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Farbattacke

In der Nacht von Dienstag, 09.03. auf Mittwoch, 10.03.2021 erhielt der Kommunalwahlkandidat und Unternehmer J. Amann, „Besuch von Feinden“, die sowohl dessen Kleintransporter beschädigten als auch großflächig Farbe über den Eingangsbereich seines Privathauses verteilten.

Unter dem Thema „Antifa“ veröffentlichten die Straftäter – selbstverständlich anonym – auf dem, der linksextremen Szene zuzuordnenden, Nachrichtenportal indymedia im Anschluss ihr „Bekennerschreiben“. Um dieses abzurufen, muss man allerdings einen kurzen Ausflug ins Darknet unternehmen.

Seit Mittwoch ermittelt nun ebenfalls der Staatsschutz, da es sich hierbei offensichtlich und nicht, wie üblich mutmaßlich, um politisch motivierte Sachbeschädigung (Schadenshöhe ca. € 5.000,– – € 10.000,–) handelt. So zumindest lt. Artikel v. 13.03.2021.

Herr Amann ist politisch aktiv, betreibt die (mir bekannten) Seiten „Bürgerbewegung für Büdingen„, sowie „Recht & Freiheit“ und ist wohl auch in der (sog.) „Querdenkerbewegung“ „Allianz PRO Grundgesetz“ aktiv. Auch kandidiert er aktuell auf der Liste der AfD. Dies sowohl für ein Mandat in der Büdinger Stadtverordnetenversammlung als auch im Wetterauer Kreistag.

Weder erfüllt er – meines Wissens nach – mit seinem politischen Engagement irgendwelche Straftatbestände noch ist seine Kandidatur auf der Liste einer AfD als solcher zu werten. Hinzu kommt, daß eine AfD objektiv weder als „verfassungsfeindlich“ oder gar „verfassungswidrig“ eingestuft wurde.

Dass er mit dieser Kandidatur auf der Liste der AfD nunmehr als rechter Aktivist, der sogar im Organisationsteam der hiesigen Querdenker und ihrer „Allianz Pro Grundgesetz“ kräftig mitmischt„, diffamiert wird, erstaunt daher nicht wirklich. Auch Dummheit ist eine natürliche Begabung.

Argumentativer Meinungsaustausch war sowieso gestern. Heute gilt es, sein Gegenüber mit Werturteilen persönlich anzugreifen, herabzuwürdigen, sowie mit Attributen wie „Aluhutträger“, „Verschwörungstheoretiker“, „Rechter“, „Rechtsextremer“, „Nazi“, „Coronaleugner“, „CovIdiot“, etc. sowohl zu stigmatisieren als diesem auch sein Weltbild aufzuoktroyieren. Es lebe die Polemik!

Vertritt man trotz aller Widerstände seine Meinung / Überzeugung, bekommt man inzwischen also „Besuch von Feinden„?!

Wenn man politisch Andersdenkende im Schutz der Anonymität, sowie eines Darknets zu „Feinden“ erklärt, diese, im Schutz der Dunkelheit – gleich lichtscheuem Gesindel – durch Terror versucht, einzuschüchtern und ggf. mundtot zu machen, hat das weder etwas mit „Demokratie“ noch „Antifaschismus“ zu tun.

Das ist kriminell. Das ist Terrorismus. Und diesem gilt es Grenzen zu setzen. Mit allen rechtsstaatlichen Mitteln.