinter der – durch Plexiglas „Corona gesicherten“ Verkaufstheke, vollkommen dunkler Laden, mit Ausnahme von mir, keine anderen Kunden. Nachdem nach – gefühlten – 5 Minuten immer noch keiner kommt, mache ich durch Rufen auf mich aufmerksam.

Nachdem eine junge Dame endlich hervorkam, wies sie mich auf das Fehlen einer Maske hin. Ich erklärte Ihr, daß ich davon „befreit“ sei und nur 2 Brötchen holen wolle. Daraufhin erklärte sie  mir, daß die Hausdirektive besagt, daß Kunden ohne Maske nicht bedient werden. Hätte sie mir mitgeteilt, daß sie mir keine Brötchen verkaufen wolle, hätte ich dies – aufgrund des Hausrechts (§858 BGB ff.) i.V. mit dem sog. Kontrahierungszwang – akzeptieren müssen. Da jedoch der Verweis auf die Hausdirektive „Kunden ohne Masken werden prinzipiell nicht bedient“ folgte, dürfte dies – vermutlich nicht nur in meinem Fall – juristisch zwiespältig sein.

Abgesehen von der Tatsache, daß ich – aufgrund zahlreicher negativen Erfahrungen – die Dienstleistungen der hier ansässigen Naumann – Filialen schon seit längerem nicht mehr in Anspruch nehme und nur im Notfall darauf zurückgreife, hat mich dieser „Vorfall“ zumindest in meiner Entscheidung bestätigt, nunmehr gänzlich auf andere Berufskollegen auszuweichen. Einem Kontrahierungszwang unterliegt eben – vice versa – auch ein Verbraucher nicht. Man muss ja nicht unbedingt dort sein Brot kaufen.

Und, falls nunmehr – reflexartig – der Vorwurf laut wird, daß man dies doch direkt mit dem Betroffenen klären soll … Ist ebenfalls erfolgt. Via Mail schilderte ich die obige Sachlage, wies – vollkommen wertfrei und informativ – auf ggf. juristische Widersprüche hin und bat, doch zumindest diese Hausdirektive nach außen hin kenntlich zu machen. Als Antwort erhielt ich eine – durch einen Juristen aufgesetzt – Antwort retour, dessen Inhalt mich sehr amüsierte, da – in meinem speziellen Fall – äußerst widersprüchlich, da darauf m.E. nicht eingehend.

Sei’s drum. Ich antwortete relativ kurz, mit Dank für die Zeit, sowie Kenntnisnahme dieser Hausdirektive nebst Hinweis, daß ich es als falsch empfinden würde, „über“ die Firma in der Öffentlichkeit zu sprechen, als mich damit direkt auch an diese zu wenden.

2021-03-04 Bäckerei Naumann, HIT Markt
Bild: H. Messerschmidt (privat) – Bäckerei Naumann, HIT Markt Büdingen

Finde ich gut, weil sich jeder nunmehr sein eigenes Bild machen kann und entscheiden kann, wie er damit umgeht.

Meine Entscheidung ist relativ einfach … „Und Tschüss!“ …

Bild: (H. Messerschmidt) – Bäckerei Naumann, Berliner Str., Büdingen

Aktualisierung(en):

18.03.2021 – Info seitens einer Mitbürgerin erhalten, daß die, hier aufgeführten, Hinweisschilder aus sämtlichen Filialen entfernt wurden. Des Weiteren wurde sie, nach eigener Aussage ihr Attest offen tragend, ohne weitere Hinweise seitens des Verkaufspersonals bedient.